Fußball-Kreisoberliga: Bebra und Wildeck brauchen Punkte gegen den Abstieg

Ein Duo steht unter Druck

Müssen punkten: Die FSG Bebra, hier vorn mit Bene Jaschinski (links), und die SG Wildeck, rechts mit Kevin Adler, wollen nicht noch weiter in den Tabellenkeller rutschen. Beide Teams sind am Osterwochenende im Doppeleinsatz. Foto: Walger

Bebra/Wildeck. Die FSG Bebra hat 20 Punkte auf dem Konto, die SG Wildeck 18 - damit laufen beide Gefahr, aus der Fußball-Kreisoberliga abzusteigen, denn von den Teams dahinter ist nur Schlusslicht SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain schon ein bisschen abgeschlagen. Der TSV Ufhausen und der SC Soisdorf ließen dagegen zuletzt mit unerwarteten Siegen aufhorchen und pirschen sich heran.

Noch etwas größer als für die Bebraner ist der Erfolgsdruck für die SG Wildeck. Sie muss am Samstag um 15.30 Uhr in Rothenkirchen und am Montag um 15 Uhr beim SVA Bad Hersfeld II antreten. Die Heimspiele gegen diese beiden Kontrahenten hatte das Team von SGW-Trainer Sandro Mohr mit 3:4 beziehungsweise 0:1 verloren.

Abstiegsplatz droht

Setzt es jetzt wieder zwei Niederlagen, dann könnten sich die Wildecker am Montagabend auf einem Abstiegsplatz wiederfinden. „Eigentlich wäre ich gegen diese Gegner mit einem Punkt zufrieden. Aber in unserer Situation wäre das wohl noch zu wenig“, sagt Sandro Mohr.

Zu allem Überfluss plagen ihn auch noch personelle Probleme. Steffen Rimbach hat sich wohl schwerer verletzt, als zunächst befürchtet. Ein MRT soll nach Ostern Aufschluss geben. Stefan Helbig wird dienstlich verhindert sein, André Krämer hat Bereitschaft. Meik Dickmann leidet an starken Rückenschmerzen.

Leitfigur

„Ich hoffe, dass es bei Meik wenigstens für ein Spiel reicht“, sagt sein Coach, „gerade die jungen Burschen orientieren sich auf dem Platz an ihm.“

Außerdem hat es Ivan Bagara und André Veselcic für zwei Wochen in ihre kroatische Heimat verschlagen: Veselcic heiratet dort die Schwester seines Teamkollegen.

Die Wildecker, die auf dem Platz stehen werden, müssen so schnell wie möglich die 1:4-Heimpleite gegen Ufhausen aus den Köpfen bekommen. Über die grübelt auch Sandro Mohr noch nach: „Ich kann mir unseren Leistungsabfall nach einer Viertelstunde nicht erklären.“

Da hat es sein Kollege von der FSG Bebra leichter mit der Ursachenforschung nach dem 1:6 gegen den starken Aufsteiger Kiebitzgrund/Rothenkirchen. Seine Elf war nach dem Wechsel beim Stand von 1:3 am Drücker. Dann hatte sie Pech bei einem Kopfball an den Innenpfosten und geriet durch eine überzogene Ampelkarte auch noch in Unterzahl. Beim Versuch, trotzdem etwas zu reißen, wurde die FSG schließlich ausgekontert.

Ihr Trainer Andreas Gleim hofft nun vor den wichtigen Spielen am Samstag in Herfa (15 Uhr) und am Montag (15.30 Uhr) zu Hause gegen den SC Soisdorf, dass sich seine Deckung stabilisiert: „Einige Spieler haben im Moment noch nicht ihre Form aus der Hinrunde.“ In der war die Abwehr ein Bollwerk, das manches Remis gerettet hat. Auch wenn es seit September keinen Sieg mehr gab, ist Gleim zuversichtlich: „Die Mannschaft ist in der Lage, sich zu fangen. Die Frage ist nur: wann passiert’s?“ Er wünscht sich, dass seiner Elf das erste Tor gelingt: „Wenn man 1:0 führt, dann passen die Mechanismen auch wieder.“

„Wenn man 1:0 führt, dann passen die Mechanismen auch wieder.“

Andreas Gleim

Der Druck aus dem Umfeld wachse gerade, so wie schon zu Saisonbeginn nach zwei deftigen Niederlagen, hat Andreas Gleim festgestellt. Das könne aber auch einen positiven Effekt haben. „Da müssen wir jetzt in der Mannschaft noch enger zusammenrücken“, sagt er. Auf Christoph Reyer, Daniel Kaufmann und Sebastian Nölke, der beschlossen hat, eine Pause einzulegen, muss die FSG verzichten.

Von Thomas Walger

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