Fußball-Kreisoberliga: Mit neuem Selbstbewusstsein empfängt Wildeck die FSG Bebra

Mohr will Serie ausbauen

Im ersten Aufeinandertreffen Ende August setzten sich die Bebraner (in Rot) auf iher Biberkampfbahn mit 2:1 gegen die SG Wildeck durch: Dabei kämpften Nicolai Eichhorn (vorne links) und Bastian Roth um den Ball. Foto: Walger

Richelsdorf. „Für Bebra wird es ungemütlich“, kündigt Sandro Mohr an. Der Trainer des Fußball-Kreisoberligisten SG Wildeck möchte im Derby gegen die FSG Bebra den beiden jüngsten Siegen unbedingt einen dritten folgen lassen. Gespielt wird am Sonntag um 14.45 Uhr in Richelsdorf.

„Die Erleichterung ist natürlich riesig. Wir hatten vorher ja fast nie wirklich deutlich verloren und haben immer hart an uns gearbeitet und an uns geglaubt. Gegen Ober-/Untergeis sind wir teilweise richtig souverän aufgetreten“, berichtet Mohr. Zuvor war die SGW nach einer langen Durststrecke bis auf den letzten Platz durchgereicht worden. Nun steht Rang zwölf zu Buche.

Das hängt auch damit zusammen, dass sich die Personallage bei den Wildeckern endlich wieder entspannt hat. Vor allem Meik Dickmann hilft dem Team mit seiner Autorität und Sicherheit im Mittelfeld enorm. „Er arbeitet extrem viel, gibt den jungen Spielern Anweisungen“, erzählt sein Trainer.

Initialzündung

Das Duell mit Bebra ist für Mohr mindestens so wichtig wie die vergangenen beiden Partien. Ein Derbysieg könne für das Selbstvertrauen Gold wert sein und eine Initialzündung für die verbleibenden Aufgaben vor der Winterpause sein, führt der SGW-Trainer aus.

Er hat seinen Spielern unter der Woche die Wichtigkeit dieser Partie schon deutlich gemacht. Die Wildecker wollen mit aller Macht drei Punkte. Wenn Bundespolizist Stefan Helbig dienstlich nicht verhindert ist und der angeschlagene Yannik Rimbach spielen kann, fehlen nur noch die Langzeitausfälle Kirschke und Bode.

Anders ist das bei Gegner Bebra. Die FSG muss schon seit einiger Zeit aufgrund mehrerer angeschlagener Spieler immer wieder umstellen - was auch ein Grund ist für die katastrophale Torausbeute: Nur zwei Treffer stehen aus den vergangenen sieben Spielen zu Buche.

„In Kirchheim hatten wir in der Schlussphase zwei gute Chancen auf den Sieg. Die eine hatte Bile Omar Mohamud. Der ist 18 und hat das erste Mal von Anfang an gespielt. Die andere hatte Patrick Jahn, der eigentlich Torhüter ist. Was soll ich da sagen?“, fragt Coach Andreas Gleim und hält jede Schuldzuweisung für unangebracht.

Doch die andere Seite der Medaille ist, dass die Bebraner zuletzt gegen Spitzenteams immer wieder über sich hinausgewachsen sind. Gegen Aulatal und Hohe Luft gab es jeweils ein 0:0, gegen Spitzenreiter ein knappes 0:1.

In solchen Spielen sei die Erwartungshaltung nicht so groß, man könne sich auf Grundsätzliches besinnen - und zwar Zweikämpfe zu gewinnen, führt Gleim aus. Wenn das klappe, dann entstehe etwas in der Mannschaft, deren großer Trumpf der tolle Teamgeist ist. „Da klatschen Mitspieler, Zuschauer und Trainer, wenn einer unserer angeschlagenen Spieler nach 80 Minuten völlig abgekämpft vom Feld geht. Bei Fehlern muntern sich die Jungs auf. So muss es sein“, berichtet Gleim. Im Derby wäre er mit einem Punkt absolut zufrieden.

Von Christopher Ziermann

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