Fußball-Kreisoberliga

SG Rotenburg/Lispenhausen will einen Neuanfang ohne Druck

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Dieses Bild ist vor zwei Jahren entstanden: Damals bejubelten (von links) Maximilian Weber, Christian Orth, Niclas Schögin, Florian Goetzke und Steffen Kanngießer nach dem 2:1-Relegationssieg über die SG Ausbach/Friedewald den Klassenerhalt. Diesmal hat es nicht gereicht. Aber dafür gibt es allen Anlass zur Hoffnung, dass es in der A-Liga in der kommenden Saison viel häufiger Anlass zur Freude geben wird. 

Die Fußballer der SG Rotenburg/Lispenhausen tragen am Sonntag ab 15 Uhr ihr vorerst letztes Heimspiel in der Kreisoberliga aus.

Die Fußballer der SG Rotenburg/Lispenhausen tragen am Sonntag ab 15 Uhr ihr vorerst letztes Heimspiel in der Kreisoberliga aus. Denn seit dem vergangenen Wochenende steht fest: Das Team von Trainer Sandro Mohr muss in die Kreisliga A absteigen.

Zur Abschiedsvorstellung vor heimischem Publikum wird sich die SG Haunetal auf dem Rotenburger Wittich präsentieren. Die Gäste brauchen noch zwei Punkte, um den Klassenerhalt ganz sicher zu haben. Direkt absteigen können sie aber nicht mehr, nur die Relegation droht ihnen noch.

Dass es die Rotenburger diesmal erwischt hat, habe viele Gründe, sagt Sandro Mohr und führt zwei wichige an. So habe es zahlreiche, teils schwere Verletzungen gegeben, die seine Elf zurückgeworfen haben. Außerdem handele es sich um eine junge Mannschaft. Die habe viel lernen müssen, „und sie hat jetzt auch schon einiges gelernt“.

Mehr Erfahrungen auf dem Platz als die meisten seiner Kollegen konnte Florian Goetzke sammeln, obwohl auch er noch jung ist. Als am vergangenen Sonntag der Abstieg besiegelt war, erzählt sein Trainer, habe Goetzke gesagt, dass es vielleicht ja auch ganz gut sei, „dass es jetzt passiert ist“, nachdem man „jahrelang herumgeeiert“ sei.

Dreimal in Folge hatte die SG in den vergangenen Jahren den Klassenerhalt praktisch erst in letzter Minute geschafft. Erfolgserlebnisse waren da rar gesät. Und die bräuchten junge Spieler auch, sagt Sandro Mohr, um sich gut zu entwickeln. Diese positiven Momente will sich das Team künftig in der A-Liga holen und den Wiederaufstieg schaffen.

Das entsprechende Signal hätten Goetzke, Florian von Kintzel und Kapitän Steffen Kanngießer gleich nach dem 1:2 gegen Hönebach gegeben. „Wir müssen das jetzt hinkriegen“, hätten sie sich und ihre Kollegen gleich in die Pflicht genommen. Damit den Worten in den kommenden Monaten auch Taten folgen, fordert Coach Mohr: „Alle werden in jedem Spiel und in jedem Training alles geben müssen.“

Dass in der zu Ende gehenden Saison unter dem Strich so wenig Ertrag für seine SG gab, sei auch eine Kopfsache gewesen, sagt Mohr und fährt fort: „Wir hatten uns immer viel vorgenommen. Wir waren dann oft nicht schlechter als unser Gegner, haben viel Lob bekommen, aber zu wenige Punkte. Und ich musste dann jedes Mal die Spieler vom Platz pflücken, wenn sie enttäuscht am Boden lagen.“

Genau so war es auch beim ersten Aufeinandertreffen mit der SG Haunetal im August. „Da waren wir die bessere Mannschaft“, erinnert sich Sandro Mohr.

Von der 60. bis zur 82. Minute führten seine Jungs in Neukirchen 2:1. „Dann kriegen wir in der 82. Minute das 2:2, kassieren danach noch zwei Gegentore und verlieren 2:4. Das ist ein mentales Problem.“

So etwas soll sich am Sonntag nicht wiederholen - selbst wenn sich die Haunetaler in den vergangenen zwei Monaten dank ihrer Winter-Neuzugänge erheblich gesteigert haben.

„Jetzt ist bei uns der Druck weg, vielleicht hilft uns das ja“, sagt Sandro Mohr. Er wird die Mannschaft übrigens auch in der Kreisliga A trainieren. Das sei sein Wunsch und auch von den Verantwortlichen in der SG so gewollt, sagt er. Der Coach geht davon aus, dass auch die Spieler bei der Stange bleiben.

„Noch zwei Spiele, dann werden wir erst mal ein bisschen Urlaub machen und dann wieder angreifen“, sagt Sandro Mohr.

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