Fußball-Kreisoberliga: Weiteröder feiern glücklichen 4:3-Heimerfolg über Hohe Luft

Unterlatte hilft dem ESV

Auf dem Weg zum Hohe Lufter Tor: (von links) Weiterodes Marcel Heisse, FSV-Kapitän Dominic Eyrich, Serkan Kaval, der den Ball führt, und Marcel Wieditz. Foto: Walger

Weiterode. In einem Derby der Fußball-Kreisoberliga, das von der Effektivität der Platzherren und der Überlegenheit des FSV Hohe Luft geprägt war, landete der ESV Weiterode einen 4:3 (3:1)-Heimsieg und sprang auf den siebten Tabellenplatz. Beide Teams begannen verhalten, wobei die Gäste die größeren Spielanteile besaßen. Der ESV agierte zu defensiv und ging eigentlich aus dem Nichts in der 10.Minute in Führung. Ein langer Pass erreichte Pascal Freitag. Er zog sofort ab und traf flach ins Netz.

Der ESV befreite sich nun und erzielte sogar das 2:0: Nach einer herrlichen Kombination im Strafraum legte Kerem Kardas quer auf Sascha Bube, dessen Schlenzer genau passte (15.). Verdient kamen die Gäste in der 18. Minute zum Anschluss: Die ESV-Innenverteidigung agierte zu lässig, Emmanuel Crawford schnappte sich den Ball und versenkte ihn.

Dadurch bekamen die Hohe Lufter wieder Oberwasser. Bei zwei Chancen von Johann Eyrich (31., 38.) lag der Ausgleich in der Luft, doch er zielte jedes Mal zu hoch. Nach einem Freistoß erhöhte der ESV überraschend auf 3:1. Kerem Kardas hatte von rechts auf die lange Ecke gezielt. Pascal Eberlein setzte nach und drückte das Spielgerät über die Linie (41.).

Die Spannung erhöht

Bald nach Wiederanpfiff erhöhten die Hohe Lufter mit ihrem Anschlusstreffer die Spannung wieder. Nach einer Prokopenko-Ecke wehrte Florian Yildiz das Leder direkt auf Leonhard Banysch ab, und der zimmerte den Ball aus dem Hinterhalt in die Maschen (49.).

Per Konter hätten die Weiteröder um ein Haar mit dem 4:2 geantwortet. Marcel Heisse setzte sich am rechten Flügel durch, bediente Pascal Eberlein gekonnt, doch der hämmerte den Ball aus kurzer Distanz über die Latte (54.).

Statt des 4:2 fiel das 3:3. Die ESV-Abwehr den Ball nicht weg. Kevin Kurz verlud ESV-Keeper König mit seinem Schuss zum Ausgleich (70.).

Bei einem der wenigen noch folgenden ESV-Angriffe fiel der Siegtreffer. Nach einer Bube-Ecke verlängte Philipp Prokopenko das Leder unglücklich per Kopf direkt auf Kerem Kardas, der nur noch einnicken musste (73.).

Das 4:4 verpassten die Gäste nur knapp. Zuerst nagelte Roman Prokopenko den Ball an die Unterlatte (76.), dann hatte ESV-Keeper König bei einem Fernschuss von Bojan Kostadivov Mühe (83.). Die letzte Gelegenheit des FSV verpuffte im Strafraumgewühle (88.).

ESV-Trainer Rainer Noll bilanzierte: „In der ersten Halbzeit haben die nicht abgeschlossen, und wir waren effektiver. Im zweiten Abschnitt waren wir eigentlich platt und haben hinten zu viele Fehler gemacht, dann aber glücklich gewonnen. FSV-Coach Martin Heß ärgerte sich: „Wir sind überlegen, schließen aber vorne nicht ab. So geht das schon die ganze Saison. Das war eine unglückliche Niederlage.“

Weiterode: König - Pfau, Leinhos, Yildiz, Thalmann (62. Hermann), Gök, Freitag, Bube, Eberlein (69. Soliman), Kardas, Kaval

FSV: Sauerbrei - Gidion, Banysch (19. Erich), Wieditz, Kurz, Eyerich (60. R. Prokopenko), Crawford, Lidzba, P. Prokopenko (90. Banysch), Galbas, Kostandinov

Tore: 1:0 Freitag (10.), 2:0 Bube (15.), 2:1 Crawford (18.), 3:1 Eberlein (41.), 3:2 Banysch (49.), 3:3 Kurz (70.), 4:3 Kardas (73.)

SR: Hildenbrand (TSG Mackenzell); Zuschauer: 150

Von Burghard Hauptmann

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