Ein Derby als Top-Spiel

Der Fünfte, die SG Wildeck, gastiert beim Primus in Rotenburg

Dieses Kopfballduell könnte am Samstag eine Neuauflage erfahren: In dieser Szene aus der Hinrunden-Begegnung kämpfen Wildecks Christian Winter (weißes Hemd) und Rotenburgs Felix Schumacher um den Ball. Foto: Ziermann

Rotenburg. Spitzenspiel und Derby in einem: Die Kreisoberliga-Fußballer von Tabellenführer SG Rotenburg/Lispenhausen empfangen am Samstag um 14.45 Uhr die derzeit fünftplatzierte SG Wildeck.

Deren Trainer Sandro Mohr rechnet mit einer interessanten Partie: „Ich freue mich auf Samstag. Rotenburg hat ein junges, frisches Team. Und wir können da voll mithalten. Das wird laufintensiv, der Boden wird tief sein, alles ist hergerichtet für ein Derby.“

Sein Rotenburger Gegenüber André Köthe war zuletzt auch als Spielertrainer gefragt. Geplant war das so nicht. Doch als einige Akteure ausfielen, darunter mit Jan Hanstein und Florian Goetzke zwei Schlüsselspieler aus dem defensiven Mittelfeld, konnte Köthe (41) mit seiner Erfahrung auch auf dem Platz helfen - obwohl er selbst im offensiven Mittelfeld spielt.

„Wir sind normalerweise aber nicht auf mich als Spieler angewiesen, und das ist auch gut so. Wenn ich aber bei Personalmangel mal 20 oder 30 Minuten auf dem Platz mehr zum Sieg beitragen kann als von der Seitenlinie aus, dann mache ich das.“ Im Derby am Samstag fehlen mit Florian Weber, Sven Wrzos und Christoph Treibert diesmal wohl nur noch drei Spieler aus Köthes 18-Mann-Kader.

An den 1:0-Hinspielsieg, den Köthe mit seiner Elf am ersten Spieltag in Wildeck feiern konnte, hat der SG-Trainer gute Erinnerungen: „Da haben wir taktisch super agiert. Am Samstag rechne ich aber mit einer stärkeren Wildecker Mannschaft.“ Was der neue SGW-Trainer Sandro Mohr seit Saisonbeginn geleistet habe, sei aller Ehren wert. Mannschaft und System würden funktionieren. „Alle Achtung, in Wildeck hat sich definitiv was getan“, zollt Köthe Respekt.

Zweitbester Angriff

Dass die SGW zuletzt zweimal verloren hat, schmälere die seit Wochen konstant guten Leistungen nicht. Vor allem die Offensive - mit 44 Toren die zweitbeste der Liga - sei kaum auszurechnen. Aber: „Wir stehen ganz oben und erwarten durchaus ein paar Zuschauer zu dem Spiel. Natürlich wollen wir unbedingt gewinnen“, macht Köthe klar. Seine Rotenburger haben übrigens erst 31 Tore erzielt, dafür aber mit nur 20 Gegentreffern eine umso stärkere Abwehr vorzuweisen.

Auch SGW-Trainer Sandro Mohr hat sich schlaugemacht, was seinen Kontrahenten angeht. Er weiß: „Steffen Kanngießer hat zum Beispiel schon oft getroffen, obwohl er gar nicht immer spielt.“ Er sieht die Rotenburger als einen schwer ausrechenbaren Gegner an. Mohr hält es aber ohnehin für falsch, sich zu sehr auf einzelne Spieler des Gegners einzuschießen.

Damit fährt er gut. Sein zu Saisonbeginn ausgegebenes Ziel, zunächst einmal den Klassenerhalt zu sichern, konnte er mittlerweile nach oben korrigieren. „Wir haben gezeigt, dass wir zu den ersten Fünf der Liga gehören können. Gegen Rotenburg erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe. Einen Punkt wollen wir auf jeden Fall holen.“ Im Hinspiel sei der Gegner cleverer gewesen, sagt Mohr, doch mittlerweile sei sein Team besser eingespielt.

Von Christopher Ziermann

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