Kreisoberliga Hersfeld-Rotenburg

Herbstmeister ESV Hönebach geht auf Zahnfleisch

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Ein Trio, das großen Anteil am Höhenflug des ESV Hönebach hat: (von links) die Torjäger Marcel Katzmann und Stefan Brandenstein sowie Mittelfeldmotor Kai Wollenhaupt.

Hönebach. Der Tabellenführer der Fußball-Kreisoberliga Hersfeld-Rotenburg sehnt die Winterpause herbei.Vorher warten aber noch drei Aufgaben, die erste am Sonntag gegen die SG Obergeis/Untergeis.

Tino Jäger, Trainer des ESV Hönebach, ist ein bisschen hin und hergerissen. Einerseits freut er sich, dass seine Mannschaft gerade Herbstmeister geworden ist. Vor dem großen Favoriten aus der Kreisstadt. „Wir haben 37 von 45 möglichen Punkten geholt. Die Hersfelder haben mit 36 auch eine tolle Hinrunde gespielt.“ Andererseits spürt er die Last der personellen Probleme.

„Seit knapp zwei Monaten fehlen uns jetzt schon immer sechs oder sieben Stammspieler. Wir haben ja allein vier Langzeitverletzte. Deshalb ist es der Mannschaft hoch anzurechnen, dass sie trotzdem so viele Punkte gesammelt hat.“

Gegner hat sich gefunden

Genau damit will sie am Sonntag fortfahren. Wieder genießt der ESV Heimrecht, diesmal ab 14.30 Uhr gegen die SG Obergeis/Untergeis. Im Hinspiel in Neuenstein haben die Hönebacher diesen Gegner eindeutig beherrscht. Doch inzwischen hat sich das neu formierte SG-Team gefunden. Dem Heimerfolg am Sonntag über Schenklengsfeld/Wippershain/Rotensee ließ es am Dienstag den 4:1-Paukenschlag beim favorisierten ESV Weiterode folgen.

Bei den Hönebachern lief es nicht ganz so rund zuletzt wie bei den Geistalern. Sowohl gegen Niederaula/Kerspenhausen, als auch jetzt gegen Niederjossa musste der ESV Rückständen hinterherlaufen. Gegen die Niederaulaer erwies sich das 0:3 als zu große Bürde. Doch gegen Niederjossa konnte ein 0:2 in einen 4:2-Sieg verwandelt werden. Allerdings weniger durch spielerische Glanzlichter, wie Tino Jäger einräumt, sondern durch Kampfgeist und die individuelle Klasse von Torjäger Marcel Katzmann, der noch einen Dreierpack schnürte.

Die Moral stimmt

Das zeigt: Die vielen Ausfälle können der ausgezeichneten Moral nichts anhaben. Tino Jäger spürt aber auch: „Wir sind nicht am Limit, wir sind schon übers Limit hinaus.“ Gegen Obergeis/Untergeis peilt er er nichtsdestotrotz den nächsten Dreier an.

Dann wird auch Manuel Brandenstein wieder mitwirken, der zuletzt beruflich bedingt gefehlt hat. „Er ist ein robuster Stürmer und ganz wichtig für uns. Er kann vorne die Bälle festmachen und auch mal auf Marcel Katzmann ablegen“, sagt sein Coach.

Tino Jäger sehnt die Winterpause herbei. In der Vorbereitung hofft er dann, drei seiner vier Langzeitverletzten behutsam aufbauen zu können. Das sind Tim Schwarz (Meniskusoperation), Fabian Budesheim (vermutlich Muskelbündelriss) und Daniel Jasiulek (angerissenes Kreuzband).

Auf Moritz Kreuzberg (Kreuzbandriss) dagegen werden die Hönebacher wohl erst in der neuen Saison bauen können. Vielleicht ist dann aus dem Herbstmeister ja schon ein richtiger Meister geworden.

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