Fußball-Kreisoberliga: Hönebacher knöpfen SG Wildeck noch einen Punkt ab

Jasiuleks später Ausgleich

Ihm gelangen zwei Treffer im Derby: Wildecks Christian Winter, der hier den Ball führt. Weil Daniel Jasiulek für den ESV Hönebach in der Schlussminute aber auch zum zweiten Mal zuschlug, endete das Duell 3:3. Foto:  Ziermann

Hönebach. Sechs Tore, zwei Platzverweise, ein Last-Minute-Treffer: Das Wildecker Gemeinde-Derby hatte jede Menge zu bieten. Am Ende trennten sich die Kreisoberliga-Fußballer des ESV Hönebach und der SG Wildeck 3:3 (1:3).

Die erste Halbzeit war die des Christian Winter. Die Partie spielte sich größtenteils im Mittelfeld ab - doch wie so oft schlug der Wildecker Goalgetter fast aus dem Nichts zu. Bei seinen beiden Treffern zum 0:1 und 0:2 nahm er den Ball in typischer Manier mit dem Rücken zum Gegner an, drehte sich dann blitzschnell und vollstreckte eiskalt. Erst mit rechts (14.), dann mit links (23.). Ebenfalls stark: Stefan Helbigs Traumpass in die Tiefe vor dem ersten Treffer.

Auch am 1:3 war Winter direkt beteiligt: In der 39. Minute behielt er die Übersicht und legte für Yannik Rimbach auf, der mit einem strammen, platzierten Schuss vollendete.

„Da sah unsere Abwehr einfach nicht gut aus. Deswegen habe ich zur Pause Dennis Ehmer eingewechselt, der Christian Winter in Durchgang zwei dann absolut unter Kontrolle hatte“, berichtete Hönebachs Trainer Frank Hauck. Zwischenzeitlich hatte Daniel Jasiulek nach Freistoß-Vorlage von Kai Wollenhaupt auf 1:2 verkürzt (30.).

Ohne Abwehrchance

Bitter für ESV-Keeper Nils Katzmann: Die abgezockten Gäste kamen nur dreimal richtig gefährlich vor seinen Kasten, bei allen drei Toren blieb er ohne Abwehrchance. Zum ersten Mal konnte er sich in der 55. Minute auszeichnen, als er mit einer Parade gegen André Krämer die Vorentscheidung verhinderte. Stefan Helbig traf zwar im Nachschuss, der Unparteiische entschied jedoch auf Abseits.

Nun zeigte sich immer deutlicher, dass die Platzherren sich noch nicht aufgegeben hatten. Marcel Mohrs Kopfball wurde in der 68. Minute noch auf der Linie geklärt, doch vier Minuten später besorgte Marcel Katzmann nach toller Vorarbeit von Kai Wollenhaupt den erneuten Anschlusstreffer.

Drei Minuten vor Schluss war es erneut Nils Katzmann, der seine Farben mit einer Parade gegen den freien Stefan Helbig im Spiel hielt. Das zahlte sich aus: Im Gegenzug veredelte Daniel Jasiulek eine Hereingabe von Marius Bommer zum 3:3-Ausgleich (90.).

„Wir wollten nach der Pause eigentlich konsequent auf den vierten Treffer gehen, haben uns aber dann vom ESV den Schneid abkaufen lassen. Da hat es in der Abwehr teilweise nicht mehr gestimmt. Die Enttäuschung hält sich aber im Grenzen“, bilanzierte Wildecks Trainer Sandro Mohr. „Wenn Wildeck das vierte Tor macht, ist das Spiel gelaufen“, gab sein Gegenüber Hauck zu. „Am Ende haben wir dann natürlich auf den Ausgleich gedrängt, der dann wohl unterm Strich auch verdient war.“

ESV Hönebach: N. Katzmann - Jasiulek, Ruch, Methner, Kreuzberg, Böttcher, Bommer, Wollenhaupt, Noll, M. Katzmann, Mohr

SG Wildeck: van Giersbergen - Kirschke, Becker, Bode, Y. Rimbach, Roth, Helbig, Krämer, Hoffmann, Adler, Winter

SR: Weber (Hessisch Lichtenau); Zuschauer: 150

Tore: 0:1, 0:2 Christian Winter (14., 23.), 1:2 Daniel Jasiulek (30.), 1:3 Yannik Rimbach (39.), 2:3 Marcel Katzmann (72.), 3:3 Daniel Jasiulek (90.); Gelb-Rot: Daniel Methner (77./ESV), André Kirschke (78./SGW) - beide wegen wiederholten Foulspiel s.

Von Christopher Ziermann

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