Carsten Lakies geht mit 44 Jahren noch einmal auf Torejagd

Der Spielertrainer und sein Neuzugang: Sebastian Busch (links) kann jetzt auf Stürmer Carsten Lakies setzen. Das Foto entstand zu Zeiten, in denen Busch beim FSC Lohfelden Co-Trainer unter Lakies war. Archivfoto: nh

Kassel. Carsten Lakies ist zurück auf der Fußballbühne - nicht als Trainer, sondern als Spieler. Scherz? Kein Scherz.

Der 44-Jährige, einst Stürmer beim Bundesligisten FC Bayern München und Trainer beim Hessenligisten FSC Lohfelden, geht nun für die FSG Weidelsburg in der Kreisoberliga Hofgeismar-Wolfhagen auf Torejagd. Heute absolviert er das erste Training. Sollte die Spielgenehmigung rechtzeitig eintreffen, könnte es schon im Nachholspiel gegen Spitzenreiter SG Weser/Diemel am Mittwoch zu seinem ersten Einsatz kommen.

Die spektakuläre Personalie hängt mit dem Spielertrainer der abstiegsbedrohten FSG Weidelsburg zusammen. Der nämlich heißt Sebastian Busch und war 2013 noch Co-Trainer in Lohfelden - unter Lakies. „Jetzt ist er mein Chef. Mal gucken, ob er was bei mir gelernt hat“, sagt der Angreifer mit einem Augenzwinkern. Er fügt an: „Vielleicht lässt er mich ja auf der Bank schmoren.“

Lakies und Busch haben einst beim OSC Vellmar zusammen gespielt, sind befreundet und in stetem Kontakt. Kürzlich schaute sich Lakies ein Spiel der FSG an, anschließend kamen die beiden Kumpels zu dem Ergebnis: Diese Mannschaft hat ein Stürmerproblem. Da wurde der Plan mit der Rückkehr des erfahrenen Stürmers geboren.

Der will jetzt bis Saisonende aushelfen und mit dem Team die nötigen Punkte holen, um den Klassenerhalt zu sichern. Ob er fit ist für die Kreisoberliga, weiß Lakies nicht wirklich: „Ich laufe halt oft und bin jeden Montag bei den alten Herren vom KSV dabei“, sagt er. Aber sonst? Spielte er zuletzt mitunter in Traditionsmannschaften seiner früheren Vereine wie dem Karlsruher SC und Hertha BSC Berlin. Sein letztes Pflichtspiel liegt aber eineinhalb Jahre zurück. Damals sprang er für die Reserve des FSC Lohfelden ein - ein einziges Mal.

Jetzt soll trotz Abstiegskampfs der Spaß im Vordergrund stehen. Lakies will den Jungs im Training den Zahn ziehen und ihnen klarmachen, dass sie sich nicht aus der Verantwortung stehlen sollen. Ansonsten hat weiterhin die Suche nach einem neuen Job als Trainer Priorität. Deshalb gilt: „Hauptsache, ich bleibe verletzungsfrei.“

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