Fußball-Kreisoberliga

Ein Standard entscheidet gegen ESV Hönebach

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Dicke Luft im Hönebacher Strafraum: Die Aulataler (in Weiß) setzen den ESV mächtig unter Druck. 

Hönebach. Nach dem verlorenen Heimspiel gegen die FSG Bebra ließ der ESV Hönebach gegen die SG Aulatal in der Fußball-Kreisoberliga den nächsten Dreier liegen und unterlag mit 0:1 (0:0).

Während die Aulataler ihre Tabellenführung festigten, hat der ESV vorerst den Kontakt zur Spitze verloren.

Ohne sechs Stammspieler, darunter vier Langzeitverletzte, musste sich ESV-Coach Tino Jäger taktisch einiges einfallen lassen. Die Gäste begannen mit einer Dreier-Abwehrkette und dadurch Übergewicht im Mittelfeld.

Kompakte ESV-Abwehr

So hatten sie auch die erste Torchance. Sergej Boka war allein durchgebrochen, wurde aber im letzten Moment von Moritz Kreuzberg vom Ball getrennt (5.). Da die ESV-Abwehr kompakt stand, in der Nachwuchsmann Finnian Waap auf der linken Seite eine starke Partie zeigte, konnten die Gäste ihre Überlegenheit nicht nutzen. Der ESV befreite sich vom Druck der Gäste, konnte aber nach einer Wollenhaupt-Ecke das Leder aus dem Strafraumgewühl nicht im Kasten unterbringen (16.).

Wollenhaupts Freistoß

Den ersten Aufreger brachte die 20. Minute. Ein fulminanter Wollenhaupt-Freistoß klatschte an die Latte. Zwischen der 30. und 38. Minute drückten die Gäste, und die ESV-Spitzen sahen das Gästetor nur aus der Ferne. Trotzdem ergab sich für die JägerSchützlinge eine dicke Konterchance. Tim Schwarz hatte die Möglichkeit, doch wurde ihm das Leder vom Fuß geangelt (38.).

Nach 41 Minuten flankte Schwarz von rechts flach in die Mitte, aber Marcel Katzmann hatte seine Direktabnahme etwas zu hoch angesetzt. Kurz vor dem Pausenpfiff rettete ESV-Keeper Nils Katzmann seinem Team das 0:0, als er den Flachschuss von Paul Kozik glänzend entschärfte (45.).

Im zweiten Abschnitt nahmen sich beide Teams im Auslassen von Chancen nichts. Aulatals Torjäger Daniel Schwarz scheiterte wie Hönebachs Fabian Budesheim (Lattenkreuz) und Marcel Katzmann. So musste ein Standard entscheiden: Nach einem Eckball verlor die ESV-Abwehr Torjäger Daniel Schwarz aus den Augen, und dessen wuchtiger Kopfball landete in den Maschen zum 0:1 (76.).

„Emotionales Spiel“

Obwohl der ESV jetzt auf den Ausgleich drängte, hatten die Gäste noch zwei, drei Möglichkeiten, das Resultat auf 2:0 zu stellen, nutzten sie jedoch nicht.

ESV-Trainer Tino Jäger haderte: „Es war ein glücklicher Sieg der Gäste. Es ist bitter für uns, weil wir mehr verdient hätten. So musste ein Standard das Spiel entscheiden.“ Sein Gegenüber Ernest Veapi kommentierte: „Es war ein emotionales Spiel auf einem schlechten Platz. Wir sind froh, gewonnen zu haben.“

ESV: N. Katzmann – Leszczynski (79. Kleinschmidt), Ehmer, Kreuzberg, Störl, Zilch, T. Schwarz, Wollenhaupt, M. Katzmann, Budesheim, Waap

SG: Lepper – Schreiber, Georg, Steffen, Honstein (26. Müller), Weber, Boka (90.+4 Honstein), D. Schwarz (83. Richardt), Hahl, Kozik (89. Rehbaum).

SR: Möller (JFV Hünfelder Land) Z: 100

Tor: 0:1 D. Schwarz (76.)

Von Burghard Hauptmann

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