Balhorns Trainer Jörg Krug über sein Team, Reinhardshagen, Immenhausen, Hombressen/U. und die Erpetaler

„Vom Aufstieg reden wir gar nicht“

Schaut zuversichtlich in die Zukunft: Der SV Balhorn fürchtet laut Aussage von Trainer Jörg Krug keinen Gegner. Respekt vor den anderen habe man allerdings Archiv-Foto: zhj

Balhorn. Der SV Balhorn führt souverän die Tabelle der Fußball-Kreisoberliga an. Sieben Punkte hat die Mannschaft von Trainer Jörg Krug Vorsprung vor den Verfolgern. Zuletzt profitierte er vom Remis der Verfolger. Doch jetzt kommen die Wochen der Wahrheit für den Absteiger aus der Gruppenliga. Die nächsten Gegner sind Altenhasungen/Oelshausen, Reinhardshagen, Immenhausen und Hombressen/Udenhausen. Steht der SVB nach diesen fünf Spielen immer noch auf Platz eins? „Wir wollen vorne dabei sein“, sagt Krug. Also ist der SVB auf Meisterschaftskurs? Krug winkt ab: „Von Aufstieg reden wir gar nicht.“

Ziel nach dem Abstieg sei es gewesen, sich in der neuen Liga zurechtzufinden. In der Gruppenliga ging es vor allem darum, defensiv stark zu sein. „Wir mussten zwei Jahre lang nur verteidigen, jetzt gilt es, wieder anzugreifen.“ Das ist den Balhornern bislang gut gelungen: 27 Mal trafen sie, in neun von zehn Spielen gingen sie als Sieger vom Platz. Also doch Aufstieg? Krug winkt ab: „Wir sind ein Dorfverein und müssen uns erst neu finden.“ Aber dass dies bislang gut gelang, gesteht er doch zu.

So geht der Tabellenführer selbstbewusst in die Wochen der Wahrheit. Wer der schwierigster Gegner sein wird, will Krug nicht sagen. Aber was er von den Gegner hält, das sagt er schon. Und da schwingt durchweg Respekt mit.

• SG Altenhasungen/Oelshausen/Istha: Die Wundertüte der Liga kommt nächsten Sonntag zum SVB. Wundertüte deshalb, weil die Erpetaler unberechenbar sind. Sechsmal verloren sie. Aufhorchen lassen aber die Siege, unter anderem gegen den Tabellenzweiten Immenhausen und beim Vierten Zierenberg. Gegen große Gegner spielen die Erpetaler groß auf. „Unser Nachbar hat mit Uwe Plettenberg einen tollen Trainer“, sagt Krug, und mutmaßt, dass sein Erpetaler Kollege auch auf dem Diestelberg ein Team präsentiert, das dem Gegner, in diesem Fall dem SVB das Leben schwer macht.

• SG  Reinhardshagen: Lange hielt die SGR in der Spitzengruppe mit, zuletzt ist sie etwas abgerutscht auf Platz sieben. „Aber sie sind stark“, sagt Krug mit Blick auf die Mannschaft von der Weser. Wenn die Reinhardshäger alle Mann an Bord hätten, zählten sie zu den starken Teams der Liga.

• Immenhausen: Die TSV wird der zweite schwere Auswärtsgegner für den SVB in Folge sein. „Ich habe mir das Spiel gegen Hombressen/Udenhausen angesehen“, sagt Krug und Immenhausen hat das gezeigt, war er erwartet hatte. „Das war mir klar, dass die vorne mitspielen werden.“ Genau so sei es jetzt auch.

• Hombressen/Udenhausen: Der Aufsteiger spielt vorne mit. „Das ist für mich schon eine Überraschung“, sagt Krug. Denn es sei nicht allein der ehemalige Hessenliga-Spieler Dominik Lohne, der die Mannschaft ausmache, sondern eine ganze Reihe junger Spieler zeige Biss und Können. „Für mich waren die fast ein bisschen besser als die Immenhäuser.“ Selbst am Ende, in Unterzahl, hätten der Aufsteiger noch Druck nach vorne gemacht.

Und wer wird nun ärgster Verfolger? Krug hält sich zurück. „Es gibt noch Zierenberg“, sagt er und auch Ersen sei auf dem Sprung nach oben. Zunächst gelte es, weiter vorne mit dabei zu bleiben. „Das ist unser Ziel auch schon vor der Saison. Wir wollten nicht im Niemandsland landen“, gibt er die Marschrichtung vor und hält es ansonsten mit dem Fußballspruch, dass das nächste Spiel das schwerste sei und „dass wir nur von Spiel zu Spiel schauen.“ Dass er selbst konzeptionell ein wenig weiter blickt, verschweigt er dabei. Er will sich nicht in die Karten schauen lassen – und wenn es geht „aus den nächsten Spielen natürlich die optimale Punktzahl.“

Von Michael Rieß

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