Fußball-Kreisoberliga: 5:3 – „OE“ setzt sich erst in Nachspielzeit gegen Haina durch

Sieg dank Bartel und Blank

Jawoll, der Sieg ist sicher: Die Spieler der SG Oberes Edertal bedanken sich beim 4:3-Torschützen Eduard Bartel (links). Nur eine Minute später fällt sogar noch ein weiteres Tor. Foto: Kares

Haina. Die SG Oberes Edertal hat in der Fußball-Kreisoberliga Nord am Samstag einen riesen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. In einem packenden und dramatischen Duell bezwang die Mannschaft von Holger Paulus auf fremden Geläuf die SG Bunstruth/Haina mit 5:3.

Dabei hatte es lange nach einem Sieg für die Heimelf ausgesehen: Bis zur 88. Minute führte Bunstruth mit 3:2, ehe ein Eigentor von Thomas Maurer für den Ausgleich sorgte. Danach brachen alle Dämme und der Gast erzielte in der Nachspielzeit die Siegtreffer. Bunstruths Trainer Keith Möbus war komplett bedient: „Ich kann gar nicht sagen, woran es gelegen hat. Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen und komplett die Ordnung verloren. Ein Punkt hätte uns auf alle Fälle zugestanden.“

In der Tat hatte sein Team alle Trümpfe in der Hand: Die gefährlichere Mannschaft war der Gast, doch Bunstruths Knipser Andrei Moldovan erwischte einen Sahnetag. Doch der Reihe nach. Nach fünf Minuten brachte Hirt die Gäste mit einem Schuss ins lange Eck in Führung (5.). In der Folge verpasste Dithmar mit einem Solo das 0:2 (9.). Dann folgte der Auftritt von Moldovan, der einen direkten Freistoß ins Eck zum überraschenden Ausgleich zirkelte (29.).

Der Gast hatte anschließend gute Chancen zur erneuten Führung doch Hirt (34.), Dithmar (39.) und Em (41.) vergaben. Dann sorgte wieder Moldovan mit einem herrlichen Solo gegen vier Abwehrspieler für das 2:1 vor der Pause (43.).

Nach dem Wechsel wurde es dramatisch: Wieder ließ der Gast eine dicke Chance durch Em liegen (47.) und prompt kam die Bestrafung – wieder Moldovan. Dieses Mal zirkelte er das Leder aus 28 Metern in die lange Ecke (51.). Alles sah nach einem Sieg für die Heimelf aus, dann foulte Maurer völlig unnötig Kurzeknabe im Strafraum und Hirt verwandelte zum 3:2 (57.).

Es war der Knackpunkt im Spiel, fortan drängte der Gast auf den Ausgleich. Nach weiteren vergebenen Chancen hielt das Bollwerk bis zu Maurers Eigentor in der 88. Minute. Dann tauchte Bartel am langen Pfosten aus und schoss in der Nachspielzeit sogar das 3:4 (90. +1), Blank stellte eine Minute später per Konter sogar das 3:5 her (90. +2). Gästetrainer Holger Paulus war nach Spielabpfiff kurz sprachlos, sagte dann: „Dass wir das Ding noch gedreht haben ist wegen der zweiten Halbzeit verdient. Wir spielen aber einfach nicht das, was wir können. Für uns sind die drei Punkte Gold wert, bei einer Niederlage wären wir unten dick dabei gewesen.“

Von Martin Kares

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