Fußball-Kreisoberliga

ESV Weiterode steht am Wochenende zweimal unter Zugzwang

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Die Neuauflage des Stadtderbys steht an: In dieser Szene aus dem letzten Vergleich im Mai kämpfen Bebras Martin Silbermann (links) und Weiterodes Matthias Grassmann um den Ball. Foto: 

Bebra. „Wir haben zweimal nicht schlecht gespielt. Aber wir haben zweimal verloren und noch keine Punkte“, sagt Andreas Rygula, der Trainer des Fußball-Kreisoberligisten ESV Weiterode.

Damit ist klar: Im heutigen Heimspiel gegen Spitzenreiter FSG Bebra (19 Uhr) und am Sonntag in Neukirchen soll Zählbares her. „Sonst wächst der Druck“, weiß der Coach.

Auf das 0:1 in Dittlofrod folgte das etwas unglückliche 1:2 auf eigenem Platz gegen den ESV Hönebach. „Da hatten wir in der ersten Halbzeit viele Chancen, wir konnten sie aber nicht nutzen. Und als Yakub Eskin die Rote Karte gesehen hatte, ging bei uns in den letzten 20 Minuten in Unterzahl die Linie verloren“, sagt Rygula. Und: „Wir müssen jetzt versuchen, die Stimmung hochzuhalten. Wir haben viel investiert, stehen aber ohne Ertrag da. Das ist nicht einfach.“

Zumal die Bebraner heute zu gerne eine Rechnung begleichen würden. Denn in der Schlussphase haben die Weiteröder ihrem Nachbarn durch einen 1:0-Erfolg in Bebra die Meisterschaft vermasselt. „Das haben die bestimmt nicht vergessen“, ahnt Rygula.

Er hält viel von den Bebranern, gerade auch von ihren Flügelflitzern Mehmet Yigit und Fisnik Perteshi. „Sie haben eine gute Struktur in ihrer Mannschaft. Sie spielen gefährlich über ihre beiden Außen. Und Bekim Mustafis individuelle Klasse ist ja bekannt. Da müssen wir aufpassen, mutig nach vorne spielen und unsere klaren Chancen auch reinmachen“, stellt Andreas Rygula fest.

Personell ist es beim ESV nicht zum Besten bestellt. Yannick Gilga, Florian Yildiz und Manuel Pfau fehlen beruflich bedingt, Yakub Eskin ist gesperrt, Sven Wrzos im Urlaub. Florian Rabe befindet sich nach seiner langen Verletzungspause im Aufbau. Mit seinem Comeback wird im Herbst gerechnet.

Andreas Rygula hofft, dass bei Jan-Luca Schwachheim der Knoten platzt: „Er arbeitet viel und kann sich hoffentlich jetzt dafür mal belohnen. Bisher fehlte ihm im Abschluss das Glück.“

Während der ESV Weiterode Vorletzter ist, grüßt Gast FSG Bebra von Rang eins. „Das Tabellenbild hat aber noch keine allzu große Aussagekraft. Jetzt kommen zwei Gegner auf uns zu, die eine andere Hausnummer darstellen“, sagt Bebras Spielausschussvorsitzender Frank Lecke.

Er weiß auch: „Die Weite-röder haben die große Chance, sich durch einen Sieg über uns zu rehabilitieren. Wir werden mit aller Kraft dagegen ankämpfen müssen.“ Und das mit fast voller Kapelle. Nur Routinier Bene Jaschinski und Trainer Andjelko Urosevic werden das Derby wegen Urlaubs verpassen.

Woche wieder am Start

Gut ins Rollen gekommen ist nach langer Verletzungspause Marcel Woche, auch wenn er noch nicht bei 100 Prozent ist. Er hat gegen Dittlofrod erstmals wieder eine Halbzeit gespielt. Als Sechser hat er seine Sache gut gemacht, lobt Frank Lecke.

„Zwei Auswärtsderbys an einem Doppelspieltag - das ist hart“, sagt er. Denn am Sonntag muss die FSG beim ESV Hönebach ran. „Die Hönebacher sind seit Jahren mit uns auf Augenhöhe. Meistens sind die Spiele zwischen uns attraktiv und torreich. Keiner mauert“, freut sich Lecke schon auf dieses Duell.

Der letzte Vergleich fand im Mai in Hönebach statt. Die FSG siegte dort 4:2, dämpfte damit die Aufstiegshoffnungen des ESV empfindlich. Am Ende verpassten berkanntlich beide Mannschaften den Sprung in die Gruppenliga.

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