Fußball-Kreisoberliga: Kellerkinder TSV Herfa und SG Wildeck trennen sich 0:0 unentschieden

Kampf war Trumpf, Tore leider nicht

Ein hart umkämpftes Kellerduell: In dieser Szene bleibt SG Wildecks Hendrik Flegel (links) nur zweiter Sieger, was sich aber auf den Ausgang der Partie nicht auswirkte. Foto:  Eyert

Herfa. „Das war kein überragendes Kreisoberliga-Spiel. Von beiden Seiten war es vom Kampf geprägt“, brachte Alex Deringer, Kapitän des TSV Herfa, das Geschehen des Duells gegen die SG Wildeck auf den Punkt. 0:0 endete das Fußball-Derby, das sich zuweilen an den Grenzen der Fairness bewegte. Immerhin: Beide Teams nahmen einen Punkt für den Klassenerhalt mit.

Bei Herfa musste Deringer dieses Mal als Manndecker aushelfen. Mausehund war noch gesperrt, Wagner fiel kurzfristig aus. Das vom Verletzungspech geplagte Gästeteam ist noch gebeutelter in die Partie gegangen. Zu den sechs fehlenden Kickern gesellte sich noch der erkrankte Steffen Rimbach.

Die SGW war anfangs gar nicht wach, suchte nach seiner Ordnung, fing sich aber. Und bald wurde ein wiederkehrendes Muster für dieses Duell der Nachbarn sichtbar: Beide Teams unterbrachen beim Gegner aufkommenden Rhythmus durch Fouls.

Der Fußball blieb so auf der Strecke, Chancen gab es nur wenige. Wildecks Keeper Alexander van Giersbergen rettete gegen Ernst, der von Steffen Ries mit einem Zuckerpass eingesetzt wurde (30.). Herfas Schlussmann Phillip Stunz lenkte einen Veselcic-Kopfball mit sensationeller Parade gerade noch zur Ecke (39.).

Im zweiten Abschnitt investierte der Gast mehr in die Offensive. Und er hätte durchaus in Führung gehen können. Bei der dicksten Chance gleich nach Wiederbeginn köpfte André Krämer Björn Radloffs Ecke über die Latte (48.), Marc Hoffmann zögerte im Abschluss zu lange (79.), dann wurde Ivan Bagaras Schuss geblockt (83.), ehe Patrick Röder keinen Druck hinter seinen Kopfball bekam.

Der Gastgeber, defensiv ordentlich, aber nach vorn mit wenig Ruhe und Struktur, hätte dennoch als Sieger vom Platz gehen müssen. In der letzten Minute der regulären Spielzeit lief Spielertrainer Christian Kraus frei auf van Giersergen zu, der aber rettete mit tollem Reflex.

Wildecks Trainer Sandro Mohr bewertete das 0:0 positiv. „Wir müssen das als Punktgewinn mitnehmen. Wir können im Moment nur 30 Prozent unseres Vorjahresniveaus bringen.“ Nächstes Wochenende hat sein Team Spitzenreiter Eiterfeld/Leimbach zu Gast. „Da haben wir leichtes Spiel“, fügte er an. Stark in seiner Elf: Manndecker Bastian Roth, der sich Herfas Kraus annahm.

TSV Herfa: Stunz - Ruch - Deringer, Rudolph - Steffen Ries, Ernst - Kohlhas, Schweitzer, Zöll - Appel, Kraus sowie Sören Ries, Göttlicher, Krestel

SG Wildeck: van Giersbergen - Krämer - Hoffmann, Roth - Becker, Veselcic - Huseljic, Radloff, Flegel, Preis - Röder sowie Adler, Helbig, Bagara

SR: Studenica (Schlitz), Z: 160

Von Walter Kell

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