Fußball-Kreisoberliga: Bene Jaschinski verwandelt Ecke zum Bebraer 2:1-Derbysieg

Ein Tor wie von Basler

Auf gleicher Höhe: FSG Bebras René Baber (schwarz-weißes Trikot) kämpft hier mit Niklas Richter von der SG Rotenburg/Lispenhausen verbissen um den Ball. Foto: Ziermann

Bebra. Benedikt Jaschinski reckte ungläubig beide Arme in die Höhe, fast alle seiner Teamkollegen stürmten wie entfesselt auf ihn zu: Der Kapitän der Kreisoberliga-Fußballer der FSG Bebra hatte gerade den 2:1-Siegtreffer im Derby gegen die SG Rotenburg/Lispenhausen erzielt - und zwar in bester Mario-Basler-Manier mit direkt verwandelter Ecke.

„So ein Tor habe ich noch nie geschossen“, sagte Jaschinski später und grinste. Der Treffer sei aber kein Zufallsprodukt gewesen: „Unser Libero Patrik Schneider hat mich drauf gebracht, die Ecke mit dem Wind im Rücken direkt aufs Tor zu ziehen.“

Mit einem Bebraer Heimsieg war nach der ersten Hälfte nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Nach ausgeglichenem Beginn dominierten die Gäste. Immer wieder brachten sie die Bebraner mit zielstrebig vorgetragenen Angriffen in Bedrängnis. Einziger Schönheitsfehler: Bei René Steinhauers abgefälschtem Schuss in der siebten Minute landete der Ball im Netz.

„In Hälfte eins haben wir genau so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten - aber mit unseren vergebenen Chancen haben wir Bebra am Leben gelassen. Und dann bekommen wir sogar den Ausgleich, wo wahrscheinlich auch die Bebraner nicht wussten, woher der jetzt kam“, ärgerte sich Rotenburgs Spielertrainer André Köthe. Sebastian Nölke traf in der 34. Minute per Außenrist zum 1:1. „Viel länger hätte die erste Halbzeit nicht gehen dürfen. Sonst wären wir wohl mit einem Rückstand in die Pause gegangen“, gab Benedikt Jaschinski zu.

Die zweite Hälfte war vom Kampf geprägt und spielte sich zu großen Teilen im Mittelfeld ab. Die Bebraner agierten nun einen Tick aggressiver, was vor allem SG-Abwehrmann Niklas Richter nicht schmeckte: „Wir waren nicht mehr bissig genug und haben die Konsequenz in den Zweikämpften vermissen lassen. Dass wir dann so ein Tor kassieren, war natürlich trotzdem einfach nur unglücklich. So trifft der Jaschinski den Ball einmal in 1000 Jahren.“

Von einer unverdienten Niederlage sprach André Köthe: „Wir hatten die bessere Spielanlage. Das einzige Manko war, dass wir am Ende das Tor nicht genug gewollt haben.“ Sein Gegenüber Wolfgang Poweleit räumte ein, dass auch ein Remis möglich gewesen wäre. Er sagte aber auch: „Wir haben über 90 Minuten gefightet. Man hat kaum gemerkt, dass uns fünf Stammspieler gefehlt haben. Deswegen haben wir uns die drei Punkte verdient.“

FSG Bebra: Jahn - Reyer, Baber, Woche, Patrik Schneider, Becker, Eisel (71. Berge), Jaschinski, Manuel Schmidt, Engel, Nölke (90. Kesebir)

SG Rotenburg/Lispenhausen: Heckel - Möller, Schumacher, Richter, Schmidt, Gunkel, Hanstein, Wrzos, Weber (75. Heiße), Steinhauer, Treibert (78. Vaupel).

SR: Borschel (Berneburg)

Zuschauer: 180

Tore: 0:1 Steinhauer (7.), 1:1 Nölke (34.), 2:1 Jaschinski (75.)

Von Christopher Ziermann

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