Fußball-Kreisoberliga Nord: Kampf um den Klassenerhalt steht im Mittelpunkt

TSV Röddenau will nachlegen

Szene aus dem Hinspiel: Daniel Dithmar (blaues Trikot, OE) setzt sich gegen Benjamin Hack (links) und Rene Törner durch. Foto: mp/nh

Frankenberg. Während der VfB Marburg heute beim VfL Biedenkopf vorzeitig den Meistertitel der Fußball-Kreisoberliga Nord erreichen kann, geht es für die Frankenberger Teams in den unteren Tabellenregionen noch um einiges: Der TSV Röddenau beim VfL Dreihausen, die SG Eder bei Türk Breidenbach und Oberes Edertal beim FV Cölbe können jeweils mit Siegen für ein weiteres Kreisoberligajahr planen. Für die SG Bunstruth/Haina dürfte dagegen selbst ein Dreifacherfolg gegen Beltershausen kaum noch den Abstieg verhindern können.

VfL Dreihausen - TSV Röddenau. Eindrucksvoll hat der TSV Röddenau den Tabellenzweiten Biedenkopf mit einer 1:4- Niederlage nach Hause geschickt. „Das war schon gut. Das sind die Punkte, die man braucht, um in der Liga zu bleiben“, freute sich Spielausschussobmann Thomas Müller, dass seine Mannschaft jetzt einen kleinen Vorsprung nach hinten hat. Für ihn gilt es, in Dreihausen nachzulegen, dabei muss Röddenau aber auf den angeschlagenen Vedran Madarevic verzichten. „Wir haben da letztes Jahr mit 2:3 verloren. Nun rechne ich mir aber schon einiges aus, zumal es für Dreihausen weder nach oben noch nach unten viel zu bewegen gibt“, hofft Müller, dass die Motivation klar auf Seiten seines TSV sein soll. Er mahnt: „Es rückt unten alles etwas näher zusammen.“

SG Bunstruth/Haina - SV Beltershausen. Die 1:5-Niederlage bei der Hessenligareserve von Eintracht Stadtallendorf hat den Abstieg der SG Bunstruth/Haina schon fast besiegelt. „Wir haben gar nicht so schlecht gespielt, vor allem in der zweiten Hälfte. Aber gegen eine aus der Hessenliga verstärkte Mannschaft konnten wir nichts machen“, sagt Spielausschussobmann Uli Pfingst zur Niederlage. Gegen Beltershausen will die Mannschaft trotz der bekannten Auswärtsstärke Zählbares holen. Allerdings muss das Team weiterhin ohne Elhadji Diallo, den Rückenprobleme plagen, auskommen. „Wir wollen auf jeden Fall in den letzten Spielen noch Punkte holen. Wenn wir absteigen müssen, wollen wir es nicht als Tabellenletzter. Gegen Beltershausen rechne ich mir deswegen schon einiges aus, obwohl sie die zweitbeste Auswärtsmannschaft sind“, kennt Pfingst die Stärken des Tabellendritten

Türk Gücü Breidenbach - SG Eder. Die 1:2-Heimniederlage gegen Cappel liegt Trainer Oliver Sprang noch quer im Magen. „Ich habe meine Mannschaft teilweise nicht wiedererkannt“, gibt er zu. „Das war für uns ein gebrauchter Tag“, will er die Partie jetzt aber abhaken, zumal mit Türk Breidenbach eine hohe Hürde bevorsteht. „Türk Gücü zittert. Das macht sie aber auch sehr gefährlich“, weiß Sprang, dass der Gegner noch jeden Punkt braucht, um sicher die Klasse zu halten. „Die brauchen wir aber auch noch“, wähnt der SG-Trainer sein Team auch noch nicht endgültig gerettet. „Drei bis sechs Punkte mehr wären beruhigender“, so Sprang. Angst hat er vor dem türkischen Team aber keine. „Wir dürfen sie bloß nicht ins Spiel kommen lassen. Auch sie können auf ihrem schwierigen Hartplatz ihre technischen Fähigkeiten nicht so ausspielen“, weiß Sprang, der hofft, dass sein Team wieder „mit der nötigen Grundspannung“ an die Sache herangeht und im Gegensatz zum Cappel-Spiel „näher am Gegner steht“.

FV Cölbe - SG Oberes Edertal. Durch den 2:0-Sieg gegen Türk Breidenbach hat sich OE ein Polster von elf Punkten gegenüber einem Abstiegsplatz herausgearbeitet. „Wir haben dabei alles gemacht, was wir konnten und keine einzige Chance des Gegners zugelassen“, ist Trainer Holger Paulus zufrieden, aber noch lange nicht beruhigt. „Solange ein Abstieg noch theoretisch ist, bleibt die Gefahr. Vor allem, wenn man sich die Ergebnisse der anderen Woche für Woche ansieht.“

Gegen den FV Cölbe traut Paulus dem Frieden nicht. „Ich habe sie bei der Niederlage in Michelbach gesehen. Ich weiß nicht so recht, was bei denen los ist. Wenn sie komplett sind, haben sie eine ganz gute Truppe“, will er sich auf keinen Fall darauf verlassen, dass das Team von Spielertrainer Benjamin Hack weiterhin schwächelt. „Wir müssen hinten dicht und im Mittelfeld die Räume eng machen. Nach vorne geht bei uns immer etwas“, nennt Holger Paulus seinen Plan für das Spiel. (gd)

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