Fußball-Kreisoberliga: SG Rotenburg/Lispenhausen zeigt beim 4:4 Moral

Weber rettet einen Punkt

Die Deckung der SG Rotenburg/Lispenhausen hatte keinen leichten Stand: Hier versuchen (von links) Alexander Wahl und Niclas Schögin mit vereinten Kräften, einen Aulataler zu bremsen. Foto: Walger

Rotenburg. In der Fußball-Kreisoberliga trennten sich die SG Rotenburg/Lispenhausen und die SG Aulatal in einem spektakulären Spiel 4:4 (3:2).

Von Beginn an nahm das Spiel Fahrt auf. Gleich in der sechsten Minute klingelte es dann zum ersten Mal im Kasten der Aulataler: Nach einer Ecke von Steffen Kanngießer traf Jan Hanstein per Schuss zum 1:0 ins lange Eck. Doch die Führung brachte die Gäste nicht aus der Ruhe. Mit langen Ballzirkulationen ließen sie ihre Gegner laufen; und kamen in der 11.Minute zur ersten Riesenchance. Nach einem Eckball scheiterte erst Kai Stiebeling an Stefan Künzl, den Nachschuss von Gäste-Kapitän Daniel Weber konnten die Rotenburger Verteidiger gerade noch so vor der Linie klären.

Zwar besaßen die Aulataler mehr Spielanteile, doch die Platzherren lauerten auf Konter, die sie auch bekamen. So zum Beispiel in Minute 20, als Kanngießer auf Jan Krah ablegte. Seinen Rückpass verwertete Maximilian Weber, der noch mehrere Gegenspieler umkurvte, zum 2:0. Doch nur drei Minuten später fiel der Anschlusstreffer der Gäste. Daniel Naumanns Schuss aus 19 Metern landete unhaltbar flach im linken Eck.

Weber behält Nerven

In der 34. Minute folgte der Ausgleich. Nach Flanke von Michael Mc Donald patzte Keeper Künzl, Paul Kozik brauchte nur noch einzuschieben. Doch die Hausherren gingen in der 44. Minute wieder in Führung. Nach Vorlage von Krah behielt Weber die Nerven und traf zum 3:2-Pausenstand.

Nach der Halbzeit nahmen die Gastgeber den Schwung der Führung mit und kamen durch Maximilian Weber, ihren besten Mann, zur nächsten Chance. Nach tollem Solo schoss er aber über das Tor (49.). Danach fingen sich die Gäste und starteten eine Drangperiode. Einen Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Roman Schrön auf das Gehäuse, doch Künzl parierte glänzend. Eine Minute später dann der Ausgleich. Nach schönem Spielzug umkurvte Schrön den Keeper und traf zum 3:3. Wiederum nur zwei Minuten später flog Schneiders Kopfball knapp über die Latte.

In der Folgezeit gab es Chancen auf beiden Seiten, allerdings konnten beide Teams aus ihren Gelegenheiten zunächst kein Kapital schlagen. Das änderte sich in der 82. Minute, als Schrön einen strittigen Elfmeter zur Aulataler 4:3-Führung nutzte. Aber die Rotenburger zeigten Moral. Maximilian Weber blieb es vorbehalten, per Freistoß für den 4:4-Endstand zu sorgen (85.).

Heim-Trainer André Köthe bilanzierte: „Ich bin mit meiner Mannschaft zufrieden. Wir haben uns als Einheit präsentiert und Moral gezeigt. Aber wenn man zweimal führt, möchte man natürlich auch gerne gewinnen.“

„Gerechtes Unentschieden“

Gäste-Trainer Markus Pflanz sagte: „Ich bin nicht zufrieden mit meinem Team, zumindest nicht mit der ersten Halbzeit. Da hatten wir nicht die richtige Einstellung. Deswegen ist es ein gerechtes Unentschieden.“

SG Rotenburg/Lispenhausen: Künzl - Orth, Möller (75. Lucius), Schögin, Kanngiesser, Wolf, Weber, Krah, Wahl, Hanstein, von Kintzel

SG Aulatal: Lepper, Schreiber, Mc Donald, Schneider, Wernick, Stiebeling (65. Marcel Naumann), Weber, Daniel Naumann, Kozik, Hahl (46. Albert), Schrön

SR: Dietz (Melsungen)

Tore: 1:0 Hanstein (6.), 2:0 Weber (20.), 2:1 Daniel Naumann (23.), 2:2 Kozik (34.), 3:2 Weber (44.), 3:3 Schrön (60.), 3:4 Schrön (82; FE), 4:4 Weber (85.)

Von Kevin Kunze

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