Steffen Kanngießer in Torlaune -

Ein Zweikampf mit Folgen: Rotenburgs Marcel Möller (weißes Trikot) wird gleich Mecklars Kapitän Andre Deneke zu Fall bringen. Der dafür verhängte Elfer führte zum 1:1. Foto: Walger

Rotenburg. Der letzte Strohalm ist ergriffen. Dabei half auch Rivale Dittlofrod/Körnbach mit, der in Soisdorf nur ein 1:1 erreichte.

Im vorletzten Saisonspiel der Fußball-Kreisoberliga besiegte die SG Rotenburg/Lispenhausen mit dem 4:2 (2:1) ihren Gast SG Mecklar/Meckbach/Reilos und darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Bereits in der 6. Minute gingen die Rotenburger in Führung: Nach einer gekonnten Kombination nahm Jan Hanstein den Ball direkt und traf. Doch bald ließ der anfängliche Schwung der Platzelf nach. Die Gäste machten mit zielorientiertem Spiel Drúck. Zum Erfolg kamen sie aber erst in der 31. Minute. Nach einem Foul von Marcel Möller an dem Ludwigsauer Kapitän André Deneke zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Kilian Sauerwein schoss, Keeper Stefan Künzl parierte glänzend, war aber gegen den Nachschuss machtlos. Deneke sollten die Rotenburger übrigens im gesamten Spiel nicht in den Griff bekommen.

Dass es bei der heimischen SG holprig lief, untersteichen die Zurufe von Spieler Florian Goetzke („Jungs, zeigt euch!) oder von Coach Steffen Oelschläger (Rückt doch mal richtig raus!). Deshalb kam die Führung für die Platzherren. auch überraschend: Jan Hanstein spielte glänzend in die Schnittstelle, Steffen Kanngiesser veredelte diesen Pass zum 2:1 (43.).

Oelschläger schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn plötzlich wirkte sein Team gefestigter, vor allem geschlossener im Mittelfeld. Den 2:2-Ausgleich konnte es dennoch nicht verhindern: Eine weite Flanke unterschätzte Keeper Stefan Künzl - er bekam die Hände nicht an die Kugel, dafür André Deneke seinen Kopf (55.). Deneke hatte kurz darauf sogar das 2:3 auf dem Fuß, er ballerte aber völlig frei am Kasten vorbei. Die Gäste spielten weiterhin auf Sieg und entblößten dabei ihre Deckung.

Die Schlußoffensive der Gastgeber leitete dann Maximilian Weber mit einem Fernschuss ein, den Gästekeeper Christian Pohl nur mit Mühe entschärfen konnte (85.). Nach einer unübersichtlichen Situation im Gästestrafraum zeigte der Schiedsrichter zum Erstaunen aller auf den Punkt und gab Sascha Karpenstein zudem Gelb-Rot. Den fälligen Strafstoß verwandelte Steffen Kanngießer sicher (86.) zum 3:2.

Die Entscheidung fiel durch einen Bilderbuchkonter: Maximilian Weber legte klug quer auf Steffen Kanngießer, der zum 4:2-Endstand einnetzte (89.).

Rotenburgs Trainer Steffen Oelschläger sagte nach dem Erfolg: „Wir kamen in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel und gingen dann glücklich 1:0 in Führung.“

Er freute sich aber sehr über den dritten Sieg in Folge. Ein Sonderlob spendierte er seinem Nachwuchsspieler David Murad: „Was der Junge gelaufen ist, ist für einen A-Jugendlichen schon enorm.“

Wolfgang Deneke, der Coach der Ludwigsauer, befand: „Eigentlich war das ein Unentschieden-Spiel. Trotzdem hätten wir mehr Tore erzielen müssen.“

Angesichts der Bedeutung der Partie für die abstiegsbedrohten Rotenburger sei es sehr fair zugegangen, betonte er.

SG Rotenburg/Lispenhausen: Künzl - Möller, Trieschmann, Goetzke, Ort (14. Krah), Hanstein, v. Kintzel (55. Detlefsen), Wahl, Kanngießer, Weber, Murad

SG Mecklar/Meckbach/Reilos: Pohl - Arnhold, Schade, Herdt, Orth, Sauerwein, Hebeler, Reich, Deneke, Mohamud (68. Lohr), Karpenstein

Tore: 1:0 Hanstein (6.), 1:1 Sauerwein (31., FE), 2:1 Kanngießer (43.), 2:2 Deneke (55.), 3:2, 4:2 Kanngießer (86./FE, 89.)

SR: Gaschitz (Lehnerz)

Zuschauer: 250

Von Burghard Hauptmann

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