Spitzenreiter Zierenberg verliert gegen Balhorn

Dörnberg II schlägt Ersen 3:1

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Laufduell: Ersens Felix Pöppler (links) versucht vor dem Dörnberger Lukas Rosowski an den Ball zu kommen. 

Das Führungsduo in der Fußball-Kreisoberliga musste an diesem Wochenende Federn lassen. Die piele der Liga auf einen Blick.

 Mit dem 3:1 (0:0)-Heimsieg gegen den direkt vor ihnen als Tabellensiebter der Fußball-Kreisoberliga postierten TSV Ersen schloss der FSV Dörnberg II nicht nur nach Punkten zu den Gästen auf, sondern haben sich so vermutlich endgültig im Mittelfeld festgesetzt. Damit vlässt sich trefflich Weihnachten und der Jahreswechsel feiern.

Ein rundum zufriedener FSV-Trainer Andreas Richter: „Der Sieg meiner Mannschaft ist hochverdient, wobei die Ersener uns aber schon das Leben schwer gemacht haben und zum Schluss auch durchaus einen Punkt hätten mitnehmen können.“

Bis zur Pause mussten die Fans aus beiden Lagern auf den jeweils erhofften Torjubel verzichten. Chancen waren hüben wie drüben dafür durchaus vorhanden. Doch entweder hatten die Spieler ihr Schussvisier falsch justiert, oder aber der gegnerische Torwart blieb Herr der Situation.

Anscheinend muss es in der Dörnberger Kabine eine Ansage gegeben haben. Denn zu Beginn des zweiten Durchgangs erhöhten die Platzherren den Druck und das Tempo und belohnten sich dafür innerhalb von drei Minuten. Routinier Andreas Schulze (52.) brachte die Verbandsligareserve in Führung. Davon hatte sich Ersen noch gar nicht richtig erholt, da klingelte es bereits erneut in ihrem Kasten durch Andreas Weber (55.).

Ersen steckte aber keineswegs auf, schöpfte nach dem Anschlusstreffer von Dominik Heuser (68.) neue Hoffnung. Die jedoch unerfüllt blieb. Zuerst ließ Ersen kurz vor Schluss eine so genannte Hundertprozentige zum möglichen 2:2-Ausgleich liegen, dann fälschte Felix Pöppler (86.) einen Sperber-Schuss ins eigene Tor ab: 3:1.

Für die in der Fußball-Kreisoberliga als Titelfavorit mitgehandelte TSV Immenhausen gab es einen leichten Dämpfer. Denn vor heimischer Kulisse reichte es für den Tabellenzweiten gegen die SG Obermeiser/Westuffeln nur zu einem torlosen Remis.

Bis zum Halbzeitpfiff lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch auf Augenhöhe, wobei aber hochkarätige Chancen Mangelware blieben. Nach dem Seitenwechsel hätten die Platzherren durch Konstantin Moor und Marc Sommer das Signal auf Grün stellen können. Beide versemmelten ihre Riesenmöglichkeit jedoch leichtfertig. Obermeiser/Westuffeln hielt immer voll dagegen, versuchte es mit schnellen Kontern, sodass TSV-Keeper Maurice Braun schon ein paar Mal kräftig zupacken musste. Auf der Gegenseite hielt SG-Torwart Sami Grebenstein in der Nachspielzeit gegen Nils Schröder den Punkt fest.

Es bleibt dabei. Der TSV Carlsdorf als Tabellenletzter der Fußball-Kreisoberliga muss nach der 3:4 (1:3)-Niederlage bei der SG Reinhardshagen auf den ersten Saisonsieg im neuen Jahr hoffen. Dabei hätten die Carlsdörfer durchaus an der Weser nicht baden gehen müssen. Nach ihrer Führung durch Jonas Hampe (19.) gerieten die Gäste zwar durch Aleksandar Parhamov (22., 25., 66.) und Oliver Eisenmann (36.) mit 1:4 ins Hintertreffen, versuchten dann aber mit einem Alles-oder-Nichts-Powerplay das Blatt noch zu wenden, was ihnen fast gelungen wäre. Jonas Hampe (69.) und Sascha Hellwig (88.) verkürzten auf 3:4, dann zeigte Hampe (90.+3) Nerven, hämmerte einen Strafstoß über das Ziel. Apropos „Elfer.“ Auch die Platzherren vergeigten zwei, scheiterten am TSV-Torwart.

Der in die Fußball-Kreisoberliga aufgestiegene TSV Holzhausen muss in der unteren Tabellenhälfte überwintern. Die Reinhardswälder zogen auf heimischen Rasen gegen die SG Schauenburg mit 1:2 (0:1) den Kürzeren und kassierten damit die fünfte Heimniederlage in dieser Saison.

