Fußball-Kreisoberliga: Im Derby gegen Weiterode nimmt Wildecks Krämer Abschied

Goldene Ananas mit Reiz

Lang ist’s her: Nach dem heutigen Derby gegen Weiterode will Wildecks langjähriger Kapitän André Krämer die Fußballschuhe an den Nagel hängen. Dieses Bild ist 13 Jahre alt und stammt aus seiner ersten Saison für die SG Wildeck. Zuvor war André Krämer für die SG Richelsdorf/Süß am Ball gewesen. Foto: Walger

Richelsdorf. Vorhang auf für das letzte Altkreis-Derby der Saison in der Fußball-Kreisoberliga: In Richelsdorf empfängt die SG Wildeck heute ab 16 Uhr den ESV Weiterode. Auch wenn es nur noch um die berühmte goldene Ananas für beide Teams geht, hat dieses Aufeinandertreffen seinen Reiz.

Denn die Wildecker sind nach der 1:6-Klatsche am zweiten Spieltag in Weiterode auf Wiedergutmachung aus. Zudem kann der Sieger die Saison dann als zweitbestes Rotenburger Team abschließen. Während der ESV Weiterode den Schwung aus dem Nachbarschaftsduell gegen die FSG Bebra (4:2) mitbringt, kassierte die SGW in Oberaula eine deftige 1:5-Niederlage.

Locker und gut

„Wir können locker aufspielen, und dabei soll ein gutes Spiel herauskommen“, hofft der scheidende ESV-Coach Rainer Noll. Seine Saisonbilanz fällt durchwachsen aus. Durch unnötige Niederlagen gegen die Kellerkinder habe man eine bessere Platzierung verschenkt. „Das Ziel von 40 Punkten ist zwar noch drin, dann müssen wir aber in Wildeck gewinnen.“

Ein Dreier für den Coach

Und das streben die ESV-Kicker auch an. Schließlich möchten sie ihren Coach mit einer guten Leistung und einem Dreier verabschieden. Nach drei Jahren als Trainer des ESV Weiterode, mit Unterbrechung waren es sogar acht, hört er - wie berichtet - aus persönlichen Gründen auf.

Nicht mitwirken kann Kerem Kardas. Eine Muskelverletzung verhindert, wie schon gegen Bebra, seinen Einsatz.

Auch bei der SG Wildeck heißt es Abschied nehmen. Routinier André Krämer hängt nach dem Spiel die Fußballschuhe an den berühmten Nagel. Ihm gelang per Elfmeter in Oberaula der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Ein weiterer Strafstoß blieb der Elf von Sandro Mohr versagt, „sonst hätte es 2:2 gestanden, und die Ausganglage wäre eine andere gewesen“, sagt der Coach und fordert: „Nach unserer schlechten Vorstellung müssen wir zeigen, dass wir es besser können.“ Nach dem 1:5 beim Vizemeister erwartet er heute eine Reaktion seiner Mannschaft.

Einstelliger Platz

Auch wenn die Erwartungen nach der guten Platzierung in der vergangenen Saison höher waren: Gelingt gegen Weiterode ein Sieg, ist immerhin noch ein einstelliger Tabellenplatz drin. „Ich hoffe, dass wir zum Abschluss noch eine gute Leistung abrufen können“, sagt Mohr.

Fehlen wird aus privaten Gründen Torjäger Christian Winter, während Kevin Adler erneut verletzungsbedingt passen muss. Auch mit dem Einsatz des langzeitverletzten Marco Bode, der das Training inzwischen wieder aufgenommen hat, ist wohl noch nicht zu rechnen.

Von Thomas Becker

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