SG Wildeck macht aus einem 1:2 in Unterzahl ein 6:2

Das hast du gut gemacht: Schon in der ersten Spielminute beglückwünschten die Wildecker ihren Kapitän Andy Becker (Nummer 3) zum Führungstor. Doch auch danach ging es noch hoch her. Im rechten Foto landet Wildecks Steffen Rimbach sehr unsanft. Fotos: Henkel

Richelsdorf. Nach dem 6:2-Erfolg im Kellerduell der Fußball-Kreisoberliga gegen die SG Dittlofrod/Körnbach kann die SG Wildeck erst einmal ein wenig durchschnaufen.

Vor dem halben Dutzend Treffer lag aber ein hartes Stück Arbeit.

Mit dem schnellen 1:0 durch Kapitän Andy Becker, dessen Distanzschuss bereits nach 120 Sekunden flach rechts unten einschlug, schien die Welt für die Gastgeber noch in Ordnung. Doch die Ernüchterung folgte nur fünf Minuten später auf dem Fuß. Abwehrchef André Krämer bekam nach einer Hereingabe in den Strafraum den Ball unglücklich an die Hand, und Schiedsrichter Buchenau entschied auf Elfmeter und zeigte dafür auch noch den roten Karton. Bott ließ sich die Chance nicht nehmen und glich aus.

Trotz Unterzahl hielt Wildeck weiter gut mit, spielte aber bei einem Konter vergeblich auf Abseits und geriet in Rückstand. Auch dadurch ließen sich die Gastgeber nicht beirren, bauten weiter Druck auf und glichen nach einem Foul an Christian Winter per Strafstoß durch Meik Dickmann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte verdientermaßen aus.

„Mein Team hat nach dem Platzverweis Moral gezeigt und nach dem Wechsel das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, nämlich Powerfußball zu spielen“, zeigte sich Trainer Sandro Mohr nach dem Spiel zufrieden. Ausgerechnet ein Konter der Gastgeber - Baumgardt schoss völlig freistehend neben das Tor - wirkte auf die Heimelf wie ein Weckruf. Gegen den nun durch Verletzungen arg gebeutelten Gast legte Steffen Rimbach mit einem Doppelpack den Grundstein zum Sieg. „Unsere optische Überlegenheit haben wir dann auch in Tore umgemünzt“, freute sich Wildecks Vorsitzender Mike Rimbach über die entscheidenden Phase des Spiels.

Bei Dittlofrod war danach die Luft verständlicherweise raus, und die Treffer fünf und sechs durch Torjäger Christian Winter und Denis Huseljic kann man durchaus als willkommene Zugabe bezeichnen. Zuvor hatten schon Marc Hoffmann und Huseljic es versäumt, rechtzeitig den Sack zuzumachen. Nun gilt es für die Gastgeber im zweiten Heimspiel in Folge am Mittwoch gegen Soisdorf nachzulegen, um das Ziel Klassenerhalt möglichst schnell unter Dach und Fach zu bringen.

Wildeck: van Giersbergen - Roth, Becker, Kirschke ,Huseljic (55. Yannik Rimbach) Krämer, Winter, Radloff, Steffen Rimbach, Hoffmann, Dickmann (88. Hermann).

Dittlofrod/K.: Hofmann - Sauer, Kraus, Sippel, Abel, Lange, Bruckner, Do. Kaesmann, Da. Kaesmann, Bott, B. Kaesmann sowie Kircher, Baumgart und Lohfink

SR: Buchenau (Ulfen) Z: 100

Tore: 1:0 Becker (2.), 1:1 Bott (7., HE), 1:2 Kircher (24.), 2:2 Dickmann (45.+2, FE), 3:2, 4:2 Steffen Rimbach (70., 75.), 5:2 Winter (90.), 6:2 Huseljic (90.+2).

Von Thomas Becker

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