Fußball-Kreisoberliga

Klarer Derbysieg für Bebra gegen Rotenburg/Lispenhausen

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Was macht er mit dem Ball? Bebras Niklas Engel (links) beobachtet den Rotenburger Christian Orth, der im Moment näher am Spielgerät ist. 

Im Derbyklassiker der Fußball-Kreisoberliga bezwang die FSG Bebra die SG Rotenburg/Lispenhausen in einem sehr einseitigem Spiel mit 2:0 (2:0).

Während die FSG vorerst auf Platz sieben kletterte und zum besten Kreisvertreter in der Tabelle avancierte, marschiert die SG nach der fünften Niederlage in Folge weiter in Richtung Tabellenende.

Die Urusovic-Elf hielt sich nicht lange mit dem Abtasten auf und entwickelte sofort Druck. Einen Hinterhaltsschuss von Martin Silbermann konnte SG-Keeper Jannis Bämpfer nur mit Mühe um den Pfosten drehen (5.). Da die FSG das hohe Pressing fortsetzte, musste sich das Rotenburger Mittelfeld weitgehend mit Abwehraufgaben beschäftigen, und so hing die Sturmspitze Steffen Kanngießer völlig in der Luft. In ihrer Überlegenheit verzettelte sich die FSG aber zu oft. Beispiel gefällig – Manuel Schmidt verdribbelte sich aussichtsreich im Strafraum, anstatt sofort abzuschließen (20.).

Unerklärlich, warum das FSG-Angriffspiel plötzlich einschlief, was den Gästen Freiräume verschaffte, die sie aber nicht nutzen konnten. Herrlich dann der Führungstreffer der FSG: Benjamin Iran spielt Manuel Schmidt in der Schnittstelle an, der windet sich um seinen Gegenspieler und hämmert das Leder ins kurze Eck (33.).

Konter auf Konter

Was dann folgte, war bemerkenswert. In der 38. Minute kamen die Gäste zu ihrer ersten Ecke. Nach einem weiteren Rotenburger Konter setzte die FSG einen Bilderbuchkonter dagegen. Nach einem langen Pass aus der Abwehr nahm Manuel Schmidt die Kugel in der eigenen Hälfte an und strebte mutterseelenallein aufs Rotenburger Tor zu. Anschließend guckte er SG-Keeper Bämpfer aus, und die Kugel landete zu seinem Doppelpack im langen Eck (45.) - 2:0.

Im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Die Gäste kamen nicht zu ihrer Spielentwicklung, weil die FSG im Mittelfeld hoch stand und geschickte die Räume schloss. Die FSG jedoch vergaß, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen und begann, den Vorsprung zu verwalten. Eine plötzliche Chance von Levent Tabkin verpuffte, als er allein vor Keeper Bämpfer auftauchte, jedoch an ihm scheiterte (60.). Auf der Gegenseite landete ein Verzweiflungsschuss von Steffen Kanngießer auf dem Tordach (71.).

„Ich bin zufrieden mit der Einstellung. Wir wollten zu null spielen, was geklappt hat. Dann verzeihe ich den Jungs auch, dass sie nicht mehr Tore geschossen haben“, kommentierte Bebras Coach Andelko Urosevic. Sein Gegenüber Sandro Mohr erkklärte: „Ich will nicht klagen, aber wir haben zur Zeit eine unglaubliche Verletzungsmisere. Trotzdem war ich mit der ersten Halbzeit recht zufrieden.“

FSG: Jahn – A. Iran, Marcel Schmidt, Mahmud, Becker, B. Iran, Eichhorn (75. Engel), Engel (58. Tabkin), Silbermann (58. Holzhauer), Manuel Schmidt, Sello

SG: Bämpfer – Lehn (57. Murad), Möller, Orth, Götzke, Kanngießer, A. Wahl, J. Wahl, Detlefsen (39. Schögin), Seidenstricker, Rudolph

Tore: 1:0, 2:0 Manuel Schmidt (33., 45.)

SR: Wawra (Dietershausen), Z: 350

Von Burghard Hauptmann

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