Fußball-Kreisoberliga: Nachlese zum Derby

Motivation aus der Niederlage

Einer der jungen Wildecker Hoffnungsträger: Der torgefährliche A-Junior Marc Hoffmann. Foto: Walger

Rotenburg/Wildeck. Geht es um Fußball, fallen immer wieder die gleichen abgegriffenen Floskeln. Regnet es, wird das Fritz-Walter-Wetter bemüht. Auf tiefem, nassem Boden war der Weltmeister von 1954 in seinem Element. Das Kreisoberliga-Derby zwischen der SG Rotenburg/Lispenhausen und der SG Wildeck hat gezeigt, dass Felix Schumacher mit solch einem Geläuf wenig am Hut hat.

Stollen? Nein, danke!

Laut seinem Trainer André Köthe ist Rotenburgs Kapitän der Leader und eigentlich der kompletteste Spieler seiner Mannschaft. Doch der Abwehrchef hegt eine tiefe Abneigung gegen die bei Nässe unverzichtbaren Stollenschuhe. Und so rutschte er im Derby immer wieder weg und brachte manchmal Unsicherheit in die Aktionen seiner Elf, anstatt wie gewohnt die Angriffe gekonnt einzuleiten.

Mit Marcel Möller sah ein weiteres Mitglied der sonst bärenstarken Dreier-Abwehrkette eine zumindest unglückliche Ampelkarte - für ein gewöhnliches Foul und seinen anschließenden Ärger über den Pfiff des Schiedsrichters. Das bescherte den Gastgebern eine 35-minütige Unterzahl.

Köthe bewertet das schlichtweg als Lernprozess und machte dem leistungsstarken Möller keinen Vorwurf. Erst vor zwei Wochen hatte sich der Coach ja auch selbst Gelb-Rot eingehandelt.

Wenn es das Wetter zulässt, spielt die SG am Sonntag in Lispenhausen gegen den FSV Hohe Luft gleich das nächste Spitzenmatch. „Die sind auch stark, aber vielleicht etwas leichter ausrechenbar. Crawford und Tabkin sind unglaublich gute Offensivspieler, aber in der Abwehr haben sie Schwächen. Die haben wir ja schon im Hinspiel erfolgreich aufgedeckt haben“, blickt Köthe voraus.

Die Derby-Niederlage gegen Wildeck soll dann doch noch eine späte positive Wirkung haben und für zusätzliche Motivation sorgen.

SG Wildecks Trainer Sandro Mohr wurde in Rotenburg in seiner Ansicht bestätigt, dass seine Elf mit den Besten der Liga mithalten und sie sogar schlagen kann: „Ich habe den Jungs vorher gesagt, wenn wir gegen Rotenburg das 0:1 kriegen, wird es ganz schwer.“

Dass eben diesem Gegentreffer bei zwei Steinhauer-Schüssen der Pfosten im Weg stand, spielte Mohrs Team in die Karten. Denn im direkten Gegenzug machten Meik Dickmann, Christian Winter und Steffen Rimbach den so wichtigen Führungstreffer klar. Am Ende gewinnt eben der, der „vorne die Dinger reinmacht“ - wer will diese Fußball-Weisheit in Frage stellen?

Am Wochenende wartet in Kathus mit der SG Sorga/Kathus ein Gegner, gegen den die Mohr-Elf noch etwas gutzumachen hat - der Aufsteiger gewann überraschend den ersen Vergleich in der Vorrunde.

Von Christopher Ziermann

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