Fußball-Kreisoberliga: Rote Laterne nach 3:1-Heimerfolg im Kellerduell abgegeben

Wildecker atmen auf

Keine Luft zum Atmen lässt hier Wildecks Patrick Röder (rechts) Maik Schmidt von der SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain: Lohn aller Mühen waren wichtige drei Punkte. Foto: Walger

Bosserode. Aufatmen beim Fußball-Kreisoberligisten SG Wildeck. Im Kellerduell gegen die SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain setzte sich der Tabellenletzte mit 3:1 durch und reichte die Rote Laterne an die Gäste weiter. Viel Kampf, wenig Produktives: Das Spiel auf dem Bosseröder Sportplatz war nichts für Fußball-Ästheten. Beide Teams gehen seit Wochen pesonell auf dem Zahnfleisch, was auf dem Platz unverkennbar war.

„Wir sind mit dem nötigen Selbstvertrauen hierher gekommen, mussten aber durch den kurzfristigen Ausfall von Alexander Pitton noch einen weiteren Rückschlag verkraften“, sagte Gäste-Trainer Andelko Urosevic. Das für beide Mannschaften viel auf dem Spiel stand, merkte man gerade zu Beginn der Heimelf an.

Fehlpässe am Fließband

Sie produzierte fast 20 Minuten lang Fehlpässe am laufenden Band. Erst nach und nach fand sie ihren Rhythmus. Leicht hätte sie in Rückstand geraten können. Tobias Reinhardt, der bei Bastian Roth sonst gut aufgehoben war, prüfte Alexander van Giersbergen nach dessen verunglücktem Abschlag, Daniel Kütings Freistoß streifte die Latte (16.). Nach einer knappen halben Stunde dann die Erlösung für die SGW: Yannik Rimbach drischt nach einem Eckball von Meik Dickmann, der sich trotz Trainingsrückstands in den Dienst der Mannschaft stellte und sein Comeback gab, die Kugel von der Strafraumgrenze ins linke Dreieck.

„Der Führungstreffer war etwas glücklich, aber da die kämpferische Leistung heute gestimmt hat, war der Sieg verdient“, sagte der Torschütze. Wer dachte, dass nach dem schnellen 2:0 durch Steffen Rimbach nach der Pause mehr Ruhe in die Aktionen der Gastgeber einkehren würden, sah sich getäuscht. Nur drei Minuten später netzte Felix Nothbaum nach feinem Zuspiel von Simon Kraft zum Anschluss ein. Auch das 3:1 durch Patrick Röder, der Kevin Adlers Flanke verwertete, brachte Wildeck nicht die nötige Sicherheit (62.). Nur zwei Minuten später musste André Krämer vor dem einschussbereiten Nothbaum klären.

In den Schlussminuten setzte sich der Gast regelrecht im Strafraum der Einheimischen fest und hatte durchaus Möglichkeiten, zumindest den Anschlusstreffer zu erzielen. So rutschte Nothbaum an Reinhardts Eingabe vorbei. Josko Suts Schussversuch fehlte die nötige Präzession, und Roth kratzte in der Nachspielzeit Nothbaums Schussversuch von der Linie. Zuvor hatte Björn Radloff das 4:1 im Visier, doch streifte sein Schuss nur die Latte (89.).

„Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden. Der Einsatz von Meik Dickmann hat sich positiv auf meine junge Elf ausgewirkt“, sagte SGW-Coach Sandro Mohr. Seine Elf belohnte sich für ihren Einsatz. „Am Schluss war aber völlig unnötig der Wurm drin“, monierte SG Wildecks Youngster Yannik Rimbach.

SG Wildeck: van Giersbergen - Roth, Becker, Adler, Helbig (46. Preis), Krämer, Röder (75. Bagara), Radloff (3. Veselcic), Steffen Rimbach, Dickmann, Yannik Rimbach.

SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain: Rexroth - Lange, Sabrowski, Dixon, Kraft, Sut (22. Nothbaum), Küting, Reinhardt, Schmidt (78. Kreuder), Strehl, Thornagel.

SR: Dücker (Nüsttal); Z: 200

Tore: 1:0 Yannik Rimbach (27.), 2:0 Steffen Rimbach (50.), 2:1 Nothbaum (53.), 3:1 Röder (62.)

Von Thomas Becker

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