Fußball-Kreisoberliga

FSG Bebras Trainer Gleim bescheinigt seinen Routiniers soziale Kompetenz

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Ein Hoffnungsträger: Mehmet Yigit, hier am Ball, hat ein starkes Debüt gefeiert im Trikot der FSG Bebra.

Bebra. Andreas Gleim, der Trainer des Fußball-Kreisoberligisten FSG Bebra, ist gespannt auf die anstehende Saison. Denn er geht mit einer Mannschaft in die Runde, die ihm viel Freude bereitet. Und die eingespielt ist. In der Sommerpause hat es kaum Veränderungen im Kader gegeben.

Nur ein Abwanderer ist zu vermelden. Lulzim Mustafi hat es zum Stadtrivalen Español gezogen. Dort wird er zwar zwei Ligen tiefer kicken, steht dafür aber - wenn alles normal läuft - in der Anfangsformation. „Er ist jung und will mehr Spielanteile, als er bei uns bekommen hat“, zeigt Andreas Gleim Verständnis und spricht von einer Trennung in bestem Einvernehmen.

Neuzugang Efkan Enes Temiz ist ein unbeschriebenes Blatt

Dem einen Abgang stehen drei Neuzugänge gegenüber. Einer von ihnen, Efkan Enes Temiz, ist für seinen Coach noch ein gänzlich unbeschriebenes Blatt. Er hat als Jugendlicher schon mal in Bebra und Rotenburg gespielt, studiert jetzt in Gießen und hat wegen Prüfungen den Beginn der Vorbereitung verpasst, was so verabredet war.

Schwer einzuschätzen ist auch, welche Rolle Ghergish Ghilay bei der FSG übernehmen kann. Der junge Eriträer hat sich bisher nur im Training zeigen können. Eine Spielberechtigung liegt noch nicht vor. Andreas Gleim beschreibt ihn als schmächtigen, leichtfüßigen Kicker, der mit dem Ball umgehen kann. Aber unter Wettbewerbsbedingungen müsse er sich erst noch beweisen.

Diese Feuertaufe hat Mehmet Yigit bereits erfolgreich bestanden. Er überzeugte Coach und Mitspieler auf Anhieb beim Pokalauftritt der FSG in Wippershain. „Technisch stark, toller Antritt, ansatzloser Schuss“ - Andreas Gleim hält viel von dem Kurden, der über das Rotenburger Erstaufnahmelager den Weg zum waldhessischen Fußball gefunden hat. Ihm ist der Sprung in die Anfangsformation der FSG zuzutrauen.

„Ich habe die Qual der Wahl“, sagt Andreas Gleim und nennt in diesem Zusammenhang zwei weitere, schon bekannte Namen: Mahmud Maher und Thirayut Kaewsung. „Die beiden haben sich toll entwickelt.“, sagt der Coach, ohne sich selbst dafür auf die Schulter zu klopfen. Denn daran haben mehrere Anteil.

In Andreas Gleims Kader ist nämlich etwas entstanden, das viel mit sozialer Kompetenz zu tun hat und ihn beeindruckt: Ältere, höherklassig erfahrene Spieler wie Martin Silbermann, Manuel Schmidt oder Niklas Engel kümmern sich vorbildlich um die Youngster, helfen ihnen im Training und coachen sie während der Spiele. „Und das alles im richtigen Ton.“ Andreas Gleim beschreibt die Stimung im Kader so: „Die Spieler verstehen sich immer besser untereinander. Sie akzeptieren sich nicht nur, sie mögen sich und wollen sich gegenseitig helfen.“ Beste Voraussetzungen also für eine erfolgreiche Punkterunde.

Was ein konkretes Saisonziel angeht, hält FSG Bebras Trainer Andreas Gleim die Bälle lieber flach. Und dafür gibt es Gründe.

Der wichtigste: Weil Robin Stein in Zukunft lieber Basketball spielen will, ist Patrick Jahn der einzige feste Torwart. Denn einen weiteren zu verpflichten, ist nicht gelungen. „Gute Torleute sind rar gesät“, sagt Andreas Cleim.

Abdullah Badawi, den Schlussmann der Reserve, will er noch nicht ins kalte Kreisoberliga-Wasser werfen. Er brauche noch Zeit. Zum Glück hat der 49-jährige Routinier Martin Schulz, der allerdings an jedem zweiten Wochenende arbeiten muss, signalisiert, dass er einspringen werde, wenn das nötig ist. Vielleicht stellt sich ja auch der Wahl-Leipziger Marc-Oliver Löw hin und wieder, wenn er in Bebra ist, zur Verfügung. Das dürfte allerdings nicht allzu oft der Fall sein. Unsicher ist auch, wie oft Bekim Mustafi auf Torejagd gehen kann, denn er weilt häufig auf Montage. Und da ist ja noch eine Sache. Wer eine gute Saison spielen wolle, brauche einen guten Start, sagt Andreas Gleim. Und der war ihm bisher bei der FSG noch nicht vergönnt. Vielleicht klappt es ja diesmal.

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