SG Rotenburg/Lispenhausen und ESV Weiterode in der Bringschuld

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Musste sich gegen Wildeck wieder selbst einwechseln: Rotenburgs Trainer André Köthe, den hier Steffen Rimbach nicht am Passen hindern kann.

Rotenburg/Weiterode. Mit jeweils 30 Punkten besetzen der ESV Weiterode und die SG Rotenburg/Lispenhausen die Plätze sieben und acht.

Ein paar Zähler sollen aber noch dazukommen, um den Klassenerhalt auch rein rechnerisch abzusichern. Erste Gelegenheit dazu und zur Wiedergutmachung nach bösen Pleiten am vergangenen Wochenende besteht für die Rotenburger am Samstag ab 16 Uhr gegen die FSG Hohenroda und für die Weiteröder schon am heutigen Freitag ab 19 Uhr in Untergeis bei der starken SG Obergeis/Untergeis.

Die 0:6-Klatsche seiner SG Rotenburg/Lispenhausen in Wildeck liegt Trainer André Köthe noch immer schwer im Magen. „So machen wir uns zum Gespött in der gesamten Kreisoberliga“, spielt er auf die dritte klare Auswärtsniederlage in Folge an. Zwischendurch hatte es mit dem 4:0 auf eigenem Platz gegen die FSG Bebra ein Erfolgserlebnis gegeben, das Köthe aber nicht milder stimmen kann.

0:8, 2:7, 0:6 - solche Ergebnisse „sind eine Sache des Charakters“, sagt der SG-Coach. Es könne nicht angehen, dass bei Rückständen „Spieler den Ball verlieren und sich dann nicht einmal umdrehen und versuchen, ihn zurückzugewinnen“. Auf jeden Fall ist Gesprächsbedarf entstanden. Auch der Vorstand wolle sich jetzt mal mit den Kickern unterhalten. „Ich weiß nicht, was in ihren Köpfen vorgeht“, sagt der Trainer.

Darauf angesprochen, dass mit Niklas Richter und Maximilian Weber in Bosserode zwei Rotenburger wenigstens versucht hätten, ihre Nebenleute verbal aufzurütteln, sagte Köthe: „Niklas ist ein Führungsspieler. Von ihm erwarte ich das auch. Aber dass Maxi, der eine überragende Saison spielt, die anderen mit seinen 19 Jahren mitziehen muss, ist schon symbolisch für unsere Situation.“

Defensivere Ausrichtung 

Vor dem Duell mit Gast FSG Hohenroda zieht André Köthe taktische Konsequenzen: „Wir werden defensiver agieren, denn wir müssen mehr Sicherheit in unser Spiel bringen.“ Einfache Pässe sind jetzt gefragt, keine Kabinettstückchen. „Zuletzt haben wir nicht zielstrebig Fußball gespielt.“ Die Gastgeber werden wohl auf Christian Orth und Dominik Stunz verzichten müssen, die sich in Wildeck früh Zerrungen zugezogen haben.

Dass sie bei den Hohenrodaern im Nachholspiel am 8. April mit 2:7 eingebrochen sind, sollte die Motivation bei den Rotenburgern noch steigern. „Für mich wäre ein Punkt ein Erfolg“, sagt André Köthe. Für den Gegner zählt im Kampf um die Aufstiegsrelegation wohl nur ein Dreier.

Der ESV Weiterode hat sich am vergangenen Sonntag auf eigenem Platz gegen SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain nicht mit Ruhm bekleckert. Es setzte eine 1:4-Pleite gegen das Schlusslicht. Ohne Gegenwehr hat sich die Mannschaft nach dem 0:3-Rückstand ergeben.

ESV kann’s viel besser 

Ein ernüchternder Auftritt. Dass sie es viel besser kann, hat sie schon oft genug bewiesen. Beim Tabellenvierten SG Obergeis/Untergeis wird sich der ESV gewaltig steigern müssen, wenn er punkten will. Genau das dürfte Trainer Rainer Noll von seinen Spielern auch einfordern.

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