Bereits nach gespielten fünf Minuten stimmten die TSV-Fans den Torjubel an, den aber die Schauenburger Metallstange verstummen ließ. Wie man erfolgreich abschließt, bekamen die Platzherren dann im direkten Gegenzug durch Dennis Kellner (6.) demonstriert - 0:1. Dabei blieb es in einer jederzeit offenen Partie bis zur Pause.

Nach dem Ausgleich durch Helmut Gunkel (50.) drängte Holzhausen mit viel Dampf auf den Sieg, lief dabei aber ins offene Messer und wurde von Dennis Kellner (73.) lehrbuchmäßig ausgekontert. Den Vorsprung schaukelte die SG, die auf Platz drei vorrückte, über die Zeit.

Da schaute man in den Reihen des an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisoberliga stehenden TSV Zierenberg doch etwas betröppelt aus der Wäsche. Denn die Warmetaler bekamen auf heimischen Geläuf vom SV Balhorn mit 0:3 (0:1) das Fell über die Ohren gezogen. Trotzdem behält Zierenberg sieben Punkte Vorsprung vor der TSV Immenhausen, da sich die TSV ebenfalls einen Ausrutschter erlaubten und sich zu Hause gegen Obermeiser/Westuffeln mit einem torlosen Remis zufrieden geben musste. Zierenbergs Fußballchef Volker Klapp bilanziert die Nullnummer kurz und knapp: „Im Fußball gibt es eben solche Tage, wo einfach nichts zusammenläuft. Balhorn hat sich einfach cleverer präsentiert und nicht unverdient gewonnen.“

Kurz vor der Pause brachte Alexander Wicke (40.) die Gäste in Führung. Er erzielte auch den dritten SVB-Treffer (56.), wobei 120 Sekunden vorher Kevin Möller (54.) schon TSV-Torwart Tobias Hauk das Nachsehen gab. Die einzige TSV-Chance besaß Ante Grgic (76.).

Sand II schlägt FCO

Das Duell der Kellerkinder der Fußball-Kreisoberliga zwischen dem SSV Sand II und dem FC Oberelsungen entschied die gastgebende Verbandsligareserve mit 2:1 (1:0) zu ihren Gunsten. Damit bauten die Sander ihren Vorsprung auf die direkt hinter ihnen postierten Elsinger auf drei Punkte aus.

SSV-Pressewart Frank Salzmann: „Ein hochverdienter Erfolg unserer Mannschaft und trotzdem mussten wir bis zum Ende doch etwas zittern.“ Die Platzherren besaßen im ersten Durchgang ein optisches Plus, konnten dies jedoch nur mit einem Treffer dokumentieren. Nach Foul an Jannik Schnell verwandelte Salko Dzaferi ()17.) den fälligen Strafstoß sicher.

Nach der Pause spielte eigentlich nur noch Sand, wobei sich die Hausherren aber im Auslassen der besten Einschussmöglichkeiten regelrecht überboten; mit Ausnahme von Florian Peter (73.), der zum 2:0 traf.

Die einzige nennenswerte Oberelsunger Chance nutzte Florian Grebe (79.) „wie aus dem Nichts“ mit einem Freistoßhammer zum Anschlusstreffer. Doch mehr ließen die Platzherren in der noch verbleibenden Zeit nicht zu.

10 Tore in Elbenberg

Ihr Kommen brauchten die Zuschauer auf dem Sportplatz in Elbenberg nicht zu bereuen. Denn sie bekamen in der Partie der Fußball-Kreisoberliga zwischen der SG Elbetal und dem Tuspo Grebenstein II nicht nur zehn Tore geboten, wobei es mit 5:5 (2:2) keinen Sieger gab, sondern zum Schluss auch noch Dramatik pur.

Die Platzherren erwischten einen Blitzstart, gingen durch Muhammed Ünal (1., 4.) in Führung. Die Gäste benötigten ein paar Minuten mehr, um durch Karim Belarbi (5., 11.) auszugleichen.

Kurz nach der Pause schien alles klar, zog Grebenstein doch durch Belarbi (50.) und Jonas Stiegel (59.) mit 4:2 in Front. Doch mit einem Doppelschlag stellte Ünal (61., 63.) den zwischenzeitlichen Gleichstand her. Sie wollten mehr, legten voll den Vorwärtsgang ein, doch mehr als ein Ünal-Pfostentreffer sprang dabei nicht heraus. Vielmehr gerieten sie durch ein schulmäßiges Kontertor von Belarbi (70.) erneut ins Hintertreffen. TuSpo-Spieler Jörn Metzner (89.) brachte dann das Kunststück fertig, den leeren Kasten zu verfehlen. Das bestrafte David Lesch (90.+3) mit dem 5:5-Ausgleich.

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