Fußball-Kreisoberliga

ESV Hönebach holt zweiten Saisonsieg gegen ESV Weiterode

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Dicke Luft vorm Weiteröder Tor: Keeper Witold Sabela kann von den angreifenden Hönebachern (in Blau) klären. Diese jubelten dennoch am Ende der Partie über den Dreier. 

Weiterode. Im seinem ersten Saisonheimspiel in der Fußball-Kreisoberliga unterlag der ESV Weiterode dem ESV Hönebach unglücklich mit 1:2 (0:0).

Er steht weiterhin ohne Punkte da, während sich die Gäste mit voller Punktzahl an der Tabellenspitze einnisten. Es herrschte von Anfang an Derbycharakter: hart, aber fair, mit Nickligkeiten. Das Nachwuchstalent des ESV Weiterode, Luca Schwachheim, hatte die erste Weiteröder Chance, doch Hönebachs Keeper Nils Katzmann hielt seinen Rechtsschuss (2.) Die Rygula-Elf wirkte am Anfang giftiger, und nach einem Steilpass von Sven Wros auf den wieselflinken Schwachheim rasierte dessen Schuss fast den Außenpfosten des langen Ecks (19.).

Unerklärlich, warum die Weiteröder danach nur noch sporadisch in den Angriffsmodus kamen – die Hönebacher hatten jetzt Feldvorteile. Nach einem Wollenhaupt-Freistoß hielt Weiteröders Keeper Witold Sabela mit einer Glanzparade sein Team im Spiel (38.).

Der zweite Abschnitt begann rasant. Kurios der Führungstreffer der Rygula-Elf. Nach einem dicken Abwehrfehler der Hönebacher kam Luca Schwachheim an den Ball, gab weiter auf Kerem Kardas, und der knallte das Leder an die Latte. Den Abpraller schob Wrzos überlegt ein (48.).

Kurze Zeit später fiel der Ausgleich. Schwachheim verlor im Mittelfeld das Leder, Tim Schwarz wurde mit einem Steilpass auf die Reise geschickt, und sein Flachschuss landete unhaltbar im langen Eck (54.). Elf Minuten später schwächte sich die Heimelf selbst. Abseits des Geschehens beging Yakub Eskin eine Tätlichkeit und erhielt die Rote Karte (65.).

Anschließend ließen beide Teams den bedingunglosen Zug nach vorn vermissen. Das Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hätte, wurde durch einen Lucky Punch entschieden. Marcel Katzmann zirkelte seinen Freistoß so genau, dass Weiterodes Keeper Sabela das Leder nur noch an den Innenpfosten lenken konnte, von wo es ins Netz sprang (89.). Völlig unnötig die anschließenden Scharmützel zwischen beiden Teams, die der Schiedsrichter auch schnell unterband.

„Nach der Roten Karte haben wir den Faden verloren. Nach dem 1:0 müssen wir das zweite Tor machen“, resümierte Weiterodes Trainer Andreas Rygula, während sein Gegenüber Tino Jäger zufrieden war: „Von der Moral her ist es ein verdienter Sieg. Wir wollten ihn einfach mehr. Außerdem wurde uns ein klarer Elfmeter verweigert.“

Weiterode: Sabela – Pfau (25. Schade), Schumacher (63. Kaval), Eskin, Grassmann, Schwachheim, Kardas, Wrzos, Bernt, Yildiz, Thalmann (74. Schade)

Hönebach: N. Katzmann – Herbig, Morgun, Ehmer, Böttcher, Stoerl (68. Waap), Zilch, Schwarz, Wollenhaupt, M. Katzmann, Budesheim

Tore: 1:0 Wrzos (48.), 1:1 Schwarz (54.), 1:2 M. Katzmann (89.)

SR: Kranz (Philippsthal), Z: 350

Von Burghard Hauptmann

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