Fußball: Die Mannschaft von Rainer Noll hat Abstiegsgefahr gebannt und dann wieder neu angegriffen

ESV Weiterode ist Elf des Jahres

Schlug beim ESV Weiterode voll ein: Neuzugang Serkan Kaval. 3 Fotos: Walger

Rotenburg. Die heimischen Fußballer sind in der Winterpause. Zeit, auf ihr Jahr zurückzublicken. Und die Frage zu klären: Wer war eigentlich die beste Mannschaft des Altkreises Rotenburg im Jahr 2015? Vier Teams führen die heimischen Kicker an, denn sie waren und sind in der Kreisoberliga vertreten. Alle anderen Klubs und Spielgemeinschaften gehören niedrigeren Klassen an.

Da Zahlen nicht lügen, lassen wir beim Vergleichen des Kreisoberliga-Quartetts eben Zahlen sprechen: Obwohl der ESV Weiterode im ablaufenden Kalenderjahr ein Spiel weniger absolviert hat als die drei Konkurrenten, hat er 44 Punkte geholt - und steht damit auf Rang eins unserer Rangliste. Dicht gefolgt übrigens von der SG Wildeck mit 42 Zählern. Die SG Rotenburg/Lispenhausen hat es auf 38 gebracht, die FSG Bebra auf 34.

Akut gefährdet

Ende März waren die Weiteröder mit 20 Punkten aus 21 Spielen als Drittletzter noch akut abstiegsgefährdet. Doch die Spieler von Rainer Noll hatten in der Winterpause hart gearbeitet. Das machte sich dann schnell bezahlt.

In der aktuellen Kreisoberliga-Tabelle sind die Weiteröder als Vierter das beste Altkreis-Team vor der SG Rotenburg (Platz 7/21 Punkte), der FSG Bebra (10./20) und der SG Wildeck (12./15).

Dass der ESV derzeit so gut dasteht in der Kreisoberliga, ist dem glücklichen Händchen bei den Neuverpflichtungen zu verdanken. So konnte der schmerzhafte Weggang von Daniel Lingelbach zu den Weidenhäuser Adlern erstaunlich gut aufgefangen werden. Das lässt sich auch an der Torjägerliste ablesen: Last-Minute-Verpflichtung Kerem Kardas und Serkan Kaval, der vom FSV Hohe Luft gekommen war, haben zusammen schon 20 Treffer erzielt.

Ein Zugang in der Winterpause, der auch weiß, wo der gegnerische Kasten steht, löst bei der SG Wildeck Zuversicht aus: Christian Winter kehrt zurück. Mit ihm sollte sich das Team von Sandro Mohr doch vom Tabellenkeller entfernen können, zumal ja inzwischen auch Spielmacher Meik Dickmann nach langer Pause wieder sein Comeback gefeiert hat.

Während die SG Rotenburg/Lispenhausen oft unter ihren Möglichkeiten geblieben ist und sich hoffentlich bald wieder auf einem höheren Niveau stabilisiert, muss die FSG Bebra aufpassen. Bei ihr ging es zuletzt leicht bergab. Nachdem sich Trainer Wolfgang Poweleit im Frühjahr bei der FSG verabschiedet hatte, geriet die Mannschaft unter ihrem neuen Coach Andreas Gleim zum Auftakt in Turbulenzen: 0:6 zum Saisonauftakt auf eigenem Platz gegen den Nachbarn aus Weiterode, dann 0:5 beim SVA II - schlimmer geht es kaum.

Doch Gleim schaffte es, den Hebel umzulegen und bei seinen Spielern einen unbändigen Kampfgeist zu wecken. Punkt um Punkt sammelten die Bebraner. Mit frischen Kräften und der gleichen guten Einstellung müssen sie im März weitermachen, dann wird es mit dem Klassenerhalt auch klappen.

Von Thomas Walger

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