Blick in die Zukunft gerichtet

Nach dem Abstieg: Hönebacher Spieler wollen Schaden gleich reparieren

+
Das Juwel bleibt: Marius Bommer (schwarzes Trikot, hier gegen FSG Bebras René Barber) will seinen Beitrag dazu leisten, dass der ESV Hönebach die sofortige Rückkehr in die Fußball-Kreisoberliga schafft.

Hönebach. Kein langes Heulen und Zähneklappern beim ESV Hönebach. Nach dem Abstieg wird der Blick gleich wieder nach vorne gerichtet. Die Mannschaft will zusammenbleiben.

Mit dem Abstieg des ESV Hönebach aus der Fußball-Kreisoberliga hatte lange Zeit wohl niemand gerechnet. Am allerwenigsten die Mannschaft selbst. Und diese Fehleinschätzung hat sich nun bitter gerächt. Am Samstag, dem letzten Spieltag der Saison, rutschte die Mannschaft durch das 0:2 bei der SG Aulatal von einem Nichtabstiegsplatz auf den vorletzten Rang ab und betrat den Fahrstuhl, der ein Stockwerk tiefer in die Kreisliga A führt. Das Ende einer fatalen Talfahrt mit nur vier Punkten aus den letzten elf Spielen.

Nach dem viertletzten Spieltag, dem 1:2 gegen den Mitkonkurrenten Steinbach II, zog Trainer Frank Hauck die Notbremse und trat zurück. Unter dem Interimstrainer-Duo Siegfried Linß/Udo Baum konnte der Schalter nicht mehr umgelegt werden. Es folgten drei weitere Niederlagen - der K.o.

Siegfried Linß, der bis vor kurzem als Vorstandsmitglied mitverantwortlich für die sportlichen Belange im Klub war, gibt sich und seinen Kollegen eine Mitschuld am Niedergang: „Die Sportliche Leitung hat auf einige deutliche Signale nicht konsequent reagiert.“ Sogar Coach Frank Hauck hätte mehrfach gesagt, dass etwas passieren müsse und auch zu einem früheren Zeitpunkt schon seinen Rücktritt angeboten.

Doch bis zum 10. Mai lief einfach alles weiter. Es sei etwas zu locker zugegangen in letzter Zeit, stellte Frank Hauck nach seinem Abgang selbstkritisch fest. „Er war am Samstag auch in Oberaula und ist ganz bitter enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben“, berichtet Siegfried Linß.

Platt auf dem Rasen

Der Blick ist beim ESV nach dem Abstieg sofort in die Zukunft gerichtet worden. Am Samstag nach dem Abpfiff lagen die Hönebacher nach großem Kampf völlig ausgelaugt platt auf dem Rasen. Wenig später aber gaben sie ein Versprechen ab. Bis auf Daniel Methner, der wohl damit liebäugelt, künftig in seinem Wohnort Wölfershausen zu kicken, haben laut Siegfried Linß alle Spieler versprochen, den Klub nicht zu verlassen. Gemeinsam wollen sie den angerichteten Schaden wieder reparieren.

Auch Marius Bommer hat das zugesagt - obwohl er sich sein erstes Jahr in Hönebach sicherlich ganz anders vorgestellt hatte. „Es ist absolut wichtig, dass er bleibt. Ich halte ihn für ein Juwel“, stellt Siegried Linß fest. Mit Bommers Dynamik könnte es für den ESV Hönebach ab August mit Volldampf zurück in die Kreisoberliga gehen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.