Wildeck will gegen Rotenburg Abstand nach unten vergrößern

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So war’s im Hinspiel: Der Rotenburger Jan Hanstein behauptet in dieser Szene das Leder gegen den Wildecker Andy Becker.

Bosserode. Erneut rückt ein Altkreisderby in der Fußball-Kreisoberliga Nord in den Blickpunkt. Am morgigen Samstag ab 16 Uhr hat die SG Wildeck in Bosserode die SG Rotenburg/Lispenhausen zu Gast.

Die Gäste könnten mit einem Erfolg wohl auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen, während die Gastgeber im Kampf um den Ligaverbleib jeden Zähler dringend benötigen. Vier Punkte Abstand zum Relegationsplatz sind nicht gerade ein beruhigendes Poster. „In unser Situation muss man die Heimspiele gewinnen, außerdem wird es langsam mal Zeit, dass wir in einem Derby einen Akzent setzen“, umreißt SGW-Trainer Sandro Mohr die nicht gerade rosige Situation seiner Elf.

Dabei war er trotz der 1:5-Niederlage bei Tabellenführer Eiterfeld nicht unzufrieden. Man habe gut mitgehalten, sei aber an Grenzen gestoßen. Der Primus überzeugte vor allem durch Tempofußball und einem ausgezeichneten Offensiv- und Defensivverhalten. Eine Verbesserung, auch wenn das Ergebnis dies nicht wiederspiegelt, gegenüber dem Herfaer Spiel hatte Wildecks Übungsleiter dennoch ausgemacht. „In diesem Spiel muss jeder wissen worum es geht, einen fast freundschaftlichen Charakter wie in der Vorrunde in Lispenhausen wird die Partie diesmal wohl nicht haben“, nimmt er seine Mannschaft in die Pflicht.

Ob Spielgestalter Meik Dickmann und Torjäger Christian Winter mit von der Partie sein werden, war unter der Woche noch fraglich. Mohr hofft, dass beide ihre Blessuren bis zum Samstag einigermaßen auskuriert haben.

Auch Rotenburgs Spielertrainer André Köthe hatte beim Derbyerfolg gegen Bebra nach den „Klatschen“ gegen Asbach und Hohenroda eine Steigerung bei seiner Truppe ausgemacht. „Im Freitagspiel haben wir in Hohenroda in der ersten Hälfte gut gespielt, hatten auch Möglichkeiten, in Führung zu gehen, kriegen dann aber nach der Pause drei Treffer in drei Minuten“, analysiert er die zweite Halbzeit, in der man dann noch drei Tore kassierte, was so nicht hätte passieren dürfen.

Flache Anspiele

Gegen Bebra lief auch nicht gleich alles nach Plan. Der Versuch, zunächst mit hohen Bällen zum Erfolg zu kommen, spielte den Eisenbahnstädtern vor der Pause in die Karten. Erst nach dem Wechsel waren flache Anspiele und Angriffe über die Außen schließlich der Schlüssel zum Erfolg. „Wichtig war, endlich wieder mal zu Null gespielt zu haben. 18 Gegentore in drei Spielen waren einfach zu viel. Jetzt heißt es, mit einem Erfolg in Wildeck den Abstand zu den hinteren Rängen zu vergrößern“, lautet Köthes Marschroute für den Auftritt in Bosserode. Es gelte die Zügel nicht schleifen zu lassen, da im Hinblick auf den Klassenerhalt noch längst nicht alles in trockenen Tüchern sei.

Julian von Kintzel wird wohl trotz Erkältung auflaufen können, während hinter dem Einsatz von Jan Hanstein noch ein Fragezeichen steht. Nur im Notfall wird Köthe selbst die Fußballstiefel schnüren.

Von Thomas Becker

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