Fußball-Kreisoberliga: Eine kleine Zwischenbilanz nach der ersten Saisonhälfte

Nur SGW bereitete Sorgen

Zog die Handschuhe häufiger aus, weil er bei der FSG Bebra als Stürmer gefragt war: Patrick Jahn, der eigentlich seinen Platz im Tor hat. Foto: Walger

Rotenburg. In der Fußball-Kreisoberliga ist die erste Saisonhälfte vorbei. Und ein Blick aufs Wetter lässt es fraglich erscheinen, ob am Wochenende viele weitere Spiele absolviert werden können. Deshalb ist die Zeit günstig für eine Zwischenbilanz.

Der Aufstiegskampf bringt in dieser Saison so gar keine Spannung: An der Tabellenspitze zieht die SG Eiterfeld/Leimbach einsam ihre Kreise, um den Relegationsplatz duellieren sich die SG Aulatal und die FSG Hohenroda.

Völlig überraschend stellte die FSG Bebra zwischenzeitlich nach einer tollen Serie von fünf Siegen in Folge den Anschluss zu den Topteams her. Doch danach folgten acht Auftritte ohne dreifachen Punktgewinn. Nun haben sich die Bebraner im breiten Mittelfeld der Liga angesiedelt. Zwischen Rang vier und Rang elf liegen nur vier Punkte Differenz.

Im Lager der FSG ist man nicht unzufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. „Wir haben auch in den letzten Wochen, obwohl wir nicht gewonnen haben, immer wieder toll gekämpft und uns einige Unentschieden gegen starke Teams hart erkämpft“, blickt der Sportliche Leiter Rainer Gleim zurück.

Hat Hand und Fuß

Das ist unter anderem ein Verdienst des erst im Juli neu verpflichteten Trainers Andreas Gleim. Die Analysen seines Namensvetters hätten Hand und Fuß, und die Spieler seien willig, an ihren Fehler zu arbeiten, sagt Rainer Gleim. Arbeiten muss der Trainer allerdings mit einem kleinen Kader, der zudem in den vergangenen Wochen immer wieder stark dezimiert war. Keeper Patrick Jahn hilft immer wieder als Feldspieler aus.

Ein Knipser fehlt

In der Offensive fehlt es dem Tabellenzehnten an einem echten Knipser: Zwölf Saisontreffer sind die mit Abstand schlechteste Ausbeute der Liga. „Wir bräuchten jemanden, der einfach mal draufhaut, ohne nachzufragen. Natürlich schauen wir uns da in der Winterpause um“, bestätigt Gleim.

Die Bebraner sollen am Sonntag ab 14.45 Uhr Abstiegskandidat SC Soisdorf empfangen. Rainer Gleim gibt ohne zu zögern einen Sieg zum Ziel aus. Vorteil für die FSG: Die Reserve ist spielfrei, was die Personalplanungen erleichtert.

Drei Punkte vor den Bebranern rangiert der ESV Weiterode auf Platz vier. „Die Abstiegszone ist weit weg, das sieht gut aus. Wenn wir von den beiden Spielen vor der Winterpause noch eins gewinnen, hätten wir 26 Punkte. Damit wäre ich absolut zufrieden“, sagt ESV-Trainer Rainer Noll. Für die Weiteröder wäre der ein oder andere Punkt mehr drin gewesen - doch um mit den Spitzenteams der Liga mitzuhalten, sei die Mannschaft noch nicht eingespielt genug, stellt Noll fest.

Die Weiteröder legten einen tollen Saisonstart hin, ab Oktober gab es dann allerdings nur noch einen Sieg zu bejubeln. Auch gegen die FSG Hohenroda hängen die Trauben hoch, falls morgen ab 16 Uhr in Weiterode gespielt werden kann. „Wir brauchen einen guten Tag, um zu punkten“, weiß Noll.

Von Christopher Ziermann

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