Drei von sechs Spielen in der Kreisoberliga Hofgeismar-Wolfhagen sahen keinen Sieger

Carlsdorf bleibt sieglos, Schauenburg nur 2:2 gegen Tuspo II

Tanz um den Ball: Der Oberelsunger Fabian Rose (rechts) und Carlsdorfs Lennart Wenzel im Kampf um das runde Spielgerät. Am Ende behielten in diesem Kellerderby die Elsinger mit 2:1 die Nase vorne. Foto: Michl

Oberelsungen. Das Kellerderby der Kreisoberliga zwischen dem Drittletzten FC Oberelosungen und dem Schlusslicht TSV Carlsdorf entschieden die Elsinger mit 2:1 (1:0) zu ihren Gunsten.

Damit sieht das Team von Trainer Marc Segner wieder etwas Licht im Überlebenskampf, konnte, bei einer weniger ausgetragenen Partie, bis auf einen Punkt zum rettenden Ufer aufschließen. Die Gelb-Schwarzen vom Heideweg dagegen müssen weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten.

Vom Anpfiff weg merkte man den Platzherren an, dass sie Herr im Haus bleiben wollten. In der ersten halben Stunde hatten sie das Spiel und den Gegner sicher im Griff, konnten ihre Dominanz trotz mehrerer Top-Chancen aber nicht zählbar umsetzen. FCO-Betreuer Timo Markovski: „Das ist einfach unser Manko. Wir versemmeln einfach zu viele hochkarätige Möglichkeiten.“

Als sich Carlsdorf dann etwas besser in Szene setzten konnte, ohne jedoch für große Gefahr vor dem FCO-Kasten zu sorgen, konnte Oberelsungen dann doch noch den Torjubel anstimmen. Nach feiner Vorarbeit von Florian Grebe brachte Jannik Kellner (38.) seine Farben in Führung. Markovski: „Damit waren die Gäste bis zur Pause noch gut bedient, wir hätten eigentlich mit vier Toren mehr führen müssen.“

Anscheinend waren die Elsinger mit ihren Gedanken noch in der Kabine bei der Pausenerfrischung. Was sofort nach dem Seitenwechsel Fabrice Neth (46.) mit dem 1:1-Ausgleich bestrafte. Carlsdorf witterte Morgenluft, doch die Elsinger nahmen das Heft wieder in die Hand. Aber es dauerte bis vier Minuten vor dem Schlusspfiff, ehe erneut Kellner (86.) den Sack endgültig zumachte.  

Kein Sieger in Sand

Sands Pressesprecher Frank Salzmann nahm nach dem 1:1 (1:1)-Unentschieden zwischen dem SSV Sand II und FSV Dörnberg II kein Blatt vor den Mund: „Wir haben leichtfertig zwei Punkte verschenkt, hätten den Chancen nach bei aus meiner Sicht einem Verhältnis von 8:2 einen klaren Sieg eintüten müssen.“ Obwohl es nicht optimal für die Platzherren anfing. Denn mit einer 25-Meter-Bogenlampe exakt in den oberen Torwinkel brachte Fabian Rudolph (7.) die Gäste überraschend in Führung. 

Danach nahmen die Sander dann aber überwiegend das Heft in die Hand, benötigten jedoch einen langen Anlauf zum längst überfälligen Ausgleichstreffer. Diesen erzielte Florian Peter (41.), der einen Eckball direkt in den Dörnberger Kasten zirkelte. Nach dem Seitenwechsel diktierten die Sander dann überdeutlich das Geschehen, erarbeiteten sich gut ein halbes Dutzend bester Einschussmöglichkeiten. 

Doch der krönende Abschluss wollte ihnen einfach nicht gelingen. Fast wäre diese Abschlussschwäche noch ins Auge gegangen. Salzmann: „In den drei Schlussminuten hätten die Dörnberger durch Andreas Schulze und Marcel Müller, jeder hatte eine Hundertprozentige auf dem Schuh, noch siegen können.“

Keine Tore in Obermeiser

Trotz des torlosen Remis zwischen der SG Obermeiser/Westuffeln und der SG Reinhardshagen brauchten die Zuschauer ihr Kommen nicht zu bereuen. Sie bekamen eine packende und tempogeladene Partie geboten, in der nur die Tore fehlten. Im ersten Durchgang besaßen die Gäste von der Weser ein klares Plus und hätten durch Sören Schulte (18.) oder Samih Bisevac (28.) schon das Signal auf Grün stellen können. Das jedoch verhinderte ein glänzend aufgelegter Platzherrentorwart Sami Grebestein. 

