Fußball-Kreisoberliga: Spitzenreiter Eiterfeld kommt auch ohne Glanz zu 2:1-Erfolg in Bosserode

Wildecker wehren sich nach Kräften

Dieses Kopfballduell gewinn Wildecks Hendrik Flegel (links) - doch die Punkte nahmen Nils Fischer und seine Eiterfelder Kollegen mit nach Hause. Foto: Walger

Bosserode. Auch die SG Wildeck konnte den Siegeszug des Tabellenführers SG Eiterfeld/Leimbach nicht stoppen. Zur Pause hegten die Gastgeber noch Hoffnung, doch am Ende zogen sie mit 1:2 (0:0) den Kürzeren. Mangelndes Selbstvertrauen bei den Gastgebern war mit ausschlaggebend dafür.

Auf der Gegenseite zeichnet dies gerade die Eiterfelder aus, die mit drei Spitzen antraten. „Die Qualität ist da, und die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt“, gab sich Gästecoach Florian Roth nach der Partie selbstbewusst. SGW-Übungsleiter Sandro Mohr dagegen trauerte der vergebenen Führung von Patrick Röder nach, der auf den im Abseits stehenden Steffen Rimbach passte, anstatt die Kugel selbst zu versenken (10.). „Danach läuft das Spiel anders, aber egal, irgendwann müssen wir mal punkten, am besten einen Dreier“, legte er besorgt nach.

Der Tabellenführer, wahrlich keine Übermannschaft an diesem Nachmittag, spielte geduldig und wartete auf seine Möglichkeiten. Im ersten Abschnitt beschränkte sich dies auf wenig Aufregendes. Thomas Aumann, Schmidt und Fischer scheiterten an van Giersbergen. Wildecks Bemühungen waren Distanzschüsse von Krämer, Yannik Rimbach und Hoffmann, denen aber die Präzision fehlte.

Spuren im Wildecker Spiel hinterließ das frühe verletzungsbedingte Ausscheiden von Röder und Steffen Rimbach, der später aber wiederkam und seine jungen Kollegen unterstützte. Die konnten dem in der zweiten Hälfte immer stärker werdenden Gast nur schwer Paroli bieten. Der Führungstreffer nur noch eine Frage der Zeit war.

Ali Dogru zur Stelle

Zunächst konnten die Wildecker bei Fischers Schuss ans Außennetz noch einmal durchatmen. War Torjäger Ali Dogru da noch Vorbereiter gewesen, machte er es in der nächsten Szene selbst. Nach einem Fehler der Wildecker in der Vorwärtsbewegung war er den berühmten Tick schneller als sein Schatten Sebastian Roth und vollendete eiskalt. „Basti und auch Hendrik Flegel haben ihre Sache gut gemacht“, verteilte Mohr dennoch ein Lob an die beiden Manndecker. Spätestens nach dem zweiten Treffer - Schmidt hatte sich gegen Becker gut durchgesetzt, passte von der Grundlinie zurück, und Dogru vollstreckte abgebrüht - war die Partie entschieden (70.).

Die Platzherren glaubten aber trotzdem noch an ihre Chance und wurden auch durch Steffen Rimbach mit dem Anschlusstreffer belohnt. Yannick Rimbach hatte glänzend vorbereitet. Mehr war aber an diesem Nachmittag nicht drin, „auch wenn wir uns viel vorgenommen hatten“, sagte Mohr. Er muss nun hoffen, dass die Blessuren seiner Kicker bis zum Derby am Freitag gegen die SG Rotenburg/Lispenhausen wenigstens zum Teil wieder auskuriert sind.

SG Wildeck: van Giersbergen - Roth, Becker, Veselcic, Preis (80. Leimbach), Adler, Krämer, Röder (22. Yannik Rimbach), Steffen Rimbach (42. Huseljic).

SG Eiterfeld/Leimbach: Ludwig - Draht, Ziegler (90. Hildebrand), Busold, Steffen Aumann, Thomas Aumann, Dogru (88. Kraus), Adel (90. Hohmann), Schmidt, Münkel, Fischer.

SR: Timo Kirsch (Bad Hersfeld)

Zuschauer: 180

Tore: 0:1, 0:2 Ali Dogru (63., 70.), 1:2 Steffen Rimbach (89.)

Von Thomas Becker

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.