FSG Bebra: Triste Bilanz nach dem Rückrundenstart

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Bebras Trainer: Andreas Gleim beobachtet seine Elf kritisch.

Bebra/Weiterode. Für die Kreisoberliga-Fußballer der FSG Bebra wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Die triste Bilanz seit der Winterpause lautet: ein Sieg, fünf Niederlagen.

Schon ein Punktgewinn auf der heimischen Biberkampfbahn gegen den FSV Hohe Luft wäre ein wichtiger Erfolg. Deutlich entspannter ist die Situation beim Stadtkonkurrenten ESV Weiterode, für den auf eigenem Platz gegen Schlusslicht SG Schenk-lengsfeld/Rotensee/Wippershain ein Sieg Pflicht ist. Anpfiff ist jeweils am Sonntag um 15 Uhr.

„Das wird eine sehr haarige Angelegenheit. Am Sonntag wollen wir mit aller Macht punkten“, kündigt Bebras Trainer Andreas Gleim an. Wesentlich beigetragen zu den schlechten Ergebnissen im neuen Jahr hat die Tatsache, dass neben der eklatanten Abschlussschwäche der FSG-Kicker auch die Abwehr (im neuen Jahr 17 Gegentore in sechs Spielen) nicht mehr in der Form der Hinrunde ist. Vom dritten bis zum 15. Spieltag hatten die Biberstädter ihr Tor quasi vernagelt und ließen nur zwölf Gegentreffer in 13 Spielen zu. So erkämpften sie sich auch bei eigener Torflaute vier 0:0 gegen starke Gegner - vier Punkte, ohne die die FSG Vorletzter wäre.

Diese Defensivstärke muss der Ligazwölfte schleunigst zurückgewinnen „und einfach mal das 1:0 schießen. Das würde uns das fehlende Selbstvertrauen zurückgeben“, sagt Gleim. Das 1:0 auf dem Fuß hatte Niklas Engel gegen Rotenburg, doch anstatt den Ball über den gegnerischen Keeper zu chippen, kam er einige Zehntelsekunden zu spät und verletzte sich schwer am Knie. Sein Ausfall schockte seine Teamkollegen in der Halbzeitpause des Derbys so sehr, dass direkt nach dem Seitenwechsel durch zwei schnelle Gegentore die Niederlage besiegelt war.

Neben dem Verletzungspech nennt Gleim allerdings einen weiteren Grund für die Lage. „Die Verantwortlichen, die Spieler und ich, wir haben alle gesagt, dass wir eine extrem raue Saison vor uns haben. Jetzt wird aus dem Umfeld teilweise eine sehr negative Stimmung an uns herangetragen, die die Spieler schon beeinflusst“, sagt Gleim. Er versuche der Mannschaft klarzumachen, dass die beiden Jungspieler Maher Mahmud und Bile Omar Mohamud existenzielle Krisen durchmachen mussten - der Abstiegskampf sei eine solche nicht.

Für Gleims Kollegen Rainer Noll steht am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den Ligaletzten eine Aufgabe an, „bei der wir nur verlieren können. Alles andere als ein Sieg wäre eine herbe Enttäuschung.“ Noll warnt vor den gegnerischen Offensivkräften Nothbaum und Reinhardt, ist aber auch aufgrund der sich bessernden Platzverhältnisse optimistisch. Beim 2:2 bei Angstgegner Dittlofrod/Körnbach zeigte sein Team „die fußballerisch beste Leistung der Rückrunde. „Das wollen wir auch gegen die sehr körperbetont auftretende SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain fortführen“, fordert Noll.

Von Christopher Ziermann

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