Vorm Derby gegen FSG Bebra muss Köthes Elf beim Aufstiegskandidaten ran

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Engagiert, aber zerfahren: So führten die FSG Bebra (dunkelrote Hemden) und die SG Rotenburg/Lispenhausen Anfang Oktober das erste Kreisderby dieser Saison, das 0:0 endete. Vielleicht fallen ja am Sonntag im zweiten Duell Tore.

Rotenburg. Beim Fußball-Kreisoberligisten SG Rotenburg/Lispenhausen ist die Vorfreude auf den Vergleich mit dem Nachbarn groß. Der Gast wäre mit einem Punkt zufrieden.

„Für uns ist es definitiv das wichtigste Derby“, stellt Florian Goetzke vom Fußball-Kreisoberligisten SG Rotenburg/Lispenhausen klar. Sein Team empfängt am Sonntag um 15 Uhr auf dem Rotenburger Wittich die FSG Bebra zum Nachbarschaftsduell.

Auf beiden Seiten kann man mit den Auftritten im neuen Jahr noch nicht so recht zufrieden sein - ein Derbysieg täte da gleich doppelt gut. Bereits am heutigen Freitag treten die Rotenburger beim Tabellenzweiten FSG Hohenroda an. Anpfiff wird um 19 Uhr in Mansbach sein.

Die Elf von SG-Trainer André Köthe, die in der vergangenen Saison lange ganz oben dabei war und großen Abstand zum Tabellenmittelfeld aufwies, läuft in dieser Spielzeit nach wie vor ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Es fehlt an Konstanz: Nach den beiden tollen Siegen gegen die starken Teams aus Weiterode und Aulatal folgten eine deutliche Auswärtspleite auf der Hohen Luft und das desaströse 0:8 bei Asbach II. „Das war ein ganz schöner Schock. Und für unsere junge Mannschaft ist so eine Klatsche auch nicht ganz so leicht zu verdauen“, berichtet Rotenburgs Sechser Florian Goetzke, der seine Kameraden in diesen Spielen als Kapitän angeführt hatte.

Neben dem langzeitverletzten etatmäßigen Spielführer Felix Schumacher fehlte zuletzt auch dessen Stellvertreter Niklas Richter verletzt. Er wird am Wochenende aber wohl wieder fit sein - ein Grund mehr für die SG, ab sofort nur noch nach vorne zu schauen.

„Hohenroda kommt aus der Gruppenliga. Sie werden das Spiel machen, aber das kommt uns eigentlich immer entgegen. Die haben zuletzt geschwächelt, also wollen wir da auch punkten. Wir müssen den Schalter am Freitag wieder umlegen“, fordert Goetzke. Allerdings muss der LigaNeunte beim Tabellenzweiten auf die beruflich verhinderten Niclas Schögin, Christian Orth und Jan Hanstein verzichten.

Alle drei sind beim Derby am Sonntag dann aber mit an Bord, und deswegen lässt ihr Mannschaftskollege Goetzke auch keinen Zweifel daran, was er von sich und seinem Team erwartet: „Da sind nur drei Punkte ein Erfolg. Das Unentschieden im Hinspiel war eindeutig zu wenig. Wir sehen uns vom Potenzial her vor Bebra, das wollen wir auf dem Platz zeigen.“ Dabei hoffen die Rotenburger, dass der formstarke Stefan Künzl trotz Oberschenkelproblemen das Tor hüten kann. Dass der Lokalrivale sich selbst prinzipiell höher einschätzt, „das will ich mal nicht kommentieren“, sagt Bebras Kapitän Benedikt Jaschinski mit einem Augenzwinkern, räumt aber ein: „In der Breite sind sie sicherlich besser besetzt als wir.“

Für die Biberstädter sei das Aufeinandertreffen mit der Nachbarstadt zwar nicht das Derby schlechthin, stehe aber auf einer Stufe mit dem Stadtduell gegen Weiterode, so der FSG-Kapitän. „Ich selbst habe ja aber gegen viele der jungen Rotenburger noch gar nicht so oft gespielt, da ist die Rivalität jetzt nicht so ein Riesenthema“, schränkt Jaschinski ein. Er ist angeschlagen und rechnet rechnet, dass sein Team wieder drei, vier Ausfälle verkraften muss. Auf jeden Fall soll der Fokus auf einer stabilen Abwehr liegen. „Mit einem Unentschieden könnten wir leben“, sagt er.

Von Christopher Ziermann

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