Weiterode sichert sich den Sieg in den letzten neun Minuten

Hiergeblieben: Weiterodes Christopher Hermann stoppt den Gegenangriff seines Schenklengsfelder Kontrahenten mittels einer Grätsche. Foto: Henkel

Weiterode. In der Fußball- Kreisoberliga gewann der ESV Weiterode das Kellerduell gegen die SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain mit 2:1 (0:0). Der Sieg war glücklich, aber durchaus verdient.

Beide abstiegsgefährdeten Mannschaften waren in der Anfangsphase des Spiels auf Sicherheit bedacht. So kam es auf beiden Seiten zu keinen nennenswerten Tormöglichkeiten. Eine Vorentscheidung allerdings bahnte sich in der 21. MInute an: Nach einem Pass in die Spitze setzte Gästespieler Fassbender nach und foulte seinen Gegenspieler. Zur Überraschung aller entschied der Schiedsrichter auf grobes Foulspiel, und zeigte die Rote Karte.

In der Folgezeit konnten die Weiteröder aus der zahlenmäßigen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Es fehlte die zündende Idee - nur eine hochkarätige Torchance erspielte sich der ESV (41.) in dieser Phase: Manuel Pfau spielte eine schöne Flanke auf Grassmann, der hämmerte aber den Ball aus fünf Metern an die Lattenunterkante.

Nach der Pause kamen dann die Gastgeber besser ins Spiel und hatten auch gute Chancen. So schoss Daniel Lingelbach freistehend knapp am Tor vorbei (48.). Kurz darauf scheiterte Sascha Bube an Gästekeeper Andreas Heinz. Die Hausherren verloren nach dieser Druckphase wieder etwas den Faden. Und es kam noch schlimmer für den ESV. Ein schneller Konter bescherte dem Gast sogar die 1:0-Führung (74.). Alexander Pitton setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und drosch den Ball in die Maschen.

Allerdings hatte Weiterode schnell Antwort parat. In der 81. Minute scheiterte zunächst Lingelbach. Die Gäste konnten den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen, und Florian Yildiz vollendete zum Ausgleich. Der ESV ließ nun nicht mehr locker. Dies zahlte sich in der 88. Minute aus. Nach einer Ecke traf der eingewechselte Cagri Oezkan zum vielumjubelten Siegtreffer. „Meine Jungs mussten 70 Minuten in Unterzahl spielen. Bis zur 80. Minute haben sie es auch gut gemacht, dann haben uns allerdings die Kräfte verlassen. Der Platzverweis war entscheidend“, befand Schenklengsfelds Trainer Andreas Maronn. Sein Gegenüber Rainer Noll befand: „Ich bin trotz des Sieges nicht mit dem Spiel zufrieden. Vor allem in der ersten Hälfte waren wir schlecht. Wir wollten unbedingt die drei Punkte holen und hatten dadurch großen Druck. Das 0:1 hat uns dann wachgerüttelt.“

Weiterode: Eisel, Pfau, Leinhos, Hermann (65. Nöding), Agirmann, Freitag (28. Yildiz), Bube, Lingelbach, Grassmann, Gilga (72. Oezkan)

Schenklengsfeld/R./W.: Heinz, Sabrowski (34. Sut), Pitton, Leu-becher, Kraft, Fassbender, Riedl, Reinhardt, Küting, Schmidt (83. Nothbaum), Maronn

SR: Borschel (Wehretal), Z: 120

Tore: 0:1 Pitton (74.), 1:1 Yildiz (81.), 2:1 Oezkan (88.)

Rot: Fassbender (20.)

Von Kevin Kunze

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