Bebraer Stadtderby endet mit Paukenschlag - Weiterode siegt 6:0

Es geht los: Christopher Hermann (rechts im dunklen Trikot am Boden) drückt den Ball an Freund und Feind vorbei über die Torlinie ins bebraer Gehäuse – 0:1. Im unteren Bild lässt er sich von seinen Mitspielern feiern. Fotos: henkel

Bebra. Schlimmer hätte der Saisonstart für die heimische FSG Bebra kaum kommen können. Im Stadtderby der Fußball-Kreisoberliga gegen den ESV Weiterode setzte es eine deftige 0:6 (0:1)-Pleite, die selbst in dieser Höhe für die Gäste verdient war.

Die Stadtrivalen vom ESV Weiterode zeigten von Beginn an ihre Spielstärke. Kompakt stehend, fand der ESV immer wieder Anspielstationen, weil die Hausherren zu zögerlich in die Zweikämpfe gingen. Nach 29 Minuten hätte es schon 0:3 für die Gäste stehen können. Christopher Hermann rutschte das Leder beim Nachschuss über den Spann (4.), Serkan Kaval, der einen glänzenden Einstand als Neuzugang feierte und nach einem Sololauf nur den Pfosten traf (23.), und Florian Yildiz bei seinem Foulelfmeter an FSG-Keeper Robin Stein scheiterten (29.). Da die FSG immer wieder bei ihren Angriffsbemühungen im ESV-Netz hängen blieb, kam die bis dahin schon überfällige Führung der Gäste. Nach einer Thalmann-Ecke und anschließender Konfusion der FSG-Abwehr drückte Christopher Hermann das Leder zum 0:1 über die Linie (45.).

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Bei einem FSG-Konter segelte das Geschoss von Daniel Kaufmann haarscharf am Lattenkreuz vorbei (51.). Es folgte ein wunderschönes Tor der Gäste: Neuzugang Kerem Kardas zirkelte seinen Freistoß aus spitzem Winkel ins Tordreieck am langen Pfosten (52.) zum 0:2. Geschockt fingen die Hausherren direkt das nächste Tor. Matthias Grassmann erreichte ein Querpass, er zog sofort ab, und das Leder zappelte im FSG-Kasten (56.). Die Gastgeber schienen jetzt völlig von der Rolle. Trotzdem verzeichneten sie nach zu kurzer ESV-Abwehr durch Nikolai Eichhorn einen Lattentreffer (72.). Was folgte, war das 0:4. Neuzugang Pascal Eberlein verstolperte rechts das Leder, Kerem Kardas schnappte es, legte es sich auf den linken Fuß und vollendete flach (74.). Zwei Minuten später machte Kerem Kardas seinen Hattrick perfekt. Wieder nach einer Thalmann-Ecke rutsche FSG-Keeper Stein das Leder durch die Hände, Kardas war zur Stelle und drückte per Kopf zum 0:5 ein (77.). Dem überragenden Spieler auf dem Platz blieb es vorbehalten, das letzte und schönste Tor des Tages zu machen (85.). Ausgehend von der Mittellinie zog er sein Solo an, umkurvte die FSG-Spieler wie Slalomstangen und ließ Keeper Stein auch keine Chance.

FSG: Stein - Reyer, Svitek, Woche, Schneider, Becker, Kaufmann, Jaschinski, Eichhorn (39. Jahn), Eisel (30. Berge), Nölke

ESV: Richter - Bube, Leinhos, Hermann, Agirmann, Freitag, Kardas, Grassmann (68. Eberlein), Kaval, Yildiz, Thalmann

Tore: 0:1 Woche (45.), 0:2 Kardas (52.), 0:3 Grassmann (56.), 0:4 Kardas (74.), 0:5 Kardas (77.), 0:6 Yildiz (85.)

SR: Sonnenschein ( SG Chattengau), Z: 300

Von Burghard Hauptmann

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