Haunetals Fußballspieler Jonathan Neuber schwer verletzt

Allam Senouci

Wehrda. Über den 2:0-Auftakterfolg in der Fußball-Kreisoberliga gegen die FSG Bebra konnte sich am Sonntag bei der SG Haunetal keiner freuen. Denn die schwere Verletzung von Jonathan Neuber überdeckte das restliche Geschehen des Nachmittags.

Was war passiert? Mitte der ersten Halbzeit - es stand nach einem Treffer von Simon Schott schon 1:0 - ging der Haunetaler Mittelfeldspieler wohl nach einem Zweikampf-Kopfball mit einem Schmerzensschrei zu Boden. Allam Senouci wird den Anblick nicht vergessen. „Sein Gesicht war geschwollen. Und ich habe auch ein Loch unterhalb des Auges gesehen,“ erzählt der Trainer Haunetals. Die Partie musste längere Zeit unterbrochen werden.

Dank an Physiotherapeutin

Bis der Krankenwagen eintraf, kümmerte sich Caro Krehahn, die Physiotherapeutin der FSG Bebra, um den Patienten. „Das hat sie ganz rührend gemacht, da müssen wir uns noch einmal extra bedanken“, sagt Allam.

Wie der Unfall genau passierte, hat auch Andreas Gleim, der Trainer der FSG Bebra, nicht genau gesehen. „Es gingen mehrere Spieler zum Kopfball hoch“, sagt Gleim und fügt hinzu: „Ich bilde mir ein, ich hätte etwas knacken gehört.“ Gleim bestätigt, dass die Physiotherapeutin der FSG sofort zur Stelle war. „Sie hat wohl gemerkt, dass der Spieler unter Schock stand. Es war gut, dass sofort jemand da war, der wusste, was getan werden musste.“ Auch Gleim bestätigt, dass die Haunetaler Spieler sich nach dem Schlusspfiff bei Caro Krehahn bedankten.

Hätten die Gastgeber das Spiel abbrechen lassen wollen, so hätten die Bebraner „selbstverständlich zugestimmt“, sagt Gleim. „Der Schiedsrichter, der im Übrigen sehr souverän mit der Situation umgegangen ist, hat sie gefragt. Aber sie wollten unbedingt weiterspielen. Also haben wir auch weitergespielt.“

Jonathan Neuber wurde in die HNO-Abteilung des Fuldaer Krankenhauses transportiert, wo ein dreifacher Bruch des Jochbeins und des Kiefers diagnostiziert wurde. Eine Verletzung der Halswirbelsäule, wie zunächst angenommen, kann aber ausgeschlossen werden. „Das Gesicht ist aber derzeit so dick angeschwollen, das er erst in ein paar Tagen weiterbehandelt werden kann“, erzählt Allam Senouci.

Besonders tragisch: Neuber, der gerade die Oberstufe mit dem Abitur abgeschlossen hat und bald Medizin studieren will, war der beste Mann der Vorbereitung. Allam: „Er war super drauf in unserem Trainingslager in Hennef. Es war mir klar, dass er den Sprung in die erste Mannschaft schafft. Es tut mir sehr leid, dass er jetzt längere Zeit ausfällt.“

Von Hartmut Wenzel und Rainer Henkel

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