Fast mit dem Pausenpfiff hätte Fabrice Lindner die Hausherren in Front bringen können. Er verfehlte aber aus kürzester Distanz das Ziel. Nach der Pause konnte sich Obermeiser/Westuffeln ein optisches Plus erarbeiten. Zu nennenswerten Torchancen führte dies aber nicht. Davon hatten die Gäste aber in der Schlussphase drei glasklare, doch sie verzweifelten erneut an Keeper Sami Grebestein, der seiner Elf damit den Punkt rettete.

Weidelsburg schlägt Elbetal

Das prestigeträchtige Fußball-Kreisoberliga-Nachbarschaftsderby zwischen der FSG Weidelsburg und der SG Elbetal brachten die Weidelsburger verdient mit 2:0 (1:0) unter Dach und Fach. Es begann vielversprechend für die Platzherren, sorgte Severin Ohr (9.) doch für ihre frühe Führung. Weidelsburg blieb vorerst am Drücker, dann konnten sich die Elbetaler besser in Szenen setzen, wobei die Zuschauer aber viel Mittelfeldgeplänkel sahen, was Gift für den Spielfluss war. Auch nach dem Seitenwechsel setzten die Platzherren überwiegend die Akzente, doch mehr als je ein Lattenknaller von Dennis Crede und Meik Amelung sprang dabei nicht heraus. Amelung (83., FE) machte dann aber doch noch den Deckel für die Hausherren drauf.

Ersen gewinnt 3:1

Das Verfolgerduell der Fußball-Kreisoberliga entschied der TSV Ersen auf der heimischen Höhe gegen den SV Balhorn mit 3:1 (1:1) zu seinen Gunsten. Bis zum Führungstor der Gäste durch einen 25-Meter-Freistoßhammer von Luis Köhler (38.) begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei den Zuschauern aus beiden Lagern aber so gut wie keine hochkarätige Einschussmöglichkeit geboten wurden. Fast mit dem Pausenpfiff stellte Robert Patas (45.) den zwischenzeitlichen 1:1-Gleichstand her. Nach dem Seitenwechsel nahmen die gastgebenden Gelb-Schwarzen jedoch mehr und mehr das Heft in die Hand und belohnten sich mit dem Führungstreffer durch Tizian Böhle (79.). Damit waren die Balhorner noch gut bedient, ließ Ersen doch mehrere Topmöglichkeiten sträflich liegen. Endgültig den Deckel drauf machte dann erneut Tizian Böhle (90.+2).

Schauenburg nur Unentschieden

Da das Duell des Spitzenduos der Fußball-Kreisoberliga zwischen Immenhausen und Zierenberg aufgrund eines Trauerfalls im Zierenberger Seniorenkader kurzfristig abgesagt werden musste, hätte der Drittplatzierte, die SG Schauenburg, mit einem Sieg im Sauertal beim TuSpo Grebenstein II vorübergehend die Tabellenführung übernehmen können. Doch dies blieb für die favorisierten Vereinigten ein frommer Wunsch, mussten sie sich doch beim Zehntplatzierten mit einem 2:2 (1:0) begnügen. 

TuSpo-Trainer Harald Westermann zollte seiner Mannschaft ein dickes Lob und bilanzierte das Ergebnis unterm Strich als gerecht. Die Zuschauer bekamen jedenfalls eine auf hohem Niveau geführte Partie geboten, in der sich beide Mannschaften durchaus auf Augenhöhe begegneten. Das traf auch für die Chancen zu. Die Anzahl hielt sich die Waage, wenngleich es hüben wie drüben wenige gab. Die gastgebende Gruppenligareserve ging durch Niklas Fleck (15.) in Führung, konnte diesen knappen Vorsprung bis in die Schlussviertelstunde retten. Da glich Luca Riehl (74.) aus. 

Als Jonas Budalic (81.) einen Hand-Elfmeter zum 2:1 nutzte, wähnten sich die Hausherren schon im sicheren Hafen. Doch sie hatten die Rechnung ohne Luca Siciliano (85., FE) gemacht – 2:2. Dabei blieb es.

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