SG Rotenburg/Lispenhausen soll in der neuen Saison noch druckvoller spielen

Zwei Hoffnungsträger: Einen Platz in seinem Kader hat SG-Trainer André Köthe für die Eigengewächse Jan-Erik Krah (links) und Alexander Wahl bereits reserviert. Foto: Walger

Rotenburg. Wenn seine SG Rotenburg/Lispenhausen in der Kreisoberliga am Ende der kommenden Saison einen guten Mittelfeld belegen würde, wäre für Trainer André Köthe die Fußball-Welt in Ordnung.

Nur nicht mit bangem Blick auf die Abstiegszone schauen müssen, lautet seine Devise.

Obwohl der Coach davon ausgeht, dass die Kreisoberliga nicht zuletzt durch die Absteiger aus Niederaula, Haunetal und Hersfeld stärker geworden ist, stellt er fest: „Wenn wir die gleiche Mannschaft wie in der Vorsaison zur Verfügung hätten, würde ich sagen, wir wollen unter die ersten Fünf kommen.“ Dabei hat nur ein Stammspieler der SG den Rücken gekehrt - dieser Abgang aber wiegt für André Köthe schwer. Denn dieser Spieler heißt Sven Wrzos.

„Ein toller Typ“

Die Lücke, die er hinterlasse, sei „maximal schwer“ zu füllen. Das gehe nur im Kollektiv, findet André Köthe. Er hat um den Verbleib des achtfachen Torschützen der Vorsaison gekämpft. Und er bescheinigt ihm: „Sven ist ein toller Typ, fußballerisch und menschlich.“

Doch Wrzos will sich jetzt eine Klasse höher beweisen, beim Gruppenligisten SVA Bad Hersfeld. „Er schafft es dort in die erste Elf, davon bin ich überzeugt“, sagt André Köthe und versteht, dass sich Wrzos dieser sportlichen Herausforderung stellen möchte. „Aber wenn er zu uns zurück will - die Tür steht jederzeit offen.“ Auch René Steinhauer verlässt die Rotenburger. Der Angreifer schließt sich dem B-Ligisten Español Bebra an. Er war in der vergangenen Serie über einen längeren Zeitraum verletzt und zählte zuletzt nicht mehr zur Stammformation.

Zwei der fünf Neuzugänge der SG Rotenburg/Lispenhausen sieht Trainer Köthe im Kader der ersten Mannschaft: Alexander Wahl und Jan-Erik Krah. Beide kommen aus der eigenen Jugend und könnten ihren Platz im defensiven oder zentralen Mittelfeld finden.

Beiden fehlt es allerdings noch an Erfahrung im Männerbereich, und an die Härte dort müssten sie sich auch erst noch gewöhnen. Dass es für einen oder beide auf Anhieb für die Startelf reicht, bleibt laut André Köthe abzuwarten - aber die Perspektive sei auf jeden Fall da.

Druck aufbauen

Was das Spiel seiner SG angeht, will Köthe, dass künftig noch mehr Druck auf den Gegner aufgebaut wird. Und dass die zahlreichen Chancen besser genutzt werden als zuletzt. Maximilian Weber und Steffen Kanngießer werden zwar weiterhin fürs Toreschießen verantwortlich sein, die Verantwortung für den Abschluss soll aber auf noch mehr Schultern verteilt werden als bisher.

Ein weiteres Anliegen André Köthes ist, dass seine Mannschaft bei Rückständen nicht mehr so auseinanderfällt wie dreimal in der vergangenen Serie geschehen. Aber da - und auch in Sachen Teamgeist - sieht er seine Jungs auf einem guten Weg: „Wir haben viele gute Einzelspieler. Aber sie haben begriffen, dass sie alle Teil einer Mannschaft sind, bei der ein Rädchen ins andere greifen muss.“

Von Thomas Walger

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