Fußball-Kreisoberliga: Oberes Edertal reist nach Haina, Röddenau gegen Türk Gücü

Ab geht’s zur Wundertüte

Was soll ich machen? Andrei Vasile Moldovan (Bunstruth, rechts) scheitert mehrfach an OE-Keeper Thorsten Theis, eine Szene aus dem Hinspiel, das Oberes Edertal mit 2:1 gewann. Foto: Kaliske

Frankenberg. Bereits am Samstag (15.30 Uhr) kommt es in der Fußball-Kreisoberliga Nord zum Duell SG Bunstruth/Haina gegen SG Oberes Edertal, in dem die Gastgeber zum Siegen verdammt sind, wenn sie die Chance zum Klassenerhalt weiter wahren wollen.

Am Sonntag (15 Uhr) reist der TSV Röddenau nach Wolzhausen zu Türk Gücü Breidenbach, während die SG Eder zur selben Zeit im Ebsdorfergrund auf Beltershausen trifft.

SG Bunstruth/Haina - SG Oberes Edertal. Für Bunstruth/Haina wird es nach der 0:6-Niederlage gegen Cölbe immer schwieriger, die Klasse zu halten. Die Mannschaft von Keith Möbus kommt einfach nicht aus ihrer Talfahrt heraus. „In Cölbe hatte man das Gefühl, dass keiner so richtig Lust hat. Da hatten wir einen richtig schlechten Tag, bei dem keiner zu seiner Form gefunden hat“, rätselt der neue Coach noch immer an den Gründen und muss zugeben, „dass der Klassenerhalt so schwer wird“.

Jetzt stehen er und sein Team vor zwei Derbys. Zunächst am Samstag gegen Oberes Edertal, eine Woche später gegen die SG Eder. „Ich hoffe in beiden Derbys auf eine Trotzreaktion meiner Mannschaft“, sagt Möbus, der auf den verletzten David Rassner verzichten muss, dafür aber wieder Stefan Hoffmann einsetzen kann. Das Hinspiel Anfang Oktober gewann „OE“ mit 2:1.

Über die zuletzt gezeigte Leistung seiner SG Oberes Edertal rätselt auch Trainer Holger Paulus. „Da war viel mehr als ein 2:2 drin“, ist er sich nach dem Spiel gegen Roßdorf sicher. „Wir hatten alles im Griff, haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, ärgert er sich noch heute. Gegen Bunstruth/Haina wähnt Paulus sich gegenüber seines Gegners in einer besseren Ausgangslage, wenn man die Tabellensituation betrachtet, mahnt aber: „Auch wir müssen langsam anfangen, Punkte zu holen, wenn wir nicht noch in Gefahr geraten wollen.“

Dabei kann er den Gegner nicht einschätzen. „Die spielen Woche für Woche mit unterschiedlichem Personal. Das ist eine kleine Wundertüte.“

Türk Gücü Breidenbach - TSV Röddenau. Die Niederlage in Marburg schmerzt beim TSV Röddenau keinen so richtig, obwohl sogar Chancen zum Punktegewinn drin waren. „Gegen Marburg kann man verlieren. Aber zwischen der 20. und 40. Minute hatten wir Chancen für drei, vier Tore“, erinnert sich Spielausschussobmann Thomas Müller und vermutet, dass der VfB sein Team unterschätzt hat. „Wir konnten mithalten, haben aber leider keine Tore geschossen“, so Müller weiter. Auch Türk Gücü ist für ihn eine „schwer zu bespielende Mannschaft. Die können gerade auf ihrem schwierigen Platz gut Fußball spielen. Aber wir fahren nicht dorthin, um vorher schon zu jammern, sondern um etwas mitzunehmen“, gibt Müller sich selbstbewusst. Dabei hofft er den seit längerer Zeit verletzten Maxim Zich wieder einsetzen zu können. Marc Bergmoser wir weiterhin fehlen und der Einsatz von Manuel Kreppenhofer und Vedran Madarevic ist fraglich, da beide angeschlagen sind.

SV Beltershausen - SG Eder. Zwei Siege in Folge, zuletzt das 2:1 in Erksdorf, haben die SG punktemäßig in etwas sicherere Gefilde der Tabelle befördert. Trotzdem muss das Team von Oliver Sprang weiter hart arbeiten. „Wenn man sieht, wie eng das unten alles zugeht, muss man so schnell wie möglich Punkte sammeln, ähnlich wie ein Eichhörnchen Nüsse vor dem Winter“, zieht Sprang einen Vergleich. Gegen Beltershausen ist er gezwungen, die Mannschaft umzustellen. „Mir werden einige Akteure fehlen, so dass wir nicht so auflaufen können wie in Erksdorf.“ Auch taktisch muss er einiges ändern, was der Spielanlage des Gegners geschuldet ist. „Erksdorf hat mehr über den Kampf agiert, Beltershausen wird auf das spielerische Element setzen. Sie haben dafür auch eine technisch gute Mannschaft. Darauf müssen wir die richtige Antwort finden“, ist ihm bewusst. Dazu gehört für Sprang auch eine effektive Chancenverwertung. „Da lassen wir noch zu viel liegen“, hofft er auf Besserung. (gd)

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