Kardas steht wieder goldrichtig

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Eine enge Geschichte, dieser Zweikampf der Florians: Florian Goetzke von der SG Rotenburg/Lispenhausen lässt dem ballführenden Weiteröder Regisseur Florian Yildiz hier aber auch wirklich keinen Zentimeter Platz.

Weiterode. Die Kreisoberliga-Fußballer des ESV Weiterode behalten in sehenswertem Derby knapp die Oberhand.

Gastgeber am Drücker

Der ESV blieb nun am Drücker: Pascal Eberlein knallte die Kugel nach einer schnellen Drehung an den Pfosten (19.). Zwei Minuten später gelang Florian Yildiz ein Traumpass auf den rechts enteilenden Pascal Freitag. Dessen flache Hereingabe verwertete Kerem Kardas zur 1:0-Führung.

Die Gäste reagierten, entfalteten das strukturiertere Kombinationsspiel, vergaben allerdings drei Chancen zum Ausgleich. Zunächst zielte Steinhauer knapp neben den Pfosten (24.), dann knallte nach einer Ecke ein Schuss von Maximilian Weber an den Außenpfosten (29.). Und schließlich lenkte Richter einen Kopfball nach einer Ecke mühevoll über die Latte (36.). Noch vor der Pause verhinderte SG-Torwart Künzl gegen Eberlein das 2:0 für Weiterode (40.).

Der aufregendere zweite Abschnitt brachte in der 57. Minute den Ausg8leich für die Gäste. Glänzend freigespielt, lupfte Weber den Ball über Richter in die Maschen (57.).

Das Spiel wogte nun hin und her. Eberlein scheiterte bei seiner dritten Tormöglichkeit an Künzl, dem er die Kugel direkt in die Arme köpfte (60.). Auch bei Kerem Kardas’ spektakulärem Fallrückzieher lag das 2:1 für den ESV in der Luft (63.). Dies zu besorgen, blieb Kaval überlassen. Als die Gästeabwehr vergeblich auf einen Abseitspfiff wartete, spielte er weiter und netzte ein (66.).

Die Gäste wehrten sich gegen die drohende Niederlage. Nach einem Weber-Eckball stieg Julian von Kintzel am höchsten und köpfte zum 2:2 ein (75.). Beide Teams verkrampften danach ein wenig.

Ein herrlich vorgetragener Weiteröder Konter brachte letztlich die Entscheidung. Der starke Kaval le8gte den Ball weit nach rechts heraus auf Pascal Freitag, dessen Flanke drückte Kerem Kardas in der Mitte zum 3:2-Endstand ein (84.).

Vollblutstürmer

ESV-Trainer Rainer Noll freute sich natürlich über den Erfolg, sagte aber auch: „Dieses Spiel hätte eigentlich keinen Verlierer verdient. Mit Kerem Kardas haben wir einen Vollblutstürmer, der immer richtig steht.“

SG-Coach André Köthe stellte fest: „Wir haben zu wenig investiert. Der ESV war aggressiver.“ Seine Elf hätte es nicht verstanden, Tempo ins Spiel nach vorne zu bringen. „Unsere erste Halbzeit war zu blutarm. Der Weiteröder Sieg ist verdient.“

ESV: Weiterode: Richter - Pfau, Leinhos, Hermann (46. Bube), Agirman, Yildiz, Freitag, Thalmann, Kaval, Kardas, Eberlein (66. Eskin)

SG Rotenburg/Lispenhausen: Künzl - Möller (65. Treibert), Schmidt, Goetzke, Steinhauer, Wrzos, Treibert (30. Wolf, 72. von Kintzel), Orth, Stabel, Weber, Richter

Tore: 1:0 Kardas (21.), 1:1 Weber (57.) 2:1 Kaval (66.), 2:2 von Kintzel, 3:2 Kardas (84.)

SR: Muschik ( SV Roßbach)

Z: 350

Von Burghard Hauptmann

Von dem Dämpfer in Eiterfeld zeigten sich Kicker von ESV-Trainer Rainer Noll gut erholt. Sie bezwangen in einem attraktiven Nachbarschaftsduell ihren Gast SG Rotenburg/Lispenhausen mit 3:2 (1:0). Und der legte furios los. Seven Wrzos spielte steil auf René Steinhauer. Dessen Schuss entschärfte ESV-Keeper Jan Richter nur mit Mühe (4.). Auf der Gegenseite zog Serkan Kaval ab, doch Stefan Künzl hielt glänzend (9.).

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