Kreisoberliga: Weiteröder bezwingen SG Rotenburg/Lispenhausen in tollem Derby

ESV atmet nach 4:3 auf

Hier schlägt René Steinhauer zum ersten Mal zu: Nach feinem Pass von Maximilian Weber vollstreckt er eiskalt zum 2:2. Die Weiteröder Spieler kommen zu spät. Foto: Walger

Weiterode. Dramatisch, aber fair - und dazu torreich: Dieses Derby ließ die Herzen aller Zuschauer höher schlagen: Mit 4:3 (2:2) besiegte der ESV Weiterode seinen Gast SG Rotenburg/Lispenhausen und verschaffte sich damit mehr Luft im Abstiegskampf. Für die SG dagegen ist der Aufstiegsrelegationsplatz endgültig außer Sichtweite geraten.

Der ESV begann das Derby hoch motiviert und jubelte bereits in der zweiten Minute: Manuel Thalmann schlug einen Freistoß aus gut 35 Metern vor das Tor, Daniel Lingelbach irritierte SG-Keeper Heckel, und der Ball flog ungehindert zum 1:0 ins lange Eck.

Doch damit nicht genug: Als nach einer Flanke von Johannes Noll Torjäger Daniel Lingelbach von SG-Keeper Heckel im Strafraum von den Beinen geholt wurde, verwandelte Florian Yildiz den fälligen Elfer eiskalt zum 2:0 (8.).

Vier Minuten später fiel der nächste Treffer, diesmal allerdings auf der anderen Seite: Nach einem schnellen Konter visierte Maximilian Weber den Pfosten an, Sven Wrzos markierte im Nachschuss den Anschlusstreffer.

Hatten die Gäste in der Anfangsphase Probleme mit der aggressiven Spielweise der Platzherren, so fanden sie nach dem 2:1 immer besser ins Spiel. Trotzdem hätten Daniel Lingelbach und Matthias Grassmann nach Hereingaben von Johannes Noll auf 3:1 erhöhen können.

Auch die nun überlegenen Rotenburger kamen zu Chancen. In der 28. Minute parierte ESV-Keeper Eisel nach einem fulminanten Dropkick von Daniel Stabel. Kurz darauf war er machtlos: Im richtigen Moment spielte Maximilian Weber einen Zuckerpass auf René Steinhauer, der souverän zum 2:2 abschloss (31.).

Weiter am Drücker

Die Gäste blieben auch nach der Pause am Drücker. Sie bauten dank ihres klaren Kombinationsspiels Druck auf und gingen prompt erstmals in Führung; Maximilian Weber legte im Strafraum quer auf René Steinhauer, der setzte die Kugel zum 2:3 ins kurze Eck (49.). Danach taten die Gäste zu wenig für das Spiel. Das nutzten die Weiteröder. Nach einer Blitzkombination donnerte Daniel Lingelbach den Ball erst an den Pfosten, dann an die Latte und schließlich zum 3:3 ins Netz (77.).

Das Spiel wogte hin und her, bis Gästespieler Christoph Treibert mit Gelb-Rot vom Rasen musste (82.). Die Entscheidung fiel durch einen Strafstoß: Der gefoulte Florian Yildiz traf zum 4:3 (88.). Die zweite Ampelkarte gegen die SG - es traf Niklas Richter (88.) - hatte keinen Einfluss mehr.

ESV-Trainer Rainer Noll war auch nach dem Abpfiff noch im Wechselbad der Gefühle gefangen: „Nach 20 Minuten hatte ich gewonnen, nach 50 verloren, nach 80 einen Punkt geholt und nach 90 gewonnen. Die SG hat leichte Fehler bei unseren Treffern gemacht. Wir haben nach unserem 2:0 das Spiel quasi beendet und fast zu spät wieder aufgenommen.“ Sein Gegenüber André Köthe meinte: „Wir haben den ESV das ganze Spiel über am Leben gelassen. Du bist spielerisch besser, gehst in Führung und vergisst die einfachen Pässe zu spielen. Ich bin sauer.“

Von Burghard Hauptmann

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