Nach 0:3-Rückstand robbt sich der ESV Weiterode noch heran

Die Rot-Blauen hatten die Nase vorne: Die SG Rotenburg/Lispenhausen, hier mit Matthias Wolf am Ball, setzte sich verdient mit 3:2 gegen Serkan Kaval (rechts) und seine Weiteröder Mitstreiter durch. Archivfoto:  Walger

Lispenhausen. Im Derby setzt sich die SG Rotenburg/Lispenhausen am Ende aber verdient mit 3:2 (2:0) durch und zieht in der Tabelle an seinem Gast vorbei.

Das Flutlichtspiel am Donnerstagabend begann dynamisch. Bereits in der 5. Minute eilte Maximilian Weber nach einem langen Pass auf und davon. ESV-Ersatzkeeper Rolf König verschätzte sich, wurde umspielt, und es stand 1:0. Kurz darauf klatschte ein Flachschuss von Sven Wrzos aus 20 Metern an den Pfosten des ESV-Kastens (8.).

Obwohl es den Weiterödern danach gelang, die Partie offener zu gestalten, gerieten sie doch mit 0:2 ins Hintertreffen: Nach Webers Pass rutschte Manuel Pfau aus, Steffen Kanngießer hatte frei Bahn und versenkte das Leder flach im Netz (27.). Nachdem Serkan Kaval eine Chance für den ESV ausgelassen hatte (32.), verloren die Gäste, die ohne Florian Yildiz angetreten waren, noch ihr Abwehrass Nadi Agirmann durch Verletzung (34.).

Nach einem wegen Abseitsstellung nicht gegebenen Treffer (35.) erzielte die SG ihren dritten dann kurz vor dem Halbzeitpfiff auf reguläre Weise: Aus dem Nichts hämmerte Jan Hanstein die Kugel aus gut 20 Metern unhaltbar genau in den Winkel (43.) - ein Traumtor.

Obwohl die Lücken zwischen Abwehr und Angriff beim ESV viel zu groß waren, gelang ihm der Anschlusstreffer. Eine Maßflanke von Sascha Bube nutzte Christopher Sinn per Kopf (55.).

Es folgten gleich drei Chancen für die SG. Zuerst vergaben Weber und Kanngießer (59.). Letzterer scheiterte schließlich am Aluminium (60.). Dann verhinderte Keper König Auge in Auge mit Weber das drohende 4:1.

Szenen aus dem Kuriositätenkabinett gab’s im Anschluss: Nach einem Konter des ESV scheiterte Kaval an der Latte, der abprallende Ball flog an die Hand eines SG-Abwehrspielers. Den Handelfmeter vergab Kaval (71.). Dann der ESV-Anschlusstreffer: Christian Orths Befreihungsschlag landete auf dem Fuß von Serkan Kaval, und von dort senkte sich der Ball in den SG-Kasten (80.). Auf der anderen Seite hätte Kanngießer seinen Doppelpack schnüren können. Er hatte sich durchgewühlt, dann aber freistehend zu hoch gezielt (86.).

Die letzte Ausgleichschance vergab Pfau, als er nach der dritten Ecke in Folge das Tor nicht traf (90.).

In Abwesenheit der beiden Chefcoaches zogen diesmal ihre Co-Trainer Bilanz. Stefan Huhn (SG) sagte: „Wir haben hochverdient gewonnen. Unser Pressing hat den Spielverlauf bestimmt. Zur Pause hätten wir eigentlich klarer führen müssen. Die erste Halbzeit von uns war top.“ Dominik Wiegandt (ESV) stellte fest: „Der Sieg der SG geht voll in Ordnung, obwohl wir auch erstklassige Chancen hatten. Verwandelt Erkan Kaval den Elfmeter, wer weiß, wie das Spiel dann ausgeht - aber so ist es auch gerecht.“

SG Rotenburg/Lispenhausen: Künzl - Schögin, Möller, Orth, Götzke, Kanngießer, Wolf, Wrzos, v. Kintzel, Hanstein, Weber

ESV Weiterode: König - Pfau, Heiße, Gök, Agirman (34. Krapf), Sinn, Bube, Freitag, Kardas, Kaval, Thalmann

Tore: 1:0 Weber (5.), 2:0 Kanngiesser (27.), 3:0 Hanstein (43.), 3:1 Sinn (55.), 3:2 Kaval (80.)

SR: Borschel ( SG Pfaffenbachtal); Zuschauer: 200

Von Burghard Hauptmann

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