Nichtabstieg frühzeitig klarmachen

„Müssen uns vor niemandem verstecken“: SG Gudegrund/Konnefeld will die Kreisoberliga aufmischen

Trainer Steffen Leinhos (links) und Co-Trainer Lars Schmidt (rechts) präsentieren Gudegrunds Neue: Steffen Heinzeroth (links) und Noah Kliebisch.
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Trainer Steffen Leinhos (links) und Co-Trainer Lars Schmidt (rechts) präsentieren Gudegrunds Neue: Steffen Heinzeroth (links) und Noah Kliebisch.

Es war der größte Erfolg der Vereinsgeschichte im vergangenen Jahr. Die Fußballer der SG Gudegrund/Konnefeld schafften den Aufstieg in die Kreisoberliga. Nach zwölf Partien belegte das Team den zwölften Tabellenplatz, dann wurde die Saison abgebrochen. Nun wagen Trainer Steffen Leinhos und sein Team einen neuen Anlauf und zeigen sich vor dem Saisonstart am kommenden Wochenende recht zuversichtlich.

Niedergude/Konnefeld – „Der Ehrgeiz ist groß, die Kreisoberliga aufzumischen“, betont Leinhos, der im September vergangenen Jahres das Amt des Cheftrainers bei der Spielgemeinschaft übernahm. „Wir müssen uns vor niemanden verstecken, müssen aber auch in jedem Spiel über die hundert Prozent gehen.“

Einen großen Vorteil sieht Leinhos bei seinem Team darin, dass sich der Kader im Vergleich zur vergangenen Saison nur geringfügig verändert hat. Zwei Neuzugängen stehen mit Patrick Albrecht, André Gerharz, Kevin Gipper und Kevin Jäger (alle TSV Baumbach) vier Abgänge gegenüber, wobei Gipper und Jäger eher zum Aufgebot der SG-Reserve zählten. Bereits im Winter verließ Thorben Bämpfer das Team ebenfalls in Richtung Baumbach.

Verstärkung für das zweite Jahr in der Kreisoberliga bekommen die Gudegrunder vom jungen Abwehrspieler Noah Kliebisch (JSG Alheim) sowie Stürmer Steffen Heinzeroth (SG Haselgrund/Breitenbach). Der 18-jährige Kliebisch ist in der anstehenden Spielzeit gleich doppelt gefordert. Während Leinhos den Heinebacher, der in der Vorbereitung fast jedes Spiel absolvierte, fest für die Kreisoberliga eingeplant hat, soll der Defensivakteur weiterhin auch für die A-Jugend der JSG Alheim auflaufen. „Er hat Bock und zieht gut mit“, zeigt sich Leinhos zuversichtlich. Einzig an die Automatismen und das Niveau der Kreisoberliga, was die Schnelligkeit und Taktik anbelangt, müsse sich der junge Neuzugang noch gewöhnen.

Der kleine Kader, der 17 Spieler umfasst, ist Leinhos nur ein kleiner Dorn im Auge. „Das ist eigentlich zu wenig für die Kreisoberliga“, gibt der Coach zu. Wichtig sei es deshalb vom Verletzungspech verschont zu bleiben. Auf der anderen Seite hebt der Trainer die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Spieler, die im vergangenen Jahr den Kürzeren gezogen haben, ziehen in diesem Jahr voll mit“, sagt Leinhos, unter anderem mit Blick auf Pascal Schäfer, der den Coach positiv überraschte. „Er kam in der vergangenen Saison nur selten in der ersten Mannschaft zum Einsatz und hat jetzt, von der Performance her, einen guten Sprung gemacht“, erklärt Leinhos. „Das macht Spaß.“

Mit der Vorbereitung ist Gudegrunds Trainer generell sehr zufrieden. „Die Jungs zeigen viel Spannung und Konzentration in den Trainingseinheiten und ich muss wenig hinter den Leuten herlaufen“, sagt Leinhos, dem in Lars Schmidt, der auch noch auf dem Platz gebraucht wird, ein Co-Trainer zur Seite steht. Gute Ansätze hat der Coach auch in den Freundschaftsspielen und den Begegnungen im Pokal gesehen, vor allem beim 3:2-Erfolg gegen Friedlos und bei der knappen 1:2-Niederlage im Pokal gegen Gruppenligist SG Aulatal. „Da haben wir ein richtig gutes Spiel gezeigt. Man hat den Klassenunterschied gemerkt, aber das Team hat nie aufgesteckt“, resümiert Leinhos, der als Zielsetzung den Klassenerhalt ausgibt. Für ganz vorne hat Leinhos in diesem Jahr Niederaula/Kerspenhausen, Bebra, Wildeck und Neuenstein als Favoriten auf dem Zettel.

„Wir wollen frühzeitig den Nichtabstieg klarmachen“, sagt Gudegrunds Coach. Dafür sei es wichtig, gleich zu Beginn die Punkte gegen die vermeintlich schwächeren Gegner mitzunehmen. Das gilt, wenn möglich, auch für das Auftaktspiel vor heimischer Kulisse gegen den FSV Hohe Luft, die Leinhos wegen der zahlreichen Neuzugänge als Wundertüte bezeichnet. Und genau wegen dieser Umstellungen wittert Leinhos auch die Chance auf den ersten Punkt der Saison. (Alicia Kreth)

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