Fußball-Kreisoberliga: Wildecker Einsatz belohnt

Mohrs SGW entführt alle drei Punkte vom Rotenburger Wittich

Zwei Spieler, die im Derby eine gute Rolle spielten: Wildecks Meik Dickmann, der hier in Bodenlage Rotenburgs Maxi Weber vom Ball zu trennen versucht. Foto: Ziermann

Rotenburg. Spitze war es nicht, das Spitzenspiel. Der Wildecker Routinier Meik Dickmann hatte nach der Partie trotzdem gute Gründe zu feiern, als er mit seiner Mannschaft die Humba anstimmte.

Die SG Wildeck gewann das Derby beim bisherigen Tabellenführer SG Rotenburg/Lispenhausen ebenso knapp wie verdient mit 2:1 (1:0). „Wir haben uns zurückgemeldet“ freute sich Wildecks Trainer Sandro Mohr, nachdem sein Team zuvor zwei Niederlagen kassiert hatte.

Zur Rückkehr in die Erfolgsspur hatte Dickmann (34) seinen Teil beigetragen. Er vertrat den jungen Stefan Helbig als hängende Spitze und leitete das wichtige 0:1 kurz vor dem Pausenpfiff mit einem tollen Pass in die Tiefe ein - Winter und Rimbach erledigten den Rest. „Meik spielt normalerweise etwas defensiver, aber er hat sich heute in das Spiel reingequält und toll gespielt“, lobte Trainer Mohr.

Pech hatten die Rotenburger, die in der ersten Hälfte seltener gefährlich wurden als ihre Gegner. Denn unmittelbar vor dem 0:1 hatte der agile René Steinhauer erst den linken (40.), dann den rechten Pfosten (41.) getroffen.

„Da haben wir vorne kein Glück und kriegen im direkten Gegenzug das 0:1 so kurz vor der Halbzeit“, ärgerte sich Rotenburg/Lispenhausens Trainer André Köthe. Unverdient war die Wildecker Führung aber nicht. Denn Rimbach und Winter hatten in der Anfangsphase schon je eine klare Chance versiebt.

Der erste Aufreger nach dem Seitenwechsel war dann ein Platzverweis: Rotenburgs Abwehrspieler Marcel Möller foulte und ärgerte sich über den Pfiff des ansonsten guten Schiedsrichters - der zeigte ihm dafür Gelb und Gelb-Rot (55.). Eine Karte hätte hier genügt. „Das war bestimmt nicht spielentscheidend. Aber mit zehn Mann ist es natürlich schwieriger, zurückzukommen“, befand Köthe.

Für die Gäste ergaben sich jetzt mehr Räume, zumal Köthes Mannschaft mit Macht auf den Ausgleich drängte. Eine tolle Kombination über den guten Weber, Hanstein und Steinhauer wurde durch einen Abseitspfiff abrupt gestoppt (68.). Im Gegenzug war die SG-Abwehr bei einem Wildecker Freistoß nicht bei der Sache, Christian Winter vollstreckte eiskalt zum 0:2.

Fulminanter Linksschuss

Die Vorentscheidung war das aber noch nicht - René Steinhauer brachte die Platzherren mit dem 1:2 durch einen fulminanten Linksschuss aus spitzem Winkel noch mal in die Partie zurück (79.). Das 2:2 gelang nicht mehr. Die Spannung hielt Rotenburgs Keeper Florian Euler hoch. Er verhinderte mit zwei Glanzparaden das 1:3.

„Der entscheidende Unterschied war heute wohl die kämpferische Einstellung. Die Wildecker waren etwas präsenter als wir - uns hat die Zielstrebigkeit in den Offensivaktionen gefehlt“ erkannte Rotenburgs Trainer Köthe die etwas bessere Leistung des Kontrahenten an.

Von Christopher Ziermann

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