Bebraner möchten in Dittlofrod nachlegen - SGW bei Hohe Luft

+
Er lässt sich von keinem leicht abschütteln: Der formstarke Bebraer Abwehrspieler Marcel Woche (links), hier im Zweikampf mit Rotenburgs Matthias Wolf.

Bebra/Wildeck. Sieben Spieltage vor Saisonende ist die FSG Bebra das am stärksten abstiegsgefährdete Team des Altkreis-Quartetts der Fußball-Kreisoberliga.

Ein Dreier käme der Mannschaft von Trainer Andreas Gleim am Sonntag beim Tabellennachbarn SG Dittlofrod/Körnbach deshalb wie gerufen.

Am vergangenen Sonntag hat es durch einen Doppelschlag von Maher Mahmud in der 90. und 93. Minute nach greoßem Kampf zu einem 5:5 gegen den favorisierten FSV Höhe Luft gereicht. „Darauf können wir aufbauen“, sagt Rainer Gleim, der Sportliche Leiter der FSG.

Die tolle Moral der Elf hat auch den kritischen Teil der Anhänger begeistert. Schulterklopfen und Lob hätte es für die Spieler beim Gang in die Kabine gegeben, berichtet Gleim. Dem dreifachen Torschützen Maher Mahmud hat er am Dienstag gleich den Bericht in der HNA gezeigt, in dem der Mann, der eigentlich nur in der Reserve kickt, in Wort und Bild für seinen tollen Auftritt gefeiert wurde. „Er hat sich gefreut und gleich ein Foto von dem Zeitungsausschnitt gemacht“, erzählt Rainer Gleim.

Der Sportliche Leiter der FSG Bebra hofft, dass die Leistung gegen Hohe Luft eine Initialzündung sein wird: „Wenn wir so weitermachen, dann holen wir die zum Klassenerhalt nötigen Punkte.“ Gelingt in Dittlofrod ein Dreier, dann würden die Bebraner ihren Widersacher in der Tabelle überholen.

Die personelle Lage aber bleibt so angespannt wie am vergangenen Wochenende. Besonders bitter ist, dass Niklas Engel für den Rest der Saison wegen seines Innenbandanrisses ausfällt. „Zum Glück ist das Band nicht gerissen“, sagt der Pechvogel. So komme er wenigstens um eine Operation herum.

Lulzim Mustafi kehrt am Sonntag wahrscheinlich noch nicht ins Team zurück. Wegen seiner Entzündung im Knie war er im Krankenhaus, die Ärzte dort konnten ihm aber nicht weiterhelfen. Vor einer Diagnose muss die Schwellung zurückgehen,

Auch die SG Wildeck steckt noch im Abstiegskampf. Der 6:0-Kantersieg über die enttäuschende SG Rotenburg/Lispenhausen am vergangenen Wochenende hat aber nicht nur drei Punkte aufs Konto gebracht, er könnte auch ein echter Befreiungsschlag sein.

Denn dieser Erfolg war gut fürs Selbstvertrauen. Und davon kann die SGW am Sonntag ab 15 Uhr beim FSV Hohe Luft jede Menge gebrauchen. Die Gastgeber sind individuell stark besetzt, schwanken allerdings auch in ihren Leistungen.

Beispiel für die SG Wildeck 

Dass man gegen sie das zum Punkten nötige Glück erzwingen kann, hat die spielerisch unterlegene FSG Bebra den Wildeckern vorgemacht. Kam zum Beispiel der brandgefährliche Emmanuel Crawford in die Nähe ihres Tores, dann bissen sich meist zwei Gegner an ihm fest. Die Hohe Lufter waren trotzdem in der Lage, sich dicke Chancen zu erarbeiten. Allerdings offenbarten sie Abschlussschwächen. Was ihren Trainer Martin Heß mächtig aufbrachte. Als ein Spieler dann auch noch Richtung Bank meckerte, man solle von außen nicht für Unruhe in den eigenen Reihen sorgen, platzte Heß der Kragen. Sinngemäß brüllte er aufs Feld: Ihr habt doch nur große Fressen. Schießt lieber mal den Ball ins Tor. Der Wutausbruch war durchaus nachvollziehbar. Die Wildecker sollten aber lieber nicht darauf bauen, dass die Hohe Lufter sich wieder solche Blößen geben werden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.