Weiterode will Durststrecke beenden, Wildeck ist in Personalnot

Richelsdorf/Weiterode. „Endlich wieder punkten" - so lautet das Motto der SG Wildeck im Heimspiel der Fußball-Kreisoberliga gegen den FSV Hohe Luft am Samstag um 16 Uhr in Richelsdorf. Auch der ESV Weiterode will am Freitagabend ab 19 Uhr im Heimspiel gegen die SG Ober-/Untergeis wieder zurück in die Erfolgsspur.

Beim ESV Weiterode hatte Trainer Rainer Noll zuletzt bei zwei 1:1-Unentschieden gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte - das zweite davon beim Schlusslicht - wenig Grund zur Freude. „Eigentlich wollte ich sechs Punkte aus den beiden Spielen, zwei sind mir deutlich zu wenig. Die Unentschieden haben aber dem Spielverlauf entsprochen“, gibt Noll zu. Die Spieler hätten ihr Potenzial nicht abrufen können, was zum Teil auch der Einstellung auf dem Platz geschuldet war.

Außerdem erzielten die Weiteröder in den vergangenen Partien nur ein Tor pro Spiel - an den ersten acht Spieltagen waren es im Schnitt 3,5. „Unsere Gegner stellen sich mittlerweile besser auf uns ein und begegnen uns mit einer defensiven Taktik. Da rechne ich gegen die Geistaler aber mit einem offeneren Spiel“, so der ESV-Trainer. Es ist das Spiel zweier Teams, die zuletzt einen Durchhänger hatten - wobei der der SG Ober-/Untergeis mit zuletzt zwei Punkten aus fünf Spielen schon deutlich länger anhält. Weiterode steht nach wie vor auf einem guten vierten Platz.

Wenn es wirklich eine offensiv geführte Partie mit vielen Räumen wird, dürfte der ESV gute Karten haben. „Da liegen unsere Stärken. Und auf eigenem Platz muss das Ziel sein, drei Punkte einzufahren“, fordert Noll. Personell sieht es gut aus, nur der Einsatz des angeschlagenen Matthias Grassmann ist fraglich.

Ganz anders sieht das bei der SG Wildeck aus. 13 Spieler fallen bei den SGW-Senioren derzeit aus. Davon gleich sieben, die in der vergangenen Serie zum festen Stamm der ersten Mannschaft gehört haben. „Und das sind eben Kreuzbandrisse, Operationen am Daumen und Patellasehnenreizungen - nichts, was schnell geht. Klar, das beunruhigt mich schon etwas“, berichtet Trainer Sandro Mohr. Zudem trifft es mit Steffen Rimbach (36), Dickmann (35), Kirschke (25), Röder (24) und Helbig (24) fünf der erfahreneren Spieler, dazu kommt noch Marco Bode (20). Studienbedingt wird gegen Hohe Luft außerdem Thomas Leimbach (18) fehlen. „Unsere junge Garde muss es eben rocken. Und das kriegen die Jungs auch hin, wir bleiben positiv. Es ist meine Aufgabe, dass die Stimmung gut bleibt“, sagt Mohr. Und weil der Gegner Hohe Luft heißt, gibt es für den SGW-Coach auch einen Grund für Optimismus. Gegen den FSV hat er bisher als Verantwortlicher der B-Jugend und der Senioren je dreimal gespielt. Erfolgsquote: 100 Prozent. Von den Einzelspielern her sei Hohe Luft bestens aufgestellt. Das müsse aber jedes Team erst mal als Elf auf den Rasen bringen, so Mohr. Und mit mannschaftlicher Geschlossenheit können die Wildecker auf jeden Fall aufwarten. Einen Punkt wollen sie mindestens holen.

Von Christopher Ziermann

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