Fußball: „Gewisse Abnutzungserscheinungen“ waren der Grund für seinen Ausstieg bei der FSG Bebra nach fast fünf Jahren

Trainer FSG Bebra: Wolfgang Poweleit hat sich eine Pause verordnet

Ein besonderer Moment: Nach dem Derbysieg über Gazi Antep bejubelte Trainer Wolfgang Poweleit im Mai 2012 den Aufstieg seiner FSG Bebra in die Kreisoberliga. Foto: Walger

Bebra. Nach fast fünf Jahren Amtszeit hat sich Wolfgang Poweleit als Trainer des Fußball-Kreisoberligsten FSG Bebra nach dem Saisonende verabschiedet. „Es war ein günstiger Zeitpunkt zum Aufhören“, sagt er.

„Es war ja nicht alles eitel Sonnenschein hier, als ich anfing“, blickt Poweleit zurück. Damals war es noch der ruhmreiche FV Bebra, nicht die heutige Fußball-Spielgemeinschaft mit Gilfershausen und Asmushausen, der in der Kreisliga A herumdümpelte.
Poweleit übernahm während der Serie und führte das Team noch in die Aufstiegsrelegation, in der es am VfL Philippsthal scheiterte. In der folgenden Saison 2011/2012 gelang der Sprung zurück in die Kreisoberliga. In der hat der Trainer die FSG fest etabliert. „Wir hatten nie etwas mit dem Abstieg zu tun und sind jetzt Siebter geworden. Damit haben wir unsere Möglichkeiten ausgeschöpft“, sagt Poweleit.

In Diensten der Hersfelder Hessen: Wolfgang Poweleit im Jahre 2003. Foto: Eyert/nh

Sein Entschluss, das Traineramt nach dem letzten Spieltag niederzulegen, sei kein spontaner gewesen. Die Verantwortlichen der FSG hätten davon gewusst und versucht, ihn umzustimmen. „Ich bin aber beim Nein geblieben, obwohl ich den Job mit Liebe und Engagement gemacht habe. Der FV Bebra ist ja mein Heimatverein.“ Als Grund für seinen Ausstieg führt er an: „Nach so langer Zeit gibt es gewisse Abnutzungserscheinungen. In fünf Jahren wiederholen sich viele Dinge, alles wird etwas eingefahren.“

Angebote abgelehnt

Dem Fußball dürfte Wolfgang Poweleit aber erhalten bleiben. „Ich habe schon wieder Angebote gehabt, die aber abgelehnt. Ich lasse erst mal alles auf mich zukommen. Schau’n mer mal“, erzählt er. Vielleicht wird seine selbst verordnete Pause ja doch nicht so lange dauern.

Eine echte Pause ist es auch gar nicht. Denn als Coach ist er auch in diesen Wochen gefordert. Seit drei Jahren leitet er eine Fußball-AG an der Konrad-Duden-Schule in Hersfeld. In zwei Gruppen arbeitet er mit zirka je 20 Jungs der fünften und sechsten beziehungsweise siebten und achten Klassen.

„Leicht ist das nicht immer. Aber ich mache das, damit die Kinder beschäftigt sind. Die wollen spielen. Die AG ist ihnen wichtig“, berichtet er.

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