SG Wildeck hat sich fürs Derby gegen Hönebach viel vorgenommen

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Vor einem Jahr: Hönebachs Marcel Katzmann (rechts) schirmt den Ball vor Wildecks André Kirschke ab. Das Derby endete 1:1.

Obersuhl. Auch wenn die Serie noch jung ist, so kommt dem Wildecker Derby der Fußball-Kreisoberliga heute ab 19 Uhr im Obersuhler Stadion schon besondere Bedeutung zu.

Denn während die gastgebende SG Wildeck bereits zwei Spiele mit der mageren Ausbeute von nur einem Pünktchen absolviert hat, feiert der ESV Hönebach seine Saisonpremiere.

Der Ausfall des Spiels bei der SG Obergeis/Untergeis am vergangenen Wochenende stieß ESV-Trainer Tino Jäger sauer auf. „Nun müssen wir mit drei Doppelspieltagen starten. Für mich eine Wettbewerbsverzerrung“, macht er seinem Unmut über die Neuansetzung am Freitag, 25. August, Luft.

Da das eigentliche Saisonauftaktspiel gegen Weiterode wegen der Kirmes in Hönebach - Weiterode wollte am Freitag oder Samstag nicht spielen - auf den 1. September verschoben wurde, kommt es nun knüppeldick für den ESV.

„Sechs Spiele in 17 Tagen ist für Amateure schon happig“, wurmt Tino Jäger das randvolle Programm. „Wir wollen eine gute Rolle in der Kreisoberliga spielen, sind aber jetzt schon ein wenig ausgebremst“, blickt er etwas sorgenvoll auf die möglichen Auswirkungen der Doppelspieltage. Die Problematik zeigt sich am Beispiel von Marius Zilch, der wegen Urlaubs nun gleich drei Spiele verpassen wird. Bei normalem Saisonverlauf hätte er nur einmal gefehlt.

Zwar konnten die Hönebacher in einem kurzfristig anberaumten Test beim starken thüringischen KreisoberligaAufsteiger Geisa (3:3) noch einmal Spielpraxis sammeln, trotzdem weiß ihr Coach aber nicht wirklich, wo sein Team aktuell steht.

Mit Blick auf das Derby bei der SG Wildeck zeigt sich Tino Jäger aber selbstbewusst und sagt: „Wir haben eine gute Mannschaft, wollen unser Spiel machen und so werden wir auch auftreten.“

Ob Stefan Brandenstein rechtzeitig aus Hamburg zum Spiel da sein wird, war unter der Woche noch offen. Für Moritz Kreuzberg ist dagegen nach einem Kreuzbandriss die Saison bereits gelaufen. Neben Urlauber Zilch kann Ion Morgun wegen Nachtschicht nicht die vollen 90 Minuten absolvieren.

Besser abschließen

„Wir müssen unsere Chancen einfach besser verwerten, sonst kommt nichts dabei rum“, trauert SG-Coach Sandro Mohr den vergebenen Möglichkeiten gegen Steinbach II nach. Pech kam natürlich auch noch bei gleich drei Aluminiumtreffern von André Kirschke, Björn Radloff und Matthias Klatt dazu. Mit nur einem Zähler aus zwei Heimspielen ist der Übungsleiter alles andere als zufrieden.

Im Derby soll die Bilanz aufpoliert werden. „Wir müssen die Schlüsselspieler in den Griff bekommen, den Gegner ständig beschäftigen und 90 Minuten Gas geben“, fordert Sandro Mohr. Den ESV sieht er aufgrund seines Spielerpotenzials am Ende der Saison übrigens ganz vorne in der Tabelle angesiedelt. „Auch wenn wir alle Mann an Bord haben - nur hinter dem Einsatz von Marc Hoffmann steht noch ein Fragezeichen - wird es schwer, die Hönebacher zu schlagen“, zollt er dem Gegner großen Respekt.

Beide Teams müssen am Sonntag um 15 Uhr erneut ran. Dann bekommen sie es mit den Neulingen SV Niederjossa und SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain zu tun. Während der ESV gegen die SG Heimrecht genießt, muss die Mohr-Elf nach Niederjossa fahren.

Von Thomas Becker

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