Hönebachs Trainer Tino Jäger demonstriert Optimismus

Sicher am Ball: Hönebachs Andreas Jäger (in Blau), hier verfolgt von einem Gegenspieler aus Weiterode. Die Hönebacher entschieden das Derby mit 3:2 für sich. Foto: Walger

Hönebach. Es hätte nicht besser laufen können zum Saisonstart für Fußball-Kreisoberligist ESV Hönebach.

Zwar wurde die Elf von Trainer Tino Jäger schon vor dem ersten Anpfiff von der Konkurrenz hoch eingeschätzt, doch dass sie nach sieben Spieltagen mit 19 Zählern ungeschlagener Tabellenführer ist, „damit haben wir natürlich nicht gerechnet“, gibt der Trainer zu. „Aber“, schiebt er nach, „warum sollten wir das nicht einfach genießen? Und: Uns muss erstmal jemand schlagen.“

Probieren wird das am Sonntag ab 15 Uhr die SG Haunetal. Der ESV gastiert beim Tabellendritten in Wehrda, der seinerseits auch erst eine Saisonniederlage hat. „Das ist wieder ein Spitzenspiel“, weiß Jäger. „Haunetal ist eine gestandene Mannschaft - viele aus dem Kader haben vor zwei Jahren noch Gruppenliga gekickt.“

Doch auch die Hönebacher haben mächtig Qualität im Kader. „Unsere Neuzugänge haben sich nahtlos eingefügt“, lobt Tino Jäger. Dabei habe man darauf geachtet, dass sie auch charakterlich zum Team passen. „Großes Lob daher an die Neuen“, sagt der Trainer. „Ich predige das immer wieder: Fußball ist eine Mannschaftssportart.“

Und diese Mannschaft hat fußballerisch an Qualität gewonnen, ist gerade im Spiel nach vorn - Jäger: „Das ist meine Philosophie“ - unberechenbarer geworden. Will sagen: Der ESV kann in der Offensive umstellen, den Gegner auch mal überraschen. Und das, obwohl mit Tim Schwarz und Moritz Kreuzberg zwei als Leistungsträger gedachte Akteure langfristig ausfallen.

Ansonsten aber baut Jäger auf einen fast kompletten Kader gegen Haunetal. Marius Zilch hat sich am Knöchel verletzt, Tobias Brill plagt noch eine Erkältung - beide sind fraglich.

Gastgeber hat Respekt

Und Gastgeber Haunetal? Hat durchaus Respekt vor dem ESV. Kapitän Marc Blucha sagt auf die Frage, ob seine Mannschaft den ESV schlagen könne: „Es ist immer schön, wenn der Spitzenreiter kommt. Hönebach spielt eine super Serie - aber unser Ziel muss es sein, drei Punkte im Haunetal zu behalten.“ Auch der ESV komme über die Geschlossenheit. Das Team habe sehr gute Stürmer. In der vergangenen Serie gab es für die Gastgeber nur einen Punkt aus zwei Spielen. „Hönebach verfügt über eine Mannschaft, die über die Jahre gewachsen ist“, sagt Blucha.

In seinem Team lobt der Kapitän die mannschaftliche Geschlossenheit. „Die Neuzugänge tragen dazu bei. Sie bringen sich ein - nicht nur auf dem Platz. Das ist lobenswert. Unser Trainingslager eine Woche vor Beginn der Serie in der Sportschule Hennef hat dazu beigetragen. Das schweißt zusammen.“

Von Rainer Henkel und Walter Kell

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