Fußball-Kreisoberliga: FSG Bebra und SG Rotenburg/Lispenhausen trennen sich torlos

Derby ohne rechte Würze

So eng wie dieses Kopfballduell war auch das Spiel: Beim 0:0 im Derby kämpfen hier Marcel Woche von der FSG Bebra (links) und Aarne Detlefsen von der SG Rotenburg/Lispenhausen um den Ball. Foto: Walger

Bebra. Der mit Spannung erwartete Altkreis-Klassiker mutierte zu einer Nullnummer. Die FSG Bebra trennte sich im Heimspiel der Fußball-Kreisoberliga von der SG Rotenburg/Lispenhausen 0:0.

Während die Gäste wieder keinen Dreier einfahren konnten und weiterhin im Mittelfeld festhängen, versäumte es die FSG, mit einem solchen näher an die Spitze der Liga heranzurücken.

Die Begegnung litt von Anfang an darunter, dass bei der Heimelf einige Spieler angeschlagen waren und den Gästen fünf Stammkräfte fehlten. Zu allem Überfluss musste Bebras Kapitän Benedikt Jaschinski wegen einer wieder aufbrechenden Verletzung bereits in der zwölften Minute den Platz verlassen - eine entscheidende Schwächung seines Teams.

Das Derby begann bedächtig und zerfahren. Tempo kam selten auf, viele Aktionen blieben Stückwerk. Die erste nennenswerte Szene für die Platzherren entstand durch einen Freistoß von Patrik Schneider. Der Ball sprang unberührt im Strafraum auf und flog haarscharf über den Querbalken (31). Ein erneuter Freistoß des gleichen Spielers knallte kurz danach gegen den Pfosten (34.), doch der Schiedsrichter hatte zuvor gepfiffen.

Die besten Chancen für die Gäste in der gesamten Partie vergaben Isak Bilalli, der ein glänzendes Zuspiel von Maximilian Weber verstolperte (42.), und Maximilian Weber selbst, als er nach einem tollen Solo den FSG-Kasten knapp verfehlte (44.).

Wirklich knackige Torraumszenen blieben aber in Hälfte eins aus. Zu Beginn des zweiten Abschnittes bemühten sich beide Teams, ihre Spielzüge zu beschleunigen, was dann zulasten der Genauigkeit ging. Maximilian Weber kurbelte das Rotenburger Spiel immer wieder an, was den kränkelnden FSG-Coach Andreas Gleim an der Linie fast verzweifeln ließ. Nach einer Konfusion in der FSG-Abwehr schoss Isak Bilalli über den Kasten (53.). Im Gegenzug hätte Michal Kara mit einem herrlichen Seitfallzieher fast die FSG-Führung erzielt (54.).

Alarm im Strafraum

In der 73. brannte es erneut im Rotenburger Strafraum: Nach einer Engel-Flanke rutschte Tobias Berge frei vor dem Kasten am Ball vorbei. Das Derby blieb auch danach umkämpft, war aber nichts für Fußball-Ästheten. Irgendwie fehlte auch die nötige Dynamik. Der letzte Höhepunkt: Hendrik Becker zog aus 30 Metern ab, zielte aber etws zu hoch (85.).

FSG-Coach Andreas Gleim stellte nach dem Abpfiff fest: „Wegen unserer vielen angeschlagenen Spieler wurde die SG zum schweren Gegner. Wir hatten zu wenige gefährliche Aktionen und bekamen dann den Ball nicht über die Linie.“

Stefan Huhn, der gemeinsam mit Thomas Brandau Gästetrainer André Köthe vertrat, sagte: „Wir haben heute trotz der vielen Ausfälle taktisch gut gespielt. Der Einsatz meiner Leute war top, und wir hatten die besseren Torchancen.“

FSG Bebra: Stein – Woche, Eisel (86. Jahn), Becker, Berge (32. Kara), Jaschinski (12. Eichhorn), Engel, Nölke, Schneider, Mustafi, Reyer

SG Rotenburg/Lispenhausen: Heckel – Richter, Möller, Schmidt, Schumacher, Götzke, Brand (81. von Kintzel), Wrzos (84. Detlefsen), Detlefsen (32. Bilalli), Orth, Weber

SR: Felix (VfL Verna-Allendorf); Z: 350

Von Burghard Hauptmann